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Legende: Video UNO-Vertreter Mahamat Saleh Annadif verurteilt den Überfall (frz. Originalton) abspielen. Laufzeit 00:34 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.03.2019.
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Angriff auf Dorf Über 100 Tote bei Massaker in Mali

  • In der zentralmalischen Region Mopti hat eine bewaffnete Gruppe ein Dorf überfallen und Einwohner massakriert.
  • Ein Sprecher des malischen Militärs ging nach ersten Zählungen von mindestens 115 Todesopfern aus. Das Büro von UNO-Generalsekretär António Guterres sprach von 134 Toten und Dutzenden Verletzten.
  • Bei den Opfern soll es sich um Angehörige des Hirtenvolks der Fulbe handeln.
Hirte auf Weide.
Legende: Die Volksgruppe der Fulbe betreibt vorwiegend Viehzucht. Archivbild Reuters

Nach Militärangaben stürmten unbekannte Bewaffnete am Samstagmorgen das Dorf Ogossagou Peulh in der Region Mopti. Unter den Toten seien schwangere Frauen, kleine Kinder und Senioren. «Die Zahl der Todesopfer ist grausam. Alle waren Zivilisten, es gibt viele Verletzte und eine Reihe von Häusern wurden angezündet», sagte Regierungssprecher Amadou Koita.
Hinzu kamen demnach Hunderte Fälle von Brandstiftung.

Die Regierung sandte Truppen, um die Gegend zu sichern. Guterres zeigte sich schockiert von der Gewalt. Er forderte die malischen Behörden auf, ihre Bemühungen zu verdoppeln, «um Frieden und Stabilität nach Zentralmali zurückzubringen».

Wer hinter dem Überfall steckt, war zunächst unklar. Nachdem islamistische und andere Aufständische den Norden Malis 2012 vorübergehend unter ihre Kontrolle gebracht hatten, hat sich die Sicherheitslage in dem westafrikanischen Land immer weiter verschlechtert. Bewaffnete Gruppen greifen neben Zivilisten auch immer wieder einheimische und internationale Streitkräfte an. Eine UNO-Friedensmission ist seit 2013 in Mali im Einsatz.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Arthur Müller  (Arthur)
    Aber diese Politelite wurde und eird von uns gewählt, ob in Frankreich oder in der Schweiz.
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  • Kommentar von Ursula Keller  (Note)
    Dass wir im Artikel nichts über die Unabhängigkeitserklärung der Tuareg im Norden, die grossen Uranminen und den anschliessenden französischen Truppeneinsatz lesen, zeigt, dass Europa weiterhin seine Hände in Unschuld waschen möchte. Das alles kann mit uns doch auf keinen Fall etwas zu tun haben!
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    1. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Die Französischen Truppen und die Interessen-Verbindung mit den Uranvorkommen sollte tatsächlich viel vertiefter und häufiger in den Medien thematisiert werden. Was mich stört ist die Schuldzuweisung an "Europa + uns". Hat irgendjemand bei einem demokratischen Entscheid in Frankreich, EU oder Europa zugestimmt? Nein, das waren einsame Entscheide von der Polit-Elite, ohne demokratische Legitimation.
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  • Kommentar von Margot Helmers  (Margot Helmers)
    134 Tote und 55 Verletzte; was für grausige Barbaren!
    NZZ berichtet dazu ausführlich: "Angreifer überfallen ein Dorf in Mali und töten mehr als 130 Angehörige einer anderen Ethnie"
    Die Opfer waren Viehzüchter und Hirten, die Täter betreiben Landwirtschaft. Der alte Konflikt zwischen den Volksgruppen wird seit einigen Jahren verstärkt durch die zunehmende Landknappheit; die Folgen von Bevölkerungswachstum, Abholzung und damit verbunden Dürre und Wassernot. Obendrauf noch islamischer Terror.
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