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Angriff auf Pariser Polizei Frankreichs Innenminister räumt Fehler ein

  • Nach dem Messerangriff in der Pariser Polizeidirektion hat Frankreichs Innenminister Christophe Castaner Versäumnisse eingestanden.
  • Oppositionspolitiker hatten ihm im Hinblick auf eine bekannte mögliche Radikaliserung des Tatverdächtigen Intransparenz vorgeworfen.
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Aus dem Archiv: War die Messerattacke in Paris doch Terror?
Aus Tagesschau vom 05.10.2019.
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Es habe offensichtlich Schwachstellen gegeben, sagte der französische Innenminister Castaner am Sonntag in einem Interview mit dem Fernsehsender «TF1».

Forderungen nach seinem Rücktritt wies er zurück. Diese Frage stelle sich nicht, so Castaner. Es müsse nun daran gearbeitet werden, wie Radikalisierung besser erkannt werden könne.

Unauffällige Akte

Der Innenminister betonte, dass es in der Akte des 45 Jahre alten Polizeimitarbeiters keine Hinweise auf Verhaltensauffälligkeiten gegeben habe.

Oppositionspolitiker hatten ihm zuvor vorgeworfen, kurz nach der Tat am Donnerstagnachmittag nicht die Wahrheit über eine bekannte mögliche Radikalisierung des Tatverdächtigen gesagt zu haben. Er habe nach dem Bekanntwerden weiterer Details um Erklärungen gebeten, sagte Castaner im Interview.

Der mutmassliche Angreifer hatte sich den Anti-Terror-Ermittlern zufolge 2015 gegenüber einem Kollegen zustimmend zum islamistischen Attentat auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» geäussert. Dies sei aber nicht gemeldet und vermerkt worden, sagte Innenminister Castaner.

Wenn es Fehler gab, müssen sie korrigiert werden. Wenn es Fehler gab, müssen sie geahndet werden.
Autor: Christophe CastanerFranzösischer Innenminister

Polizisten konsequenter durchsuchen

Castaner schlug zudem eine Erhöhung der Sicherheitsmassnahmen in der Polizeipräfektur vor. Polizisten würden nicht durchsucht, wenn sie in das Präsidium zurückkehrten, so der Minister. Das müsse geändert werden.

Ein Polizeimitarbeiter hatte am Donnerstag in der Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt vier seiner Kollegen mit einem Messer getötet und war dann erschossen worden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Letzte Woche: PARIS - diese Woche: LIMBURG/Lahn. Was ist nächste Woche los? Wieso nimmt die Politik klare Warnzeichen nicht als als Anlass vorbeugend zu agieren? Sind die Bürger es nicht mehr wert beschützt zu werden? Diese saumseligen Politiker sollten ausnahmslos aus dem Amt entfernt werden, auch ein Innenminister der ja schliesslich der CHEF sein sollte.
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  • Kommentar von S. Borel  (Vidocq)
    DIE Frage, die sich hier geradezu aufdrängt, ist doch folgende... was läuft in unserer Gesellschaft alles schief, dass jemand zum Islam konvertiert um sich sogleich zu radikalisieren und zur Tat zu schreiten? Vielleicht ist es aber „nur“ so, dass der radikale Islam zur Zeit attraktiver ist, als links oder rechtsextreme Gruppierungen?
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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Hr.Castaner,kämmen Sie ihren Beamtenstaat mal kräftig durch.
    Political Correctness ist es nicht wert,Schläfer im Korps zu dulden.
    Das Misstrauen gegenüber muslimischen Korpsangehörigen wird
    eine gute Zusammenarbeit zukünftig verhindern und zu weiteren
    solchen Taten führen.
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