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Artenschutz Russland will Wale und Delfine besser schützen – mit Hintertür

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Aus dem Archiv: Atempause für Wale
Aus 10 vor 10 vom 01.12.2020.
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Russland will sich im Meeresartenschutz für Wal und Delfin starkmachen. Regierungschef Michail Mischustin bekundete in Moskau Russlands Wille, den kommerziellen Fang von Walen und Delfinen vollständig zu verbieten.

«Wir rechnen damit, dass dies helfen wird, die Tiere vor rücksichtsloser Ausrottung zu retten», sagte Mischustin.

Die gleiche Hintertür wie Japan?

Ab wann das neue Gesetz gelten soll, sagte der Ministerpräsident indes nicht. Russland hatte den kommerziellen Fang im vergangenen Jahr bereits erschwert. Ausgenommen von der neuen Regelung ist aber offenbar der Fang von Walen und Delfinen für wissenschaftliche Zwecke. Unter dem gleichen wissenschaftlichen Deckmantel töten auch Japan und Norwegen alljährlich Hunderte von Walen.

Allerdings leben in den nördlichen Regionen Russlands – genauso wie in Alaska und Grönland – indigene Volksgruppen, die den Wal aus traditionellen Gründen zur Ernährung jagen.

Im Visier der Öffentlichkeit

Vor zwei Jahren hatten mehr als 100 im Osten Russlands gefangen gehaltene Wale international für Schlagzeilen gesorgt. Nach Ansicht von Tierschützern wurden sie in viel zu kleinen Becken in einer Bucht am Japanischen Meer gehalten. Die Aktivisten hatten von einem «Wal-Gefängnis» gesprochen und befürchtet, die Tiere könnten an chinesische Aquarien verkauft werden. Sie wurden letztlich in einer aufwendigen Aktion wieder ins Meer freigelassen.

SRF News, 14.05.2021, 8 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Japan darf keine Wale mehr zu wissenschaftlichen Zwecken jagen. Sie tun es trotzdem. Japan müsste also einen wissenschaftlichen Zweck für die Tötung von Walen nachweisen, tun dies aber nicht. Es gibt eine ganze Reihe milderer Mittel, um Walpopulationen zu erforschen. Die antarktische Schutzzone ist äusserst wichtig als Rückzugsgebiet für die Wale, die Gewässer sind sehr krillreich. Island und Norwegen halten ebenfalls am Walfang fest. Alle Länder müssen endlich aufhören die Meere zu plündern.
    1. Antwort von Sven Schmitt  (schwenn81)
      Ich glaube nicht das der klassische Walfang am sterben der Meere schuld ist, eher sind es diese riesigen Trawler die mit Gigantischen netzen die Meere leer sammeln. Und sehr viel in diesen Netzen wird wegen Quoten oder nicht der Fanggrösse ensprechend oder falsche Sorte wieder Tod ins Meer geschmissen mal abgesehen davon das diese Netze die so tief ins Wasser reichen das man bequem einen Dom reinschieben kann den Meeresboden auch noch zerstören. Wir richten uns selbst, wir sind zuviele….
    2. Antwort von Alois Keller  (eyko)
      Den unerwünschten Beifang reduzieren und auch den Rückwurf unterbinden. Damit dürfen von den gefangenen Fischen keine quotierten Arten mehr aussortiert und über Bord geworfen werden. Das heisst, der gesamte Fang an quotierten Fischen muss an Land gebracht werden und wird auf die Fangquote angerechnet. Die Fangmenge regulieren, damit sich die Fischbestände erholen können und eine nachhaltige Fischerei überhaupt erst möglich wird. Die Fische müssen sich erholen können, das gilt auch für die Wale.