Beerdigung von Fidel Castro Asche des Revolutionsführers in Santiago de Cuba beigesetzt

In der Wiege der kubanischen Revolution findet der frühere Präsident seine letzte Ruhe.

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Letzte Reise des «Comandante»

1:02 min, aus Tagesschau vom 4.12.2016

Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro ist in Santiago de Cuba beigesetzt worden, wo die Revolution 1953 begonnen hatte. Die Zeremonie auf dem Friedhof Santa Ifigenia fand im engsten Kreis statt und war streng abgeschirmt.

Soldaten in weisser Galauniform und mit schwarzem Trauerflor am Arm brachten die Urne des früheren Präsidenten zum Friedhof. Tausende Menschen am Strassenrand sangen die Nationalhymne, als die Wagenkolonne langsam vorbeifuhr.

Blick auf die Urne, in welcher die Asche Castros quer über die Insel von Havanna nach Santiago de Cuba gebracht wurde. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Castro ist am 25. November im Alter von 90 Jahren gestorben. Keystone

Am Vorabend hatten Hundertausende Menschen auf dem Platz Antonio Maceo Abschied von Fidel Castro genommen. Präsident Raúl Castro schwor die Kubaner auf die Verteidigung der Revolution ein. «Im Angesicht der Überreste von Fidel, in der Heldenstadt Santiago de Cuba, schwören wir, das Vaterland und den Sozialismus zu verteidigen», sagte er bei der finalen Trauerfeier am Samstagabend.

Zuvor war die Urne quer über die Insel von der Hauptstadt Havanna nach Santiago de Cuba gebracht worden. Die Stadt im Südosten gilt als Wiege der kubanischen Revolution; hier begann die Erhebung mit einem Sturm auf eine Kaserne.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Personenkult um Fidel Castro

    Aus 10vor10 vom 28.11.2016

    Tausende Kubaner nehmen Abschied von ihrem früheren Präsidenten Fidel Castro. Heute ist der Auftakt zu den mehrtätigen Trauerfeierlichkeiten. Für viele war der «Massimo Lider» der Vater der Nation. Um ihn gibt es einen Personenkult, der seinesgleichen sucht.