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International Assads Truppen greifen Aleppo jetzt auch am Boden an

In Syrien hat die Armee von Präsident Baschar al-Assad zum Sturm auf die Rebellengebiete in der Metropole Aleppo angesetzt. Armee und Verbündete griffen aus vier Richtungen an, hiess es aus syrischen Militärkreisen – erstmals auch mit Bodentruppen.

Legende: Video Assad schickt Bodentruppen zum Sturm auf Aleppo abspielen. Laufzeit 1:03 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.09.2016.

Syriens Regime-Anhänger haben nach eigenen Angaben mit einer Bodenoffensive auf die Rebellengebiete der Grossstadt Aleppo im Norden des Landes begonnen. Nach tagelangen Luftangriffen stiessen die Soldaten in einer grossangelegten Bodenoffensive auf Stellungen der Aufständischen an vier Orten gleichzeitig vor.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, Syriens Armee sei bei heftigen Kämpfen in Aleppos Altstadt vorgerückt und habe dort zwei oder drei Gebäude eingenommen. Es handle sich bisher nicht um einen strategisch wichtigen Erfolg. Aus syrischen Militärkreisen hiess es hingegen, die Armee habe das Viertel Al-Firafara nahe der Zitadelle Aleppos eingenommen.

300'000 Personen eingeschlossen

Aleppo gehört im syrischen Bürgerkrieg zu den umkämpftesten Gebieten. Die Stadt besitzt für beide Seiten einen grossen strategischen und symbolischen Wert. Das Regime kontrolliert den Westen der früheren Handelsmetropole, Kräfte der Opposition den Osten.

Die Rebellengebiete sind seit Wochen von der Aussenwelt abgeschnitten. Bis zu 300'000 Menschen sind dort eingeschlossen und leiden unter massivem Mangel an Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Versorgung.

Luftangriffe auf Aleppo fortgesetzt

Der von Rebellen kontrollierte Osten Aleppos hatte in den vergangenen Tagen den heftigsten Bombenhagel seit Beginn des Bürgerkrieges vor mehr als fünf Jahren erlebt. Mehr als 260 Menschen wurden bei täglich Dutzenden Luftangriffen getötet. Die USA und Russland machten sich gegenseitig für die Eskalation der Gewalt verantwortlich.

Auch am Dienstag griffen Jets und Hubschrauber Rebellengebiete an, wie die Menschenrechtsbeobachter weiter meldeten. Die Rettungshelfer der Organisation Weisshelme berichteten von mindestens 13 Toten.

Mangelnde medizinische Versorgung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderte die sofortige Einrichtung humanitärer Korridore, durch die Kranke und Verwundete den Osten Aleppos verlassen können. In dem immer wieder von Regierungstruppen angegriffenen Teil der Stadt gebe es nur noch 25 medizinische Einrichtungen und nur noch 35 Ärzte, die völlig überfordert seien, erklärte eine WHO-Sprecherin.

Allein am vergangenen Wochenende seien mehr als 200 weitere Verletzte in längst überfüllte Gesundheitseinrichtungen in Ost-Aleppo gebracht worden. Sämtliche Zugänge für Helfer nach Aleppo seien versperrt.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Ida Fischer (Ida Fiischer)
    Der Gründer des führenden privaten US-amerikanischen Think Tank STRATFOR (Abkürzung für Stategic Forecasting Inc.) George Friedman in einem Interview vom 4 Februar 2015 https://www.youtube.com/watch?v=9fNnZaTyk3M bringt evtl. etwas Licht ins Dunkel. Offensichtlich hat es in der Vergangenheit immer funktioniert. Ein weiteres Licht in der Dunkelheit ist dieses https://www.youtube.com/watch?v=svJY8U4xvcw.
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  • Kommentar von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
    So zynisch es tönen mag so ist das Assad-Regime noch der einzig stabile politische Faktor in diesem arg gebeutelten Land. Die Rebellen sind ein zerstrittenes islamistisches Gebilde und unfähig dieses Land zu regieren und wieder aufzubauen. Die Russen haben als einzige begriffen wen sie unterstützen müssen. Unter Assad war Syrien ein prosperierendes Land, verschiedenste Religionen konnten in Ruhe zusammenleben.
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  • Kommentar von Tamer Aboalenin (Tamer)
    Es gibt gewisse Kommentare hier, die sehr lustig und realitätsfremd sind, ich glaube es gibt Leute , die gar nicht begreifen wo ist was in diesem schrecklichen Krieg und deshalb schreiben irgendetwas aber für einen bestimmten Zweck.
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