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Dänemark: Harte Flüchtlingspolitik
Aus Tagesschau vom 03.06.2021.
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Asylpolitik Dänemark will Asylzentren im Ausland errichten

  • Das dänische Parlament hat am Donnerstag ein Gesetz verabschiedet, das Asylzentren in anderen Ländern möglich macht.
  • Damit können die Behörden Asylbewerber in Drittländer fliegen, wo sie darauf warten müssen, dass ihr Antrag in Dänemark behandelt wird.
  • Der Gesetzesvorschlag kam von den regierenden Sozialdemokraten und Ministerpräsidentin Mette Frederiksen.

Im Parlament wurde der Vorschlag mit Hilfe der liberalen Partei Venstre verabschiedet. Bislang habe die Regierung Gespräche mit Ruanda, Tunesien, Äthiopien und Ägypten geführt, berichtete die Zeitung «Jyllands Posten». Konkrete Absprachen für den Bau von Auffanglagern seien aber noch nicht getroffen worden. Venstre hatte durchgesetzt, dass entsprechende Verträge mit den Ländern vom Parlament gutgeheissen werden müssen.

Mette Frederiksen
Legende: Der Gesetzesvorschlag, den das Parlament verabschiedet hat, kommt von der Regierung unter der Führung der Sozialdemokratin Mette Frederiksen. Keystone

Wer seinen Antrag auf Asyl bewilligt bekommt, kann trotzdem nicht darauf bauen, nach Dänemark zu kommen. Geplant ist, dass die betreffende Person in dem Land bleibt oder in ein Flüchtlingslager der UN verlegt wird.

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Ramspeck: «Die Idee externer Lager ist in Europa nicht ganz neu»
Aus Tagesschau vom 03.06.2021.
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Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR hatte die Pläne im Vorfeld kritisiert. «Eine Verlegung des Asylverfahrens und des Schutzes von Flüchtlingen in ein anderes Land ausserhalb Europas ist keine verantwortungsvolle und nachhaltige Lösung – und widerspräche auch den Grundsätzen, auf denen die internationale Flüchtlingszusammenarbeit beruht», sagte der Vertreter der nordischen und baltischen Länder, Henrik Nordentoft.

Echo der Zeit, 30.05.2021, 18 Uhr;

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57 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Belmi  (P.B.)
    Ich finde das ist eine gute Idee - wenn damit (durch ‚Abschreckung‘) die gefährlichen Fluchtwege vermindert werden können.
    Das es klappt sieht man bei Australien: seit dort KEINE Flüchtlinge mehr im Lande selber auf den Entscheid warten können, haben sich die Ertrunkenen auf der Flucht auf fast Null reduziert. Unsere heutige Politik in Europa fördert die gefährliche und oft tödliche Flucht.
  • Kommentar von Maciek Luczynski  (Steine)
    Ich denke das wird Schule machen, bei allen EU-Ländern.
    Ev. wird hier sogar die Kooperation der EU Länder gefördert, so dass dann gemeinsame Asyl-Zentren im Ausland entstehen.
    Und wenn die Schweiz da mal mitmachen will, wird es sicherlich ( gegen eine finanziele Beteiligung) gehen.
  • Kommentar von Claudia Beutler  (Claudia)
    Wer kontrolliert diese Lager, wer kümmert sich um die Flüchtlinge? Sieht es dann so aus die im Moria oder werden sie Misshandelt wie in den Lagern in Lybien? Wollen sie die Verantwortung etwa den genannten Ländern überlassen und sie dafür bezahlen. Da kann man sich ausmalen, wie dort behandelt würden.
    Warum behandeln soviele Flüchtlinge als Mensch zweiter Klasse.
    1. Antwort von Maciek Luczynski  (Steine)
      "Warum behandeln soviele Flüchtlinge als Mensch zweiter Klasse."
      Weil sie es können ....
      Warum schauen so viele Leute weg ?
      Weil es egal ist ...