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Erster Reaktor in Fessenheim wird heruntergefahren
Aus Schweiz aktuell vom 21.02.2020.
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Atomkraftwerk Fessenheim Erster von zwei Reaktoren abgeschaltet

  • Der Reaktor Nummer eins sei gegen 2 Uhr abgeschaltet worden, teilte der Betreiber Electricité de France (EDF) mit.
  • Das Atomkraftwerk hatte vor 43 Jahren den Betrieb aufgenommen.
  • Die Schweiz und Deutschland haben seit Jahren auf eine Stilllegung gedrängt.

Die Abschaltung des 900-Megawatt-Druckwasserreaktors hatte am Freitag begonnen. Mitarbeiter des Kraftwerks hatten im Vorfeld der geplanten Abschaltung mit einer Blockierung des Vorgangs gedroht. In diesem Fall könnte sich der Prozess um einige Stunden verschieben.

Demontage könnte bis 2040 dauern

Frankreich beugt sich mit der Abschaltung dem jahrelangen Druck aus Deutschland und der Schweiz. Ursprünglich hatte die französische Regierung das Aus für das AKW Fessenheim bereits für Ende 2016 versprochen. Präsident Emmanuel Macron setzt den Plan nun um.

Am 30. Juni soll nach Angaben der französischen Regierung dann Block zwei endgültig abgeschaltet werden. Danach beginnt der Rückbau des Atomkraftwerks. Die Brennelemente sollen bis 2023 entfernt werden. Die Demontage des Meilers beginnt 2025 und könnte bis 2040 dauern.

Deutschland und Frankreich haben vereinbart, in der Region Fessenheim einen Technologiepark zu errichten. Dafür sind Startgelder in Höhe von rund einer Million Euro vorgesehen.

Fessenheim liegt in einem Erdbebengebiet, das Kraftwerk ist gegen einen Flugzeugabsturz oder Anschlag unzureichend geschützt. Zudem kam es immer wieder zu Pannen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Das überalterte AKW Fessenheim stillzulegen erscheint richtig. Doch ob für die Zukunft (DE+CH) völlig auf neuste Kernspaltungsenergie zu verzichten, richtig ist, wird sich erst im Nachhin erweisen. Jedenfalls plant Frankreich 6 neue AKW, mit neuster Technologie ausgestattet (gemäss DER SPIEGEL).
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Dieu soit merci!
  • Kommentar von Urs Müller  (Confoederatio)
    Ein guter Tag für Frankreich, ein guter Tag für ganz Europa. Denn die Risiken von KKWs sind nie vollständig beherrschbar und die Auswirkungen spürt man weltweit.