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International Atomstreit: Abkommen mit Verfalldatum?

Jahre lang dauerte der Streit und plötzlich ist eine Lösung da. Was beim ersten Blick als grosser Erfolg gewertet wird, ist aber längst noch nicht in trockenen Tüchern, warnt ETH-Sicherheitsexperte Roland Popp.

Legende: Video Erst die erste Etappe abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.11.2013.

Der Iran legt Teile seines Atomprogramms auf Eis und kann dafür mit der Lockerung von Sanktionen rechnen. Die an den Atomverhandlungen beteiligten Staaten sehen darin einen grossen Erfolg.

Doch der Sicherheitsexperte der ETH Zürich warnt: «Es ist nicht der komplette Durchbruch, es ist ein Interimsabkommen für die kommenden sechs Monate.» Bis zu einer endgültigen Vereinbarung sei es noch ein langer und beschwerlicher Weg, sagt Roland Popp.

Unrentables Atomprogramm als Hypothek

Positiv beurteilt der Experte die Vertrauensbasis der Verhandlungsparteien, die offenbar geschaffen wurde. Das sei eine gute Grundlage für die weiteren Schritte. Allerdings, schränkt Popp ein, sei das keine Gewähr für einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen.

Die Hürden ortet Popp bei der unterschiedlichen Interpretation des erzielten Abkommens. «Der Westen und vor allem die USA wünschen sich ein kleines Nuklearprogramm, das keinerlei Gefahr bietet, dass in Zukunft Atomwaffen gebaut werden können. Für den Iran macht ein solches Programm wirtschaftlich aber keinen Sinn.» Hier erwartet Popp die grössten Schwierigkeiten.

Unterschiedliche Interessen

Nicht die Sanktionen hätten den Wandel gebracht, sondern die Wahlen. Mit Präsident Rohani sei nun ein Reformer an der Macht. Er habe eine stärkere Einbindung des Irans in die internationale Staatengemeinschaft zum Ziel. Und hier sieht Popp einige Widerstände. «Es gibt Staaten, wie etwa Israel oder Saudi Arabien, die an keiner vertraglichen Lösung interessiert sind. Was das Abkommen wirklich wert ist, wird also erst die Zukunft zeigen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Frédéric Weil, Adliswil
    Roland Popp der ETH sieht es richtig:"Ich bin skeptisch". Und das darf und muss man auch sein. Denn der Iran verhandelt nur, solange es nicht schmerzt und nicht längst schon interne Alternativen vorliegen. Somit ist auch die Angst von Israel berechtigt. Nach vorne "my good friend" und von hinten den Dolch im Rücken. Wie können sich so grosse Nationen wie die USA, F,D,GB,F, und Russ. so hinters Licht führen lassen. Amateurdiplomatie? Wir werden ja sehen.
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