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Mann sticht während Chanukka-Feier auf Gäste ein
Aus SRF News vom 29.12.2019.
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Attacke in New York Verletzte bei Messerangriff auf jüdische Gläubige

  • Im US-Teilstaat New York hat ein Mann fünf Personen mit einem Messer verletzt.
  • Die Menschen feierten im Haus eines Rabbis das jüdische Lichterfest Chanukka.
  • Der Angreifer konnte von der Polizei gefasst werden. Nähere Informationen zu seiner Identität oder einem Motiv sind nicht bekannt.

Der Angriff geschah in der Nacht zum Sonntag im Haus eines Rabbis in der von orthodoxen Juden geprägten Ortschaft Monsey, etwa eine Autostunde nördlich der Metropole New York.

Er hat sofort angefangen, Menschen anzugreifen, sobald er zur Tür hereingekommen war. Wir hatten überhaupt keine Zeit zu reagieren.
Autor: Teilnehmer der Chanukka-Feier

Die versammelten Gläubigen wollten gerade die Chanukka-Kerzen anzünden, als ihre Feier zum jüdischen Lichterfest von dem Angreifer brutal unterbrochen wurde. Ein Teilnehmer der Feier sagte gegenüber der «New York Times»: «Er hat sofort angefangen, Menschen anzugreifen, sobald er zur Tür hereingekommen war. Wir hatten überhaupt keine Zeit zu reagieren.»

Mindestens fünf Personen verletzt

Der Angreifer verletzte in kürzester Zeit mindestens fünf Menschen und flüchtete dann mit einem Auto. Doch er wurde kurz darauf von der Polizei gefasst. Nähere Informationen zu seiner Identität oder einem Motiv sind nicht bekannt. Der Mann werde wegen fünffachen versuchten Mordes und Einbruchs angeklagt, teilte die Polizei mit.

Mit dem mehrtägigen Lichterfest Chanukka gedenken Juden jedes Jahr der Neuweihe des Tempels in Jerusalem im Jahre 165 vor der christlichen Zeitrechnung.

«Innerstaatlicher Terrorismus»

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sprach von einer «abscheulichen und feigen Tat» und ordnete Ermittlungen an. Am Sonntag besuchte er den Tatort und plädierte dafür, den Vorfall als «innerstaatlichen Terrorismus» zu werten. Die Justizministerin des Bundesstaates New York, Letitia James, zeigte sich «zutiefst verstört» von dem Angriff und sicherte der jüdischen Gemeinschaft ihre Solidarität zu.

Sicherheitsvorkehrungen verschärft

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In New York lebt mit rund zwei Millionen Menschen – laut US-Volkszählung vom Jahr 2000 – eine der grössten jüdischen Gemeinschaften der Welt.

Erst kürzlich waren in New York die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden, nachdem es dort ein halbes Dutzend antisemitisch motivierte Angriffe während der Chanukka-Feierlichkeiten gegeben hatte.

Ein Grossteil der sogenannten Hassverbrechen in der Stadt wird Tätern mit antisemitischen Motiven zugeschrieben.

Weltweite Anteilnahme

Politiker weltweit verurteilten den Angriff. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu verurteilte die Attacke ebenfalls. «Wir werden auf jede Art mit den örtlichen Behörden zusammenarbeiten, um dabei zu helfen, diesem Phänomen ein Ende zu setzen.» Der israelische Präsident Reuven Rivlin sprach auf Twitter von einer «schrecklichen Attacke».

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem äusserte sich «zutiefst besorgt über die Nachrichten und Bilder von dem Ort einer weiteren antisemitischen Attacke». Das Wiesenthal-Zentrum forderte US-Präsident Donald Trump zur Einrichtung einer FBI-Sondereinheit im Kampf gegen Antisemitismus auf, «nach den endlosen Attacken auf Juden und ihre religiösen Einrichtungen». «Genug ist genug! Juden sollten in Amerika nicht um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie in ihre Gotteshäuser gehen.»

Auch das Internationale Auschwitz Komitee und die Konferenz der Europäischen Rabbiner verurteilten die Attacke.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von H. Bruppacher  (*)
    Ivanka Yael Trump, die Tochter und Beraterin von Donald Trump ist zum Judentum übergetreten. Und ihr jüdischer Ehemann ist ein Chefberater von Trump. Deshalb wird Donald Trump von vielen braunen und roten Antisemiten gleichermassen gehasst.
    Also bitte Donald Trump keine Mitschuld unterstellen!
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  • Kommentar von Marti Müller  (Co2=Leben)
    Und wieder ein gefundener Anlass um gegen Donald Trump zu hetzen?! Solche tragische Gewalttaten zu instrumentalisieren ist einfach das letzte.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Fortsetzung: Immer wieder diese Gewalt in den USA. Diese ist halt auch systembedingt. Trump und v.a. die übrigen Republikaner halten am äusserst liberalen (verantwortungslosen!!!) Waffengesetz fest; die Waffenlobby ist ihnen heilig und bringt ihnen materielle und politische Macht. Dann jeweils diese heuchlerischen Kondolenzbekundungen von Machthabern! Und andere Rassen (als Weisse) werden immer noch als Menschen zweiter Klasse behandelt. Nach Obama ist es mit den USA menschlich runtergegangen.
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    1. Antwort von Marti Müller  (Co2=Leben)
      ""andere Rassen (als Weisse) werden immer noch als Menschen zweiter Klasse behandelt." Inwiefern?? Wann haben sie Zuletzt die USA besucht?
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    2. Antwort von martin blättler  (bruggegumper)
      Das hat mit dem Waffengesetz nichts zu tun.Oder wollen
      Sie nun alle Messer und Stichwaffen verbieten und einziehen?
      Gegen diese Art Täter gibt es kaum einen Schutz,ohne die
      Gesellschaft ihrer Freiheiten zu berauben,und das ist genau
      das Ziel dieser Täter.
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    3. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      "Co2 leben", Ich war 7 Monate dort, und uvk hat Recht, wenigstens teilweise und in verschiedenen Regionen und Stadtteilen.
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