Ben Carson unterstützt jetzt Donald Trump

Der vorige Woche aus dem US-Präsidentschaftsrennen ausgestiegene Republikaner Ben Carson verbündet sich mit dem Populisten Donald Trump. Der Milliardär bestätigte in Florida entsprechende Medienberichte. Eine gemeinsame Pressekonferenz wird heute erwartet.

US Ergebnisse der US-Vorwahlen (Stand 9. März 2016) Bei den Republikanern (Rot) werden 1237 Delegiertenstimmen benötigt, um als Kandidat nominiert zu werden. Bei den Demokraten (Blau) sind es 2383.

Carson wolle dem in Umfragen führenden Parteifreund heute öffentlich seine Unterstützung aussprechen, berichtete die «Washington Post» und berief sich auf Angaben zweier Informanten, die mit Carsons Plänen vertraut seien.

Ben Carson und Donald Trump an einer Debatte am 25. Februar in Houston (TX). Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ben Carson und Donald Trump an einer Debatte am 25. Februar in Houston (TX). Keystone/Archiv

Trump bestätigte während einer Diskussionssendung in Florida, sein früherer Konkurrent Carson wolle sich mit ihm verbünden.

Dem Zeitungsbericht zufolge versprach der konservative Politiker seine Rückendeckung für Trump am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Milliardär in dessen Luxusclub Mar-a-Lago in Palm Beach (Florida). Dort soll heute auch eine Pressekonferenz der einstigen Konkurrenten im Vorwahlkampf stattfinden.

Carson war chancenlos

Carson war als einer von 17 Bewerbern im republikanischen Feld gestartet. Nach ersten Erfolgen stürzte der politische Quereinsteiger in Umfragen steil ab. Er hatte unter anderem grosse Lücken bei seiner aussenpolitischen Kompetenz offenbart. In den Vorwahlstaaten hatte er nirgendwo eine Chance und war stets weit abgeschlagen geblieben.

Als Aussenseiter und des politischen Systems und Quereinsteiger erntete der pensionierte Neurochirurg aber einige Sympathien.

Trump liegt im Rennen der Republikaner um das Weisse Haus klar in Front. Dennoch gibt es starke Bestrebungen in der Partei, den polarisierenden Immobilienunternehmer als Präsidentschaftskandidaten zu verhindern.

Diese Kandidaten sind noch im Rennen

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Donald Trump holt in den US-Vorwahlen weitere Stimmen

    Aus Tagesschau vom 9.3.2016

    Der republikanische US-Präsidentschafts-Anwärter Donald Trump hat die Vorwahlen in drei weiteren Bundesstaaten gewonnen und erhöht damit seinen Vorsprung. Bei den Demokraten hat Bernie Sanders unerwartet in Michigan gewonnen.

  • FOKUS: Ist Donald Trump noch zu stoppen?

    Aus 10vor10 vom 2.3.2016

    Nicht nur bei den Demokraten, sondern auch bei den Republikanern wird um jede Stimme gefeilscht. Dabei soll Donald Trump zum Bannerträger der Republikaner werden. Ist er auf seinem Weg zur Nomination noch aufzuhalten? «10vor10» mit einem Lagebericht.