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Bericht der Unicef Alarmierende Studie: Pandemie macht Junge psychisch krank

  • Die Corona-Pandemie hat dem UNO-Kinderhilfswerk Unicef zufolge auch die psychische Gesundheit von jungen Menschen beeinträchtigt.
  • Regierungen müssten deshalb zwingend mehr Geld und Ressourcen aufwenden, um die psychische Gesundheit von Kindern und Heranwachsenden zu stützen, fordert Unicef.
  • Die Coronakrise habe zudem gezeigt, wie wichtig Freunde, Familie und der soziale Austausch für die Gesundheit seien.
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Archiv: Kinderspital Zürich verzeichnet deutlich mehr Suizidversuche
Aus Tagesschau vom 11.04.2021.
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Eine Umfrage in 21 Ländern ergab, dass sich jeder fünfte Mensch im Alter zwischen 15 und 24 Jahren «häufig depressiv fühlt oder wenig Interesse daran hat, Dinge zu tun». Das geht aus einem Unicef-Bericht hervor, für den Kinder und junge Erwachsene in 21 Ländern befragt wurden.

Die Organisation stellt dabei einen direkten Bezug zu den Auswirkungen der Pandemie her: «Nach den neuesten verfügbaren Daten von Unicef ist weltweit mindestens eines von sieben Kindern direkt von Lockdowns betroffen, während mehr als 1.6 Milliarden Kinder einen gewissen Bildungsverlust erlitten haben». Die Unterbrechung von Routinen, Bildung und Erholung sowie Sorge um das Familieneinkommen und die Gesundheit hinterlasse bei vielen jungen Menschen Angst, Wut und Sorge um ihre Zukunft.

Die Folgen der Pandemie sind weitreichend, und dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Schon vor dem Ausbruch der Pandemie wurden viel zu viele Kinder mit psychischen Problemen nicht versorgt.
Autor: Henrietta Fore Direktorin Unicef

Suizid die vierthäufigste Todesursache

UNO-Angaben zufolge lebt jeder siebte junge Mensch zwischen zehn und 19 Jahren mit einer diagnostizierten psychischen Beeinträchtigung oder Störung. Das entspreche 80 Millionen Jugendlichen zwischen 10 bis 14 Jahren und 86 Millionen Heranwachsenden im Alter von 15 bis 19. Suizid sei in der Altersgruppe zwischen 15 und 19 die vierthäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen, Tuberkulose und Gewalttaten – wie viele der Selbsttötungen von psychischen Erkrankungen herrühren, geht aus den UNO-Angaben nicht hervor.

Ungeachtet der weltweit hohen Zahl an psychisch beeinträchtigten jungen Menschen würden «nur etwa 2 Prozent der öffentlichen Gesundheitsbudgets für die psychische Gesundheit bereitgestellt», hält die Unicef in ihrem Bericht fest.

Das Kinderhilfswerk hebt auch die wirtschaftlichen Nachteile psychischer Erkrankungen hervor. So habe die London School of Economics geschätzt, dass in Volkswirtschaften aufgrund von psychischen Störungen, die bei jungen Menschen zu Behinderungen oder zum Tod führen, Schäden von fast 390 Milliarden US-Dollar pro Jahr entstehen.

Hier finden Sie Hilfe in der Coronazeit

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Corona beschäftigt uns alle. Unten finden Sie eine Liste mit Hotlines und Ratgebern rund um Corona.

BAG Infoline Coronavirus: 058 463 00 00 (täglich 6 bis 23 Uhr)

BAG Infoline Corona-Impfung: 058 377 88 92 (täglich 6 bis 23 Uhr)

Dureschnufe: Plattform für psychische Gesundheit rund um das neue Coronavirus

Angst und Panikhilfe Schweiz, Hotline: 0848 801 109 (10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr)

Eltern-Notruf Schweiz, Hotline: 0848 35 45 55 (24x7)

Pro Juventute, Hotline für Kinder- und Jugendliche: 147 (24x7)

Schweizer Sorgen-Telefon: 143 (24x7)

Suchthilfe Schweiz: Hotline für Jugendliche im Lockdown 0800 104 104 (Di. bis Do. 9 bis 12 Uhr)

Branchenhilfe.ch: Ratgeberportal für Corona betroffene Wirtschaftszweige

SRF 4 News, 05.10.2021, 3 Uhr;

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165 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Userinnen und User
    Vielen Dank fürs Mitdiskutieren! Wir schliessen nun die Kommentarspalte. Liebe Grüsse und bis morgen. SRF News
  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Ich denke da an die Kinder im Outback von Australien, die seit Jahrzehnten Fernunterricht leben. Dann welche im afrikanischen Bush, in der osteuropäischen Weite in den versteckten kleinen Dörfern. Sie macht die Pandemie nicht psychisch krank. Für sie hat die Pandemie nicht viel geändert. Weder vom sozialen Verhalten her noch von der materialistischen Einstellung her. Nein, nicht die Pandemie. Der eigene Lebensstil, welcher keine Resilienz entwickeln lässt.
  • Kommentar von Daniel Seeberger  (Aquarius)
    Eine Kindheit von der Stange gibt es nicht: Elterliche Gewalt, Scheidung, Tod eines oder beider Elternteile, Krieg, Vertreibung, Emigration und neu: pandemische Lebenswelten - erschüttern die Entwicklung von jugendlichen Lebensläufen.
    Wenn wir glauben, Kinder in geschützten Gehegen, wie Gemüse in Gewächshäusern, aufziehen zu können, erweisen wir den Kindern keinen Gefallen. "Nimmerland" existiert nur in den Köpfen der Phantasten.