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Besuch bei Assad Putin ordnet Teilabzug von russischer Armee aus Syrien an

Militärparade in Syrien.
Legende: Russische Truppen in Hameimim in Westsyrien. (4. Mai 2016) Keystone
  • Putin legte überraschend einen Stopp auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Hameimim in Westsyrien ein.
  • Dort wurde er laut russischen Medien von Präsident Baschar al-Assad empfangen.
  • Dabei kündete der russische Präsident einen Teilabzug der russischen Truppen aus dem Bürgerkriegsland an.

Russland gilt zusammen mit dem Iran als militärische Schutzmacht der syrischen Regierung. Seit September 2015 fliegt das russische Militär Luftangriffe und unterstützt damit die syrische Armee. Erst im November hatte Putin den syrischen Machthaber Assad überraschend in Sotschi empfangen. Dabei hatte er bereits signalisiert, dass sich der Militäreinsatz in dem Land dem Ende nähere.

Laut syrischer Nachrichtenagentur Sana ordnete Putin an, mit der Rückverlegung der russischen Kräfte in Syrien zu beginnen. Putin fügte demnach hinzu: «Wenn die Terroristen in Syrien noch einmal ihren Kopf erheben, dann werden wir ihnen einen Schlag versetzen, wie sie ihn zuvor noch nicht erlebt haben.»

Nach Ägypten weitergereist

Zusammen mit dem Iran und der Türkei vermittelt Russland seit Anfang 2017 in Gesprächen in der kasachischen Hauptstadt Astana zwischen der syrischen Regierung und der Opposition. Dabei wurden unter anderem vier sogenannte Schutzzonen vereinbart, in denen nicht gekämpft werden soll.

Später traf Putin zu Gesprächen in Ägypten ein und wurde anschliessend auch in der Türkei erwartet. Nach Ägypten reist Putin erstmals seit dem Bombenanschlag auf einen russischen Ferienflieger über der Sinai-Halbinsel im Oktober 2015. 224 Menschen starben bei dem Absturz. Der in Ägypten operierende Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte den Anschlag für sich. Moskau stoppte danach alle Direktflüge in das Urlaubsland am Nil.

Der türkischen Agentur Anadolu zufolge soll es bei dem Treffen mit Erdogan vor allem um den Krieg in Syrien und die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA gehen. Erst vor drei Wochen hatte Putin den türkischen Staatspräsidenten in seiner Residenz in Sotschi empfangen, nachdem er dort auch Assad getroffen hatte. Das Treffen am Montag ist das siebte der beiden in diesem Jahr.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Frank Henchler (Fränki)
    Herr Vogt, der Krieg ist auch nicht gewonnen, weder von RU noch von Assad. Meine Einschätzung dazu ist, daß momentan nur etwas mediale Ruhe eingekehrt ist.
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Zu den Verlierern gehören in erster Linie die USA und der "gute Westen", denn Assad konnte sich halten - ganz anders als "Zielscheiben" wie Gaddafi, Hussein oder Janukowitsch vor ihm. Dereinst werden Kim, Putin und die Iranische Regierung ins Fadenkreuz kommen - und deren Bevölkerung würden dann im Bombenhagel leiden und sterben.
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  • Kommentar von Bruno Vogt (bru.vogt)
    Putin markiert präsenz, wo B Obama ihm noch ein Fiasko prophezeite und wortwörtlich sagte, dieser Krieg könne von Russland nicht gewonnen werden, belehrt ihn Putin nun eines besseren. Das Putin sich auch mit Sissi und Erdogan trifft, steht bezeichnend für die stärker werdene Rolle Russlands in der Region.
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