Bildung für alle Kinder erst 2042

Erst im Jahr 2042 werden nach Schätzungen der Unesco alle Kinder weltweit eine Grundschulbildung erhalten.

Syrische Kinder sitzen auf dem Boden in einem Zelt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: So sieht Schule in Syrien aus: Kinder sitzen auf dem Boden und hören ihrem Lehrer zu. Schulmaterial gibt es keines. Keystone

Bildung für alle bleibt weiterhin ein Traum für die Menschheit. Lediglich in der Hälfte aller Länder erhalten alle Kinder eine Grundschulbildung. Zwar gehen heute rund 50 Millionen mehr Kinder in die Schule als noch 1999, doch schliessen weltweit noch immer 100 Millionen Kinder die Grundschule nicht ab, rund 120 Millionen Kinder und Jugendliche haben keinen Zugang zu Grund- und Sekundarschule.

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«Bildung für alle»

Bildung für alle: Dazu haben sich die Länder im Jahr 2000 selbst verpflichtet. 2015 wollte die UNO das Ziel erreicht haben – mit einem verbindlichen Aktionsprogramm.

Der häufigste Grund für die Bildungsmisere ist Armut. Zudem lebt ein Drittel aller Kinder, die nicht zur Schule gehen, in konfliktreichen Regionen. Häufiger als Jungen sind Mädchen betroffen.

Laut Unesco muss die internationale Gemeinschaft zusätzlich Milliarden US-Dollar pro Jahr aufbringen, um eine Grundbildung für alle Menschen sicherzustellen. Seit 2000 haben zwar viele Regierungen ihre Bildungsausgaben wesentlich erhöht, dennoch bleibt die Finanzierung das grösste Hindernis.

Ziele in weiter Ferne

Eine untere Sekundarschulbildung für alle wird laut Unesco erst 2059 erreicht. Mit einer oberen Sekundarschulbildung für alle Jugendliche, also einer Fach- oder Hochschulreife oder einer Ausbildung, ist nicht vor 2084 zu rechnen.

Die Globale Nachhaltigkeitsagenda der Vereinten Nationen sieht vor, eine hochwertige Bildung für alle Kinder bis 2030 sicherzustellen.