Blatter legt Einspruch ein

Der gesperrte Fifa-Präsident Sepp Blatter wehrt sich weiterhin gegen die von der Ethik-Kommission verhängte achtjährige Sperre. Der Walliser Sportfunktionär liess über seinen Anwalt ausrichten, er werde Einspruch erheben. Damit sind die Akten Blatter und Platini noch lange nicht geschlossen.

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Bildlegende: Blatter will sich nicht sein Lebenswerk zerstören lassen: Er erhebt Einspruch gegen das Urteil der Ethik-Kommission. Reuters

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Auch Platini erhebt Einspruch

Der Uefa-Chef tut es dem ehemaligen Fifa-Präsidenten nach: Auch Michel Platini wehrt sich gegen seine achtjährige Sperre durch die Fifa-Ethikkomission. Sein Anwalt sagte am Wochenende, dass sie die Urteilsbegründung erhalten hätten, sie nun analysieren und am Montag «Berufung vor dem Berufungskomitee einreichen» würden.

Fifa-Präsident Sepp Blatter wird wie angekündigt Einspruch gegen seine Sperre einlegen. «Natürlich werden wir Einspruch einlegen», erklärte sein Anwalt Richard Cullen aus den USA der Nachrichtenagentur AFP.

Zuvor hatte der Chef des Weltverbandes die Begründung für die Sperre erhalten. Bei der zu erwartenden Bestätigung der Sperre steht Blatter noch der Gang zum Internationalen Sportgerichtshof offen.

Blatter war wie Uefa-Präsident Michel Platini am 21. Dezember gesperrt worden. Beide hatte erklärt, gegen die Urteile bis zur letzten Instanz vorgehen zu wollen.

Für Blatter zeichnet sich unterdessen nach dem Einspruch ein Kampf an zwei Fronten ab. Denn mittlerweile soll die Ermittlungskammer der Ethik-Kommission gegen den Walliser wegen mutmasslicher Verletzung seiner Kontrollpflicht gegenüber Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke vorbereiten.