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Legende: Video Warschau gedenkt dem Aufstand gegen die Nazis 1944 abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.08.2019.
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Blutige Niederschlagung 1944 Polen und Deutschland gedenken der Opfer des Aufstands

  • Vor 75 Jahren, am 1. August 1944 begann der Warschauer Aufstand.
  • Die polnische Heimatarmee und ein Teil der Bevölkerung lehnte sich damals gegen die deutsche Besatzungsmacht auf.
  • Doch nach 63 Tagen war das Ganze vorbei – Hitlers Truppen hatten den Aufstand blutig niedergeschlagen.
  • Heute wurde der Opfer gedacht.

Einige sehr alte Männer und Frauen leben noch, die damals dabei waren, fast täglich werden es weniger. Sie wollen die Erinnerung aufrecht erhalten, damit die Jugend nie vergisst. «Ich habe noch einen grossen Wunsch», sagt eine von ihnen. «Bitte erinnert euch an damals. Ich war 14 Jahre alt und nun bin ich 90.» Ein weiterer Mann sagt: «Fünf Jahre lang haben die Nazis gemordet und getötet. Wir mussten uns erheben für ein freies Polen.»

Warschau dem Erdboden gleichgemacht

Es war ein Kampf, der nicht zu gewinnen war. Am ersten August 1944 erhob sich der polnische Widerstand, die sogenannte Heimatarmee, gegen die Nazibesatzer. 40'000 Männer, Frauen und Kinder griffen zu den Waffen. Bis Anfang Oktober hielten sie durch, dann hatten Wehrmacht und SS den Warschauer Aufstand niedergeschlagen.

Der Warschauer Aufstand

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  • Am 1. August 1944 hatte sich die Armia Krajowa – die Polnische Heimatarmee – gegen die Besatzungsmacht der Nazis erhoben.
  • Nach 63 Tagen war der Warschauer Aufstand blutig niedergeschlagen.
  • Etwa 200'000 polnische Soldaten und Zivilisten wurden während der Kämpfe getötet, etwa eine halbe Million anschliessend deportiert.
  • Als Rache wurde die polnische Hauptstadt von den Nazis fast komplett dem Erdboden gleichgemacht.

Die Nazis ordneten an, Warschau dem Erdboden gleichzumachen. Etwa 200'000 Polen – Kämpfer und Zivilisten – hatten den Kampf um Freiheit mit dem Leben bezahlt.

Heute sind sie Freunde: Deutschland und Polen. Am Mahnmal für den Aufstand gedenken sie gemeinsam der dunklen Ereignisse vor 75 Jahren.

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas und sein Amtskollege Jacek Czaputowicz.
Legende: Heute Seite an Seite: Der deutsche Aussenminister Heiko Maas (r.) und sein Amtskollege Jacek Czaputowicz. Reuters
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19 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Passt toll zusammen: Habe gerade mitbekommen, dass Russland seit dem 28. Juli in der Ostsee "Überraschmanöver" mit 69 Kriegsschiffen abhält. Sehr rücksichtsvoll. Das Säbelrasseln geht munter weiter, ohne Rücksicht auf Verluste. Arme Polen.
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    1. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      War halt eine Antwort von RU auf die Manöver der NATO vor russischer Haustüre. Und die Polen waren halt im 2. WK enge Verbündete der Nazis. Ebenso die Finnen & Ukrainer. Meine aber, dass diese Schuldzuweisungen aufhören sollten. Sie schaden ganz Europa & lachende Dritte sind dann die USA (Waffenverkäufe durch Aufrüstung der NATO-Partner) & die Chinesen mit ihrer Seidenstrasse. Ein gespaltetes Europa kommt diesen Grossmächten sehr entgegen.
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    2. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      @eva Polen war Opfer Hitlers und sicher nicht Verbündeter!
      Die Ukrainer hofften nach Stalins Völkermord auf Befreiung und wurden enttäuscht und ein weiteres Mal Opfer
      Es ist ekelhaft wie hier Geschichte gefälscht wird
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Trauriger Gedenktag! Dennoch sind 200'O00 KämpferInnen nicht umsonst gestorben. Dank ihrem Mut und Entschlossenheit wurde die Schlagkraft des dritten Reiches vermutlich geschwächt und könnte massgeblich zum Untergang Hitlers beigetragen haben. Gelernt hat die Menschheit jedoch nichts: Der globale Krieg ist allgegenwärtig. Wirtschaftlich, politisch, konfessionistisch, ideologisch und auch militärisch. Eines Tages wird uns wohl die Natur stoppen!
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  • Kommentar von Stanic Drago  (Putinversteher)
    Diese neue Polen macht sich lächerlich. Sie feiert mit Besatzer Kriegsbegin 01.09.1939. und ladet Befreier nicht mal ein. Ich hoffe, dass nie wieder Russland 450 000 Soldaten opfert und Polen wieder von irgendjemandem zu befreien.
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Haben sie auch schon was vom Hitler-Stalin-Pakt gehört?
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    2. Antwort von Alex Kramer  (Kaspar)
      @Planta: Haben Sie schon mal was von der Oder-Neisse Linie gehört?
      Nach dem 1. WK die 2. Grosse Grenzverschiebung zu Lasten von Deutschland und Polen, zu Gunsten des (besetzten) Baltikums, Ostpreussen zu Polen, Lemberg zur Ukraine, etc.?
      Alles von 3(!) Männern unter sich ausgeschachert: Churchill, Roosevelt (später Truman) und Stalin.
      Die Nachkriegsordnung wurde ab 1941 diskutiert. Die damit einhergehenden Flüchtlingstreks schob man dann bequem den Sowjets in die Schuhe. Alles falsches Spiel.
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    3. Antwort von martin blättler  (bruggegumper)
      Sie haben eine komische Ansicht,was ein Befreier ist.
      Die Sowjets haben die KZs jahrelang als Folterlager
      für politisch Missliebige weiterbetrieben und der Ueberfall
      auf Polen war mit Stalin abgesprochen.Desgleichen in den
      baltischen Staaten,weswegen dort Russische "Heldendenkmäler"
      derart verhasst sind.Der grosse Fehler war,dass man Gen.Patton
      eingebremst hat,Polen einzunehmen.
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    4. Antwort von Alex Kramer  (Kaspar)
      @Planta: Haben Sie auch schon vom Beistandspakt gehört, nach Hitlers Überfall auf die Tschechoslowakei Polens Versicherung gegen Hitler (und Stalin)?
      wird auch "Britisch-französische Garantieerklärung" genannt, wie so ein "Produkt" einer beliebigen zahlungsunfähigen Versicherung.
      Ich finde es schlimm, dass die Politik(er) noch immer ein so hohes Ansehen geniesst/en, denn zahlen muss stets der Bürger dafür.
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    5. Antwort von Marcel Chauvet  (xyzz)
      Besonders niederträchtig verhielt sich in dieser Lage Sowjetunion.. Die auf der anderen Seite der Weichsel stehende Rote Armee griff nicht in die Kämpfe ein, obwohl sie dazu in der Lage gewesen wäre. Außerdem kämpfte damals als Staat die Sowjetunion, darunter eine Reihe jetzt selbständiger Staaten wie die Ukraine, die Russen hier als alleinige Gegner Deutschlands zu bezeichnen, ist anmaßend und zeugt von der Großmannssucht Putins.
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    6. Antwort von Marcel Chauvet  (xyzz)
      Weder Nachkriegsdeutschland, noch Nachkriegspolen haben jemals den Kriegsbeginn des Zweiten Weltkriegs "gefeiert". So was zu behaupten ist Schwachfug. Und nach der "Befreiung haben die Polen denkbar schlechte Erfahrungen mit ihren nunmehr neuen Besatzern, der Sowjetunion gemacht. Alle von der UdSSR "befreiten"Länder ließen man ihre Knute spüren und diese Angst, jetzt vor Russland, sitzt ihnen noch heute in den Knochen.
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    7. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      wer hat den Osten Polen samt den baltischen Staaten annektiert im Rahmen des Hitler-Stalin-Pakts? Wer hat die Polen und Balten zu Zehntausden liquidieren lassen? Wer hat den Aufständischen in Warschau nicht gehalten? Warum haben die Sowjets ausserhalb Warschaus gewartet, bis die NAzis aufgeräumt hatten?
      Warum hat Stalin den Osten Polens nicht mehr rausgerückt?
      Wer hat das Land bis 1989 unter seiner Knute behalten und für 50 Jahre die totalitäre Diktatur weiter geführt?
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    8. Antwort von Alex Kramer  (Kaspar)
      @Fretz: Churchill selbst gibt Auskunft darüber. An den Konferenzen von Teheran, Jalta und später noch in Potsdam wurde Europa zweigeteilt und auf einem Fresszettel die Interessenspären abgezeichnet; bilateral zwischen Churchill und Stalin wurde am Ende noch über Rumänien und Bulgarien entschieden. Es gibt im Netz dasselbe Bild zu finden darüber, wie es auch in der Druckausgabe von Orell Füssli veröffentlicht worden ist.
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    9. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Putinversteher. Es ist langsam mühsam wie sie unreflektiert den Kreml unterstützen. Im geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Paktes erklärte die Sowjetunion Ostpolen, Finnland, Estland und Lettland zur sowjetischen Interessensphäre, Westpolen und Litauen zur deutschen. Was meinen sie dass diese Länder sowas heute vergessen haben?
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    10. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      @kramer und weil Churchill ja sagte sind die Sowjet-Verbrechen legitim?
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