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Was Satire über Politik für die Meinungsbildung bedeutet
Aus 10 vor 10 vom 07.12.2017.
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Böhmermann und Co. Die GroKo ist ein gefundenes Fressen für Satiriker

Seit Monaten widmen sich diverse Satiremagazine der sogenannten GroKo. Doch was bedeutet Satire über Politik für die Meinungsbildung?

Während sich Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz (SPD) näherkommen, kommen sie gleichzeitig gehörig unter die Räder: Deutschlands TV-Satiriker von Böhmermann bis zur Heute-Show haben die Grosse Koalition, GroKo genannt, längst zur Lachnummer der Nation etikettiert.

Kleinen-von Königslöw

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Seit August 2016 forscht und lehrt Prof. Dr. Katharina Kleinen-von Königslöw an der Fakultät für Wirtschaft- und Sozialwissenschaften. Ein wichtiger Schwerpunkt der Professur liegt auf der Erforschung von digitalisierter Kommunikation.

Und das kommt gut an. Die Satire-Shows haben ihren festen Platz in den Herzen der Zuschauer. Die Heute-Show, Extra3 oder Neo Magazin Royale – sie alle parodieren, kommentieren und analysieren die deutsche Bundespolitik. Katharina Kleinen-von Königslöw erforscht die Wirkung dieser Art politischer Kommunikation.

«Sichtbarkeit ist immer gut»

«Politische Satire hilft den Menschen in dieser ziemlich unübersichtlichen und oftmals überfordernden Politiklage einen Zugang dazu zu finden», erklärt Kleinen-von Königslöw. Die Bevölkerung könne darüber lachen und dann wieder darüber nachdenken, so die Expertin.

Politiker werden dabei der Lächerlichkeit preisgegeben. Schadet ihnen das? «Nein», sagt Kleinen-von Königslöw. «In der Regel bedeutet politische Satire für politische Akteure Sichtbarkeit und die – das wissen wir aus der politischen Kommunikationsforschung – ist letztendlich immer gut.» Selbst dann, wenn man Objekt von Satire geworden ist.

Politische Satire bedeutet Sichtbarkeit und die ist letztendlich immer gut.
Autor: Kleinen-von Königslöw Medienwissenschaftlerin

«Politiker lassen sich nicht behindern»

Die Koalition rückt definitiv näher – trotz Verballhornung und mangelndem Vertrauen in der Bevölkerung. «Die Probleme haben vor allem mit der vergangenen Legislaturperiode und mit dem Wahlkampf zu tun und nicht damit, dass man sich in letzter Zeit auch recht viel darüber lustig gemacht hat», ist Kleinen-von Königslöw überzeugt.

Natürlich würden solche Berichte das Vertrauen der Bevölkerung in die GroKo nicht fördern. «Aber ich glaube nicht, dass die politischen Akteure sich davon bei der Regierungsbildung behindern lassen.»

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