Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Brexit-Auswirkungen Fischereistreit um Jersey flammt wieder auf

  • Der Streit um Fischereirechte zwischen Frankreich und Grossbritannien ist wieder aufgeflammt.
  • Die britische Kanalinsel Jersey und die Regierung in London verweigerten Dutzenden französischen Fischerbooten Lizenzen, um in ihren Gewässern zu fischen.
Audio
Aus dem Archiv: Frankreichs Hassliebe zu Grossbritannien
06:24 min, aus Echo der Zeit vom 08.05.2021.
abspielen. Laufzeit 06:24 Minuten.

Die französische Maritim-Ministerin Annick Girardin kritisierte am Mittwoch, Grossbritannien halte sich nicht an die Brexit-Handelsabsprachen und betreibe mit Fischereirechten Politik. Die Regierung in Paris drohte mit Vergeltungsmassnahmen.

«Erneute Weigerung der Briten»

«Es ist eine erneute Weigerung der Briten, die Bedingungen des Brexit-Abkommens trotz unserer gemeinsamen Arbeit umzusetzen», sagte Girardin. «Die französische Fischerei sollte nicht aus politischen Gründen von Grossbritannien in Geiselhaft genommen werden.»

Jersey verlangt, dass alle nicht lizenzierten Boote innerhalb von 30 Tagen aufhören müssen, in den Gewässern von Jersey zu fischen. Fischerboote mit einer wirtschaftlichen Abhängigkeit von den Jersey-Gewässern erhielten weiterhin eine Lizenz, sagte der Umweltminister der Kanalinsel, John Young.

Nicht das erste Mal

Im Frühjahr war der Fischereistreit zwischen beiden Ländern eskaliert: beide entsandten Patrouillenboote vor die Küste Jerseys. Frankreich beschwert sich, dass Fischerei-Lizenzen der britischen Insel den Zugang zu den dortigen Gewässern zu sehr einschränken.

SRF 4 News, 29.9.2021, 19:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Über die Fischerei-Rechte im Ärmelkanal soll GBe selber entscheiden. Frankreich reagierte erbost darauf, dass nicht alle beantragten Lizenzen genehmigt wurden.Britischen Fischer aber fühlen sich durch dieses System sei langem benachteiligt. Trawler aus Frankreich, Belgien, Holland, Deutschland,Dänemark und Spanien holten mehr Fische aus den britischen Gewässern als die Briten selbst, sagen sie. GB soll doch ihre Fischgründe für sich behalten, mit weniger Fischfang erholen sich die Fischbestände
  • Kommentar von Maciek Luczynski  (Steine)
    Das von der EU ausgehandelte Post-Brexit-Abkommen sieht vor, dass europäische Fischer weiterhin in bestimmte britische Gewässer fahren können, wenn sie nachweisen können, dass sie schon zuvor dort gefischt haben. Dann bekommen sie eine Lizenz
    95 haben nun die Lizenz bekommen, 75 nicht (mehr)
    Das heisst sie konnten nicht ausreichend belegen, dass sie da schon vor dem Brexit gefischt haben.
    Darum dreht sich der ganze Streit und das im Schatten der Präsidentschafts-Wahl in Frankreich.
  • Kommentar von Marlis Bremgartner  (Brem)
    Da sieht man das die Meere um Frankreich ausgefischt sind. Müssen jetzt anderswo die Fischeregionen kaputt machen. Wenn keine Lizenzen mehr gibt, müssen’s halt aufhören.zu Fischen.
    1. Antwort von Tom Lips  (Töml)
      Aber Sie wissen schon, das Jersey 25 km vom französischen Festland und damit aus geografischer Sicht in französischen Gewässern liegt. Die Distanz zum UK beträgt 150 km.
    2. Antwort von Marlis Bremgartner  (Brem)
      Lieber Tom
      Auch wenn Jersey 25km von Frankreich entfernt ist, heisst lange nicht das es zu Frankreich gehört. Es gehört zur königlichem Reich. Es war mal in der EU. Als der Brexit kam, gab es ein anderes Fischreglement. Guernsey hat das Problem nicht, weil es nie in der EU war. Die würden kurzen Prozess machen mit den Franzosen, wenn Sie in Ihre Gewässer kommen. Das ist dann viel Grösser.