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International Brics-Gipfel: Indien und Russland unterschreiben Milliarden-Deal

Am ersten Tag des Treffens im indischen Urlaubsparadies Goa hat Gastgeber Indien mehrere Milliardendeals mit Russland unterzeichnet – und diplomatisch gegen seinen Nachbarn Pakistan ausgeteilt.

Legende: Video Brics-Gipfel startet in Goa abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.10.2016.

Indien und Russland haben am Rande des Brics-Gipfels im indischen Goa Rüstungsverträge im Wert von mehreren Milliarden Euro unterschrieben. Kernstück ist die Lieferung von russischen Raketensystemen. Zudem will Indien 200 Kampfhelikopter sowie vier Fregatten kaufen, die jeweils in Indien produziert werden sollen.

Indien und Russland vereinbarten in Goa aber auch milliardenschwere Wirtschaftsdeals, vor allem im Energiebereich. Grösste Transaktion war die Übernahme des indischen Öl-Konzerns Essar Oil samt einem Hafen. Um hier die Kontrolle zu bekommen, zahlt der russische Konzern Rosneft zusammen mit Partnern 12,9 Milliarden Dollar.

Indien teilt in Richtung Pakistan aus

Das zweitägige Treffen der Regierungschefs dauert noch bis Sonntag. Neben den Regierungschefs der Brics-Länder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika sind noch acht weitere Staatschefs aus der Region geladen. Einzig Indiens Nachbarland Pakistan steht nicht auf der Gästeliste.

Das hat diplomatische Gründe. Die Spannungen zwischen Indien und Pakistan haben sich in den vergangenen Monaten deutlich verschärft und Indien versucht, den Dauerrivalen politisch zu isolieren. Auch bei der Verkündung der Deals mit Russland teilte die indische Regierung einen Seitenhieb in Richtung Pakistan aus.

Angriffe auf Terroristen in Pakistan?

«Wir wissen Russlands Verständnis und Unterstützung für unsere Aktionen im Kampf gegen grenzübergreifenden Terrorismus, der unsere gesamte Region bedroht, sehr zu schätzen», erklärte das indische Aussenministerium.

Indien spielte damit auf eine Kommandoaktion der vorvergangenen Woche an, in der es nach eigenen Angaben mehrere terroristische Zellen auf dem Gebiet Pakistans mit «chirurgischen Schlägen» angegriffen und ausgeschaltet haben will. Pakistan behauptet jedoch, dass keine Operationen Indiens auf seinem Gebiet stattgefunden hätten.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Und unsere Maschinenbauer und Decolletage - Zulieferanten schauen durch die Finger - weil wir ja wegen dem EU -Knatsch keine Aufträge von den Russen bekommen. Unsere Regierung hat den Schwanz eingezogen und hüllt sich in gehorsames USA-Schweigen . Ihr werdet noch wach gerüttelt - so wie die gesamte Merkel EU !
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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch (a2b3c4d5)
    Die politisch-wirtschaftliche Macht des ERDÖLS ist offenbar ungebrochen !
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Es ist ja nur logisch, dass Russland, nachdem es von Europa - im Schlepptau der USA - mit Sanktionen belegt worden ist, sich nach anderen Partnern umsieht, denn es ist das Ziel der USA, Deutschland und Russland niemals friedlich zusammenarbeiten zu lassen. Das wurde mehrmals und inständig kommuniziert. Kürzlich hat Präsident Obama über den für Cybersecurity zuständige Senator Cory Gardner verkündet, er verlange von der EU weitere Sanktionen gegen Russland.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Und da kommt es Putin wohl gerade recht, ausgerechnet gigantische Waffenlieferungen an IND und damit in ein latent-akutes Spannungsgebiet zu liefern, wo die verfeindeten Länder über Atomwaffen verfügen. Mit dem Krieg gegen die UKR und die tödliche Bombardierung SYR und jetzt mit Waffenlieferungen in Spannungsgebiet, isoliert sich Putin selbst. Mit Putin wollen, von Mordbuben und solchen, die selbst Dreck am Stecken haben, die wenigstens noch was zu tun haben.. Er ist ein verkommener Zyniker.
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