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International Brüchiger Staudamm: Hunderttausende von Flutwelle bedroht

In der irakischen Millionenstadt Mossul geht die Angst vor einer Flutwelle um. Die USA warnen, dass der gleichnamige Staudamm bersten könnte. Die Folgen wären verheerend.

Beunruhigende Nachrichten von der US-amerikanischen UNO-Botschafterin Samantha Power: Sie warnt vor einem möglichen Bruch des Mossul-Staudamms im Nordirak. Die Folge wäre eine «Katastrophe von ungeheurem Ausmass».

Bis zu 1,5 Millionen Menschen seien einem ernsthaften Risiko ausgesetzt, so Power. Eine bis zu 14 Meter hohe Flutwelle könnte alles mitreissen, was ihr im Tal unter dem Damm in den Weg kommt. Das sind auch Relikte aus dem Krieg: Blindgänger und anderes gefährliches Material.

Lebensgrundlage für Hunderttausende

Am Tigris unterhalb des Damms leben hunderttausende Iraker. Und die Millionenstadt Mossul liegt nur 40 Kilometer südlich – ebenfalls am Ufer des Flusses.

Der Mossul-Damm ist die grösste Talsperre des Iraks. Er ist strategisch bedeutsam, weil er für die Trinkwasserversorgung und Stromversorgung Hunderttausender sorgt.

IS-Kämpfer hatten den Damm im August 2014 unter ihre Kontrolle gebracht, zwei Wochen später aber wieder an Peschmerga-Kämpfer verloren.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die Eroberung/die Vernichtung wichtiger Infrastruktur war schon lange eine erfolgreiche Kriegsstrategie gegen mächtige Gegner. Wasser- oder Nahrungsmittelvorräte sind wunde Punkte. Die Infrastruktur des Iraks ist seit dem US-Überfall in einem schlechten Zustand. Die Gründe sind vielfältig. Einer ist die Entmachtung/Entlassung von ehemaligen Behördenmitarbeitern. Soziale Strukturen im Irak wurden bewusst/unbewusst zerstört. So erhält man schwache Abhängige und kann leicht Konflikte einfädeln.
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Ich finde Verantwortungslos von US Regierung so ein wichtige Objekt zugelassen haben in so ein Zustand zerfallen zu werden. Miliarde waren da um diese Land in Steinzeit zu zerbomben, aber für Wiederaufbau findet mann kein Geld. Dann brauchen wir uns nicht wundern, dass Ansehen USA in Welt sinkt. Sogar in Vasalen Staaten wie Europa.
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  • Kommentar von Sascha Freitag (SF)
    Gut, wenn man das auch noch schön heraus posaunt. Dann weiss der IS, wo er angreifen muss.
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