- Der vor Timmendorfer Strand freigekommene Buckelwal ist erneut gestrandet.
- Der Meeressäuger liegt nun auf einer Sandbank in der Wismarbucht, wie eine Greenpeace-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur dpa bestätigte.
- Zuvor hatten Einsatzkräfte und Umweltschützer nach dem am Freitag befreiten Wal gesucht.
Ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums bestätigte, dass der Wal in der Wismarbucht in der Nähe der Insel Walfisch erneut gesichtet wurde. Neben der Wasserschutzpolizei aus Wismar und Rostock sind demnach Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums, des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sowie der Naturschutzorganisation Greenpeace auf dem Wasser und an Land im Vorschau in neuem Tab öffnenEinsatz.
Die Wasserschutzpolizei hatte seit dem frühen Morgen die Küste abgefahren und nach dem Wal gesucht. Auch ein weiteres Polizeiboot sowie Greenpeace waren mit zwei Booten an der Suche beteiligt, sagte eine Sprecherin der dpa. Drohnen wurden laut dem Sprecher der Wasserschutzpolizei bei der Suche aktuell nicht eingesetzt.
Wal-Drama an der Ostsee
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Bild 1 von 8. Das erschöpfte Tier schwimmt in der Lübecker Bucht, nah an den Küsten der Ostsee. Bildquelle: Keystone/Marcus Brandt.
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Bild 2 von 8. Der Wal schwimmt nun wieder in der Ostsee und wird von Küstenwachschiffen und Polizeibooten begleitet. Bildquelle: Keystone/Marcus Brandt.
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Bild 3 von 8. Wal in Sicht! Am Donnerstagmorgen schwimmt das Tier in der Lübecker Bucht. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Marcus Brandt.
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Bild 4 von 8. Am Montag war der Buckelwal in der Lübecker Bucht aufgefunden worden. Nun scheint der Meeressäuger sich befreit zu haben. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
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Bild 5 von 8. Gemäss dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann befindet sich der Meeressäuger in keinem guten Zustand. Die Haut sehe schlecht aus und er habe lange nichts mehr gegessen, sagte er der «Bild»-Zeitung. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
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Bild 6 von 8. Mit einem Bagger hoben Retter am Donnerstag eine Rinne für den Wal aus. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
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Bild 7 von 8. Voller Einsatz für den gestrandeten Buckelwal – auch in der Nacht. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Ulrich Perrey.
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Bild 8 von 8. Das Medieninteresse am gestrandeten Tier war gross. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Marcus Brandt.
Ziel der Einsatzkräfte war, den Wal zu finden und ihn weiter in tiefere Gewässer der Ostsee zu drängen. Wal-Sichtungen konnten Menschen auf der Homepage des Meeresmuseums und per Telefon über eine spezielle Nummer melden.
Seit Montag im Fokus der Helfer und Tierschützer
Nun wollen die Helfer über die nächsten Schritte entscheiden, das Tier liegt nun auf einer Sandbank in der Wismarer Bucht.
Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger war am Montagmorgen auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich das Tier in der Nacht zum Freitag selbst von der Sandbank durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne befreit.
Buckelwale in der Ostsee nicht heimisch
Nach der überraschenden Rettung des Wals vor Timmendorfer Strand machen sich Experten weiter Sorgen um den Meeressäuger. Das Tier schwamm am Freitagnachmittag aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg, allerdings in Küstennähe und war zeitweise auch wieder in flacheres Wasser gekommen.
Warum der Wal vor Timmendorfer Strand aufgetaucht war, ist bislang unklar. Grosswale wie Buckelwale sind in der Ostsee nicht heimisch. Sie können nach Expertenangaben auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen folgen und in der Ostsee landen. Auch Unterwasserlärm könne eine Rolle spielen.