- Bei schweren Unwettern im Südosten Brasiliens sind in den letzten Tagen 54 Menschen ums Leben gekommen.
- Heftige Regenfälle haben Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst – mehrere Städte sind davon betroffen – hauptsächlich im Bundesstaat Minas Gerais.
- Die hügelige Topografie der Region begünstigt bei Starkregen Erdrutsche und Überschwemmungen.
In der Grossstadt Juiz de Fora wurden nach Angaben der Stadtverwaltung 48 Tote und 13 Vermisste registriert. In der rund 100 Kilometer entfernten Stadt Ubá kamen sechs weitere Menschen ums Leben, zwei gelten dort als vermisst.
Die Überschwemmungen rissen Häuser mit sich und überfluteten Strassen. Mehr als 3500 Bewohner wurden obdachlos. Die Bergungsarbeiten mussten in der Nacht zu Donnerstag zeitweise wegen anhaltender Regenfälle und der Gefahr neuer Erdrutsche unterbrochen werden.
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Bild 1 von 2. In der Region um Juiz de Fora arbeiten die Menschen seit Tagen an den Aufräumarbeiten. Bildquelle: EPA/Andre Coelho.
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Bild 2 von 2. Die meisten Todesopfer sind auf Erdrutsche und eingestürzte Gebäude zurückzuführen. Bildquelle: EPA/Andre Coelho .
Die Stadt Juiz da Fora hatte bereits den Katastrophenfall ausgerufen, den Unterricht an städtischen Schulen ausgesetzt und mehrere Einrichtungen in Notunterkünfte umgewandelt. Bürgermeisterin Margarida Salomão sprach von dem regenreichsten Februar seit Beginn der Messungen und bezeichnete die Lage als kritisch. Weitere Niederschläge werden mindestens bis Freitag erwartet.