Zum Inhalt springen

1,1 Milliarden für Jemen Burkhalter: «Wir sind bereit, Friedensgespräche zu organisieren»

Legende: Video Burkhalter: «Wir hatten kein Geld, um zu helfen» abspielen. Laufzeit 00:54 Minuten.
Aus News-Clip vom 25.04.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Um die Lage im Bürgerkriegsland Jemen zu verbessern, stocken zahlreiche Länder ihre bisher zugesagten Jemen-Hilfe auf.
  • Insgesamt sind bei der UN-Geberkonferenz 1,1 Milliarden Franken zusammengekommen.
  • Der Betrag reicht aber immer noch nicht: Die Vereinten Nationen schätzen den Bedarf für dieses Jahr auf 2,1 Milliarden Franken.
Legende: Video Burkhalter: «Die Lage ist katastrophal» abspielen. Laufzeit 00:37 Minuten.
Aus News-Clip vom 25.04.2017.

Um dem krisengebeutelten Jemen zu helfen, will die UNO bei der Geberkonferenz in Genf ein neues Hilfspaket schnüren. Die Schweiz, die den Anlass organisiert, will auf diplomatischer Ebene helfen: «Es braucht humanitäre Hilfe und eine politische Lösung, sonst gibt es keinen Frieden», sagt Aussenminister Didier Burkhalter. Deshalb sei die Schweiz auch bereit, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln und Friedensgespräche hier durchzuführen.

Gemäss der Vereinten Nationen benötigt der Jemen allein in diesem Jahr 2,1 Millarden Franken an Hilfsgelder. An der heutigen Konferenz sichern zahlreiche Länder zusätzliche Gelder zu:

  • Die Schweiz erhöht ihre Mittel für das laufende Jahr um 50 Prozent auf 14 Millionen Franken.
  • Deutschland spricht insgesamt rund 114 Millionen Franken.
  • Die USA kündigen einen Gesamtbeitrag von 526 Millionen Franken an.
  • Die EU stellt knapp 126 Millionen Franken extra zur Verfügung.

Gemäss dem Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sieht die Schweizer Kooperationsstrategie für den Jemen insgesamt 41 Millionen Franken für die Jahre 2017 bis 2020 vor. «Wir können die Lage von Millionen Menschen verbessern, darunter von vielen Kindern», sagte Aussenminister Didier Burkhalter in seiner Eröffnungsrede. Die Geberkonferenz wird von Burkhalter zusammen mit UNO-Generalsekretär Antonio Guterres und Schweden organisiert.

Mit den Schweizer Summen werden demnach vor allem Projekte des Welternährungsprogramms WFP, des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz IKRK und des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge UNHCR in den Bereichen Wasser, Ernährung und Bevölkerungsschutz finanziert.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    Jemen ist kein Konflikt der vermittelt werden kann. Jemen ist die Nahtstelle zwischen Ost und West genauso wie Syrien auch und unserer BR bildet sich ein, er könne die strategischen Interessen der USA mit Kommunikation lösen ? Diese Haltung zeigt einmal mehr, dass Burkhalter von der Realität keine Ahnung hat. Das ist tragisch. Diese Haltung eines BR kann die Schweiz und Ihre Neutralität gefährden ! Wir gehören nicht zur NATO !
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dölf Meier (Meier Dölf)
    Herr Burkhalter, in der Schweiz gilt das Verursacherprinzip, weshalb gilt das nicht für Jemen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Wie werden niemals alle Armut bekämpfen können, wenn gleichzeitig Onkel Sam und Saudi-Arabien Bomben herumschmeissen. Die jemenitischen Bauern können schon lange nicht mehr auf ihre Felder - Warum verurteilt die Weltgemeinschaft diesen ungleichen Krieg nicht??? Traut sie sich nicht???
    Ablehnen den Kommentar ablehnen