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Premier Cameron bei einer Rede
Legende: Fordert jetzt Informationsaustausch von britischen Steueroasen: Premier Cameron. Reuters/Archiv
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International Cameron nimmt Steueroasen in die Zange

Jetzt gilt's ernst: Per Brief ruft der britische Premier David Cameron die Kapitalparadiese auf, beim Kampf gegen Steuerhinterziehung mitzuwirken. Damit wendet sich der Staatschef bereits zum zweiten Mal an die Überseegebiete und Kronbesitzungen.

Der Regierungschef forderte die führenden Politiker der zehn Überseegebiete und Kronbesitzungen auf, den Austausch von Steuerdaten zu unterstützen. Zu den Adressaten gehören unter anderem die Kanalinseln Jersey und Guernsey sowie Gibraltar und die Bermudas.

Er habe den Kampf gegen Steuerhinterziehung zu einem zentralen Thema des G-8-Gipfels Mitte Juni in Nordirland gemacht, schrieb Cameron. Nun sei es an der Zeit, «in unserem eigenen Haus Ordnung zu schaffen».

Der Premier wandte sich insbesondere gegen gängige Modelle, mit denen die wahren Besitzverhältnisse von Firmen verschleiert werden. Die Regierung müsse wissen, «wer wirklich welches Unternehmen besitzt und kontrolliert», schrieb Cameron.

Bereits Anfang Mai kündigte Finanzminister George Osborne, britische Überseegebiete müssten künftig automatisch Details zu Inhabern von Bankkonten bereitstellen.

Anfang April hatten die sogenannten Offshore-Leaks für Aufsehen gesorgt. Der riesige Datensatz hatte 130'000 mutmassliche Steuersünder aus mehr als 170 Ländern enttarnt. Sie sollen geheime Geschäfte mit Offshore-Firmen in einschlägigen Steueroasen gemacht haben.

Genannt wurden dabei auch die Britischen Jungferninseln und die Cayman-Inseln, die zu den Adressaten von Camerons Brief zählen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Vreni Müller , Chur
    Das glauben sie ja selber nicht! Niemals werden sie die Steueroasen schliessen. Sie verdienen zu viel Geld damit!
  • Kommentar von Walter Kathriner , Sarnen
    die Schweiz muss zuerst rechtlich geregelt sein, nachher kann erst gegen die Meeres Steuerinseln vorgegangen werden, weil dort auch die Schweizerbanken zuvorderst präsent sind, nur so können die krim. dort verhaftet werden. Nicht weiter sagen sonst flüchten alle noch vorher in die Schweiz.
    1. Antwort von Harald Girschweiler , 9500 Wil SG
      @Walter Kathriner: Nicht unbedingt. Was machen wir wenn die Crown Dependencies hart bleiben und dann CS, UBS etc. die Hauptsitze nach diesen Orten verlagern. Briefkasten reicht!
  • Kommentar von Paul Beaumont , Pfäffikon
    ...und was ist mit den Karibik Inseln die den USA vorgelagert sind???? gefällt wahrscheinlich den Amerikanern nicht!!!!! Man könnte dort ineressante Dinge erfahren.