Zum Inhalt springen

Header

Graffiti an einer Wand. Es steht «London Calling».
Legende: Ein Graffiti am Eingang des Flüchtlingscamps in Calais. Von hier wollen Tausende Migranten nach Grossbritannien. Keystone
Inhalt

International Cameron warnt: «Brexit» wird Flüchtlinge ins Land bringen

Bei den Briten wächst die Skepsis gegenüber der EU. Sollte sich das Volk tatsächlich für einen «Brexit» entscheiden, so prophezeit Premier David Cameron steigende Flüchtlingszahlen – denn mit dem EU-Austritt wären auch bestehende Grenzabkommen Vergangenheit.

Bei einem Austritt Grossbritanniens aus der EU könnten nach Ansicht von Premierminister David Cameron Tausende Flüchtlinge über Frankreich ungebremst ins Land strömen. Denn: Sollten die Briten bei dem anstehenden Referendum für ein Ende der EU-Mitgliedschaft stimmen, sei das Grenzabkommen mit Frankreich in Gefahr, erklärt ein Sprecher Camerons.

Das Abkommen erlaubt es britischen Grenzbeamten, bereits auf der anderen Seite des Ärmelkanals die dort auf ihre Ausreise wartenden Flüchtlinge zu kontrollieren. Cameron selbst sagte, in Frankreich gebe es viele Oppositionspolitiker, die die Vereinbarung kündigen wollten. Dann wären die Tore für Tausende Flüchtlinge, die derzeit in provisorischen Lagern in Calais ausharrten, offen.

EU macht Zugeständnisse

Gegner der EU-Mitgliedschaft Grossbritanniens warfen Cameron eine Angstkampagne vor. Jüngsten Meinungsumfragen zufolge wächst die Zahl der EU-Gegner. Ein Termin für das Referendum steht noch nicht fest, doch könnte es bereits im Juni stattfinden.

Cameron setzt sich für den Verbleib seines Landes in einer reformierten EU ein. Er unterstützt die Vorschläge von EU-Ratspräsident Donald Tusk. Diese sehen unter anderem eine «Notbremse» vor, mit der Grossbritannien Sozialleistungen für neu zuziehende EU-Bürger für vier Jahre aussetzen kann.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Die Masche, in der eine eigentlich unabhängige Schlüsselthematik mit der Abstimmungsfrage verbunden wird, um die Abstimmung zu gewinnen, kennen wir ja von der CH-Politik (Bilateralen II mit I verbunden). Ich schätze, bei den Briten funktioniert diese Art Erpressung nicht...
  • Kommentar von Peach Meier  (Peach Meier)
    Sind wir heute eigentlich alle so lasch und blöd, dass wenn wir sagen, dass wir keine Flüchtlinge/Migranten mehr dulden, wir das nicht auch durchsetzen können? Wohl das Resultat von 40 Jahren antiautoritärer Erziehung? Hat nie funktioniert, wird nie funktionieren. Als Beispiel einfach die Gross- und Kleinmächte. Wenn es nicht passt, wird gehauen.
  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Oha lätz! jetzt hat Cameron ein "Angstszenario" gefunden mit dem er ganz Grossbritannien zum Verbleib in der EU bringen könnte. Das wirkt wie der Name "Teufel" in den Kirchen. Ich glaube aber, die Briten wissen was sie wollen und lassen sich nicht verleiten. Da ich Grossbritannien als Land und auch die Engländer mit ihrer Ehrlichkeit, Liebenswürdigkeit und ihrem Humor sehr gern habe, wünschte ich mir nach dem Austritt Englands einen Zusammenschluss der Schweiz mit Grossbritannien.