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International China will Smog-Glocke endlich loswerden

Wegen der schlimmen Luftverschmutzung in vielen chinesischen Metropolen hat Chinas Regierung neue Ziele zur Verringerung von Schadstoffen vorgelegt. Erstmals seit dem wochenlangen Smog in Chinas Hauptstadt können die 20 Millionen Einwohner aber wieder aufatmen.

Autobahn, Stau, darüber eine dicke Nebeldecke.
Legende: Viele Menschen – viele Autos – viel Dreck. Vor allem das rasche Bevölkerungswachstum sorgt in China für dicke Luft. keystone

Über Nacht hatte starker Wind die hohe Schadstoffbelastung weggeblasen, so dass die Luftwerte überraschend «gut» waren. Die Umweltbehörden hatten noch am Mittwoch erneut Smog-Alarm gegeben und Fahrten von Dienstwagen beschränkt.

Wie Peking liegen mehrere Grossstädte in China seit Wochen unter einer Smog-Glocke. Ärzte berichten von einer steigenden Zahl von Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen. Die Regierung räumt ein, dass das rasante Wachstum in China die Ursache des Smogs ist.

Neue Messungen gefordert

Der Kampf gegen die Luftverschmutzung soll verschärft werden. Als eine der ersten Massnahmen für dieses Jahr verkündete Umweltminister Zhou Shengxian eine Verringerung der wesentlichen Schadstoffe um zwei bis drei Prozent.

Der besonders gefährliche Feinstaub mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer pro Partikel, der über die Lunge direkt ins Blut gelangen kann, ist allerdings noch nicht in dem landesweiten Überwachungssystem erfasst. Doch will sich der Umweltminister dafür einsetzen.

Das Umweltministerium will auch den Betrieb von Autos verbieten, die vor 2005 zugelassen worden sind. Ferner soll die Qualität von Benzin und Diesel verbessert werden.

Legende: Video Smog bringt chinesische Regierung in Bedrängnis abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.01.2013.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Mart Web, Switzerland
    Der Aufschwung in China geht eben auf Kosten der Bevölkerung. Um das alles in den Griff zu bekommen muss sehr viel Geld investiert werden, was dann die Kosten enorm erhöhen wird. Die ausgewanderten Firmen könnten dann ebensogut wieder zu uns zurück kommen. Oder einfacher gesagt: China kann nur so billig produzieren, weil es sich weder um Menschen, noch um die Umwelt schert!
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    1. Antwort von AA, Aargau
      Genau, die "Goldgräberstimmung" ist mittlerweile gedämpft worden. Die Erwartungshaltung der chinesischen Arbeiter hat sich auch geändert (Lohn, Ferien, soz Versicherungen, Kaufverhalten) und gemäss Studien wird sich der Durchschnittslohn bis in 10 Jahren verdreifacht haben. Hinzu kommen noch die hohen Import- und Exportzölle. Somit ist man wieder equal, mit dem Nachteil der aufwendigen Logistik.
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