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International China wird grösste Handelsnation der Welt

Die Volksrepublik hat die USA an der Spitze des Welthandels abgelöst. Zum ersten Mal knackte China mit seinem Volumen die Vier-Billionen-Marke. Trotzdem verfehlte Peking ein wichtiges Ziel.

Seit der Öffnung im Jahr 1978 konnte China Wachstumszahlen im teils zweistelligen Bereich vorweisen. Das rasante Wirtschaftswachstum hat über die Jahrzehnten kaum abgenommen und nun hat China erstmals das grösste Handelsvolumen weltweit.

Die chinesische Flage im Vorderrgund, im Hintergrund qualmende Schornsteine.
Legende: China konnte vor allem den Handel mit den USA und der EU intensivieren. Reuters

Mit einem Zuwachs von 7,6 Prozent im Aussenhandel hat das Reich der Mitte zum ersten Mal die USA überholt. Die chinesische Zollverwaltung teilte mit, dass die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent auf 2,21 Billionen US-Dollar stiegen.

Die Importe wuchsen um 7,3 Prozent auf 1,95 Billionen US-Dollar. Damit bewahrt sich China weiterhin eine positive Handelsbilanz. Der Handelsüberschuss stieg um 12,8 Prozent auf 259 Milliarden US-Dollar. China überstieg mit einem Volumen von insgesamt 4,17 Billionen US-Dollar zum ersten Mal die Vier-Billionen-Marke. Zollsprecher Zheng Yueshang nannte es einen «historischer Moment».

USA erstmals von China überholt

Trotz des Wachstums von 7,6 Prozent im Aussenhandel hat die Volksrepublik ihr Ziel von 8 Prozent für 2013 knapp verpasst. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten in der Welt, steigende Lohnkosten und die Erstarkung der chinesischen Währung Yuan machten den Exporteuren zu schaffen.

Trotzdem konnte China die USA überholen und zur grössten Handelsnation der Erde aufsteigen. Die Jahreszahlen in den USA werden zwar erst im Februar veröffentlicht, doch erreichten die amerikanischen Importe und Exporte bis November nur 3,56 Billionen US-Dollar. Nach Einschätzungen von Experten dürfte China somit uneinholbar in Führung liegen.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Hartmann, Rep. Dom.
    Es ist mir ein Rraezel wie man mit diesem Geruempel den sie exportieren an die Spitze des Welthandels kommt. Es sei denn es handelt sich um Lizenz produkte.
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    1. Antwort von Walter Schwarb, Ueken
      Weil viele Kunden noch nicht gemerkt haben, dass billig am Schluss sehr teuer ist, weil man das Gleiche dann 5 mal gekauft hat (und zudem noch einen Haufen Müll produziert hat, sehr ökologisch). Hauptsache billig und viel, das ist doch heute der Trend, und der chinesische Schrott bedient genau diese Kundschaft. Vielleicht lernt die Menschheit ja irgendwann einmal etwas dazu.
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    2. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Ich habe die gegenteilige Erfahrung gemacht. zB. Deutschland muss den sehr viel grösseren Schrott produzieren, um mit China mithalten zu können. China dagegen kann bei seinem Lohnniveau Qualitätsware abliefern.
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    3. Antwort von kari huber, surin
      Unter anderem produzieren sie den Gerümpel, den die USA verkaufen, z.B. fast alle Computer, alle Smartphones. alle Bekleidung, die meisten Maschinen und Geräte, Konsumelekrtronik, usw. Vor 3 Jahren kaufte ich einen uramerikanischen Briggs & Stratton Selbstfahrrasenmäher: dank Direktimport aus China zum Preis von weniger als CHF 2000.--!
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    4. Antwort von Marcel Chauvet, Weißenstadt
      @Eddy Dreier: Weil Deutschland "den noch größeren Schrott produziert" hat es einen so gewaltigen Handelsbilanzüberschuss und ist erfolgreichste Wirtschaftsnation Europas. Bei manchen Kommentatoren hier fragt man sich wirklich, ob die noch richtig ticken, wirklich........
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  • Kommentar von Walter Schwarb, Ueken
    Wann lernt die Menschheit endlich, dass "noch mehr Umsatz, Export, Gewinn, Bevölkerung usw" das falsche Ziel ist. Weniger, dafür qualitativ hochwertigere, langlebigere Produkte müssen das Ziel der Menschheit sein. Und wenn sie sich auf vernünftige Weise wieder auf ca. 4 Mia. Menschen reduzieren könnte, dann hat dieser Planet auch eine Zukunft. Andernfalls wird's vielleicht auf schmerzhafte Weise geschehen.
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  • Kommentar von Max Hug, Luzern
    Es gibt über eine Milliarde Chinesen, jedoch nur etwas über 300 Millionen US-Amerlkaner.
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    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Ja und? Es gibt über 300 Millionen Amis und nur 7 bis 8 mio. Schweizer. Unsere Volkswirtschaft wäre auch mehr besser, wenn es 100 mio. Schweizer gäb.
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