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Christmette im Petersdom Papst ruft zu Mitgefühl für Verfolgte auf

Legende: Video Franziskus vor Gläubigen im Petersdom abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 24.12.2017.
  • Papst Franziskus hat an Heiligabend im Petersdom im Vatikan die Christmette gefeiert.
  • Er rief dazu auf, Verfolgte und Vertriebene mit offenen Armen aufzunehmen. Weihnachten sei die Zeit, die Kraft der Angst in eine Kraft der Liebe zu verwandeln, sagte Franziskus.
  • Die Heillige Messe zu Heiligabend fand dieses Jahr unter verschärften Sicherheitsmassnahmen statt.
  • Am 25. Dezember wird der Papst den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» erteilen.

Maria und Josef teilten das gleiche Schicksal wie viele Migranten heute, sagte der Papst im Petersdom vor Tausenden Gläubigen. «Hinter den Schritten von Maria und Josef verbergen sich viele Schritte. Wir sehen die Spuren ganzer Familien, die auch heute gezwungen sind, von zu Hause wegzugehen.» Auch Maria und Joseph hätten bei ihrer Ankunft in Bethlehem die Erfahrung machen müssen, dass «sie dort niemand erwartete, dass dort kein Platz für sie war».

«Wir sehen die Spuren von Millionen Menschen, die nicht freiwillig gehen, sondern gezwungen sind, sich von ihren Lieben zu trennen, weil sie aus ihrem Land vertrieben werden», fuhr der Papst fort. Oft sei es ein Aufbruch mit dem Namen: Überleben. «Die aktuellen Nachfolger des Herodes zu überleben, die zur Durchsetzung ihrer Macht und zur Mehrung ihrer Reichtümer nicht davor zurückschrecken, unschuldiges Blut zu vergiessen.»

Migration als Kernthema von Franziskus' Pontifikat

Der Glaube könne Menschen dazu bringen, «keine Angst zu haben, neue Formen der Beziehung auszuprobieren, in denen niemand das Gefühl haben muss, in dieser Welt keinen Platz zu haben». Franziskus setzt sich seit Beginn seines Pontifikats besonders für Migranten und Ausgegrenzte ein. Bei der Christmette im vergangenen Jahr hatte er an die Kinder erinnert, die im Krieg oder auf der Flucht aufwachsen.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Gasser (Markus Gasser)
    Die Weihnachtsgeschichte hat bekanntlich gar nichts mit der Realität zu tun. Schon die Idee, dass anlässlich einer Volkszählung alle an ihren Geburts- oder Heimatort gehen mussten, ist reiner Blödsinn. Die Eltern des Jesus mussten nach Bethlehem damit seine Eigenschaft als Gottessohn (Erlöser) mit den Weissagungen des Alten Testaments stimmig wurde. Das ist eines der vielen biblischen Konstrukte. Trotzdem ist Weihnachten losgelöst von aller Religion, ein schönes, gefühlvolles Fest.
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  • Kommentar von Edi Steinlin (stoni)
    Was der Papst im Bezug auf die kirchlichen Kinderschänder getan hat, weiss ich nicht genau. Sicher ist, dass er sich dahin gehend geäussert hat, keine Versetzungen mehr zuzulassen. Betreffend der "Flüchtlinge" ist es so, grossmehrheitlich kommen junge Männer nach Europa. Aus X Ländern von Afrika, Asien usw. Diese werden mit Sicherheit nicht alle verfolgt. Schöne Worte von einem Mann, der eigentlich wissen sollte, dass wir diese Menschen nicht aufnehmen können, es sind zu viele.
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Es reicht schon mit Religion an sich (alle!), ist Märchen genug. Wenn dann aber noch der Obernikolaus auf dem Niveau eines Kleinkindes Geschichtsklitterung betreibt um den Rechtsbruch (illegale Migration und deren Duldung) weiter anzufeuern, dann ist „Matthäus der letzte“. Mein Dank an E. Waeden, der/die sich die Mühe nahm wenigsten auf ein Fake dieser miserablen Rede hinzuweisen.
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Zu was soll er dann ausrufen? Zu Hass, Neid, Missgunst und Ausgrenzung nicht genehmer Leute?
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