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International Clinton greift Sanders hart an

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat die frühere Aussenministerin Hillary Clinton ihrem Rivalen Bernie Sanders vorgeworfen, mit seinen Plänen den Staat aufzublähen. Die beiden lieferten sich eine weitere TV-Debatte.

Legende: Video Sie schenken sich nichts: Clinton vs Sanders abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.02.2016.

Die Niederlage in den Vorwahlen hat die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton angestachelt. Bei einer TV-Debatte mit ihrem einzigen Herausforderer Bernie Sanders nahm Clinton kein Blatt vor den Mund. Die Vorhaben des Senators würden den Umfang der Staatsausgaben in Washington um 40 Prozent erhöhen, sagte Clinton.

Ich bin keine Kandidatin mit nur einem Thema.
Autor: Hillary ClintonUS-Präsidentschaftskandidatin

Sie kritisierte in der vom Fernsehsender PBS übertragenen Debatte in Milwaukee vor allem Sanders' Idee für eine staatliche Krankenversicherung. Das Versprechen des Senators, dass höhere Steuern für die Mittelschicht durch Einsparungen bei den Gesundheitskosten ausgeglichen würden, sei «nicht haltbar».

Sanders entgegnete, dass Clinton die Wähler mit ihrer Kritik in die Irre führe. «Ich weiss nicht, mit welchen Volkswirten Aussenministerin Clinton redet», sagte er. Mit Blick auf Sanders' Schwerpunkt auf dem ungerechten Wirtschaftssystem machte Clinton deutlich: «Ich bin keine Kandidatin mit nur einem Thema. Und ich glaube, dass wir nicht in einem Land mit nur einem Thema leben.»

Illoyalität vorgeworfen

Die frühere Aussenministerin warf dem Senator vor, nicht loyal gegenüber Präsident Barack Obama zu sein. «Die Art der Kritik, die wir von Senator Sanders über unseren Präsidenten gehört haben, erwarte ich von den Republikanern und nicht von jemandem, der sich um die Nominierung der Demokraten bemüht, um Präsident Obama nachzufolgen», sagte sie.

Sanders wies die Äusserung als «Tiefschlag» zurück. Als Senator habe er das Recht, auch den Präsidenten zu kritisieren. Bei den meisten Themen sei er aber ein «starker Verbündeter» von Obama gewesen.

Beide Präsidentschaftsbewerber warben auch um die Stimmen von Afroamerikanern, ein wichtiger Wählerblock bei den Demokraten. Clinton erklärte, sie wolle den «systematischen Rassismus» in den USA «ausrotten».

Sanders drehte das Thema auf das Problem der sozialen Ungleichheit und der zu Gunsten der Reichen «gezinkten Wirtschaft»: Afroamerikaner und Latinos seien besonders hart von der Finanzkrise getroffen worden, sagte er.

Clintons Vorsprung bröckelt

Clinton sieht ihren Favoritenstatus im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten zunehmend bröckeln. Die erste Vorwahl Anfang Februar in Iowa gewann sie nur hauchdünn, bei der zweiten Vorwahl in New Hampshire am Dienstag siegte Sanders mit einem Vorsprung von mehr als 20 Prozentpunkten.

Auch in landesweiten Umfragen holte der 74-jährige Senator aus Vermont zuletzt auf. Die nächste Vorwahl der Demokraten findet am 20. Februar in Nevada statt. Die republikanischen Kandidaten treten am gleichen Tag in South Carolina an.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Sanders hat nichts zu verlieren, Clinton alles. Sollte sie wegen Selbstherrlichkeit ihn brüskieren , wird sie unterliegen. Dann wird Trump das Rennen machen und in den USA ausmisten wie er sagt. Der Rest der Welt wird es dann lustig haben .
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Sanders hat ein Attribut, dass ihm von Freund und Feind zugestanden wird: Seine Ehrlichkeit. Sollte die steinreiche Hillary nun zu sehr auf dem alten Mann, der sich für Bildung, Gesundheits- und Altersversorgung ALLER Amerikaner einsetzt, zu sehr herumtrampeln, dann hat sie ihre zweite Chance verpasst.
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