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Corona-Virus breitet sich aus Erste Fälle in Europa in Frankreich bestätigt

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Aus dem Archiv: China riegelt Millionenstädte ab
Aus 10vor10 vom 23.01.2020.
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Die Zahl der Opfer und Infizierten: Nach neusten Behördenangaben gibt es mittlerweile in China knapp 1300 bestätigte Infektionsfälle, 41 Patienten starben.

Mediziner widersprechen Peking: Ärzte in Wuhan äusserten unterdessen den Verdacht, dass sich schon wesentlich mehr Menschen angesteckt haben dürften als offiziell angegeben. Auch sei offenkundig weitaus mehr Spitalpersonal betroffen als jene 15 Beschäftigten, von denen bislang offiziell die Rede sei.

Krankheitsfälle ausserhalb Chinas: In anderen Ländern Asiens wurden einzelne Fälle gemeldet, darunter Thailand, Hongkong, Japan, Südkorea, Taiwan, Vietnam und die USA. Inzwischen erreichte das Virus auch erstmals Europa. In Frankreich wurden drei Verdachtsfälle bestätigt. Drei Patienten befinden sich in Frankreich derzeit unter Quarantäne im Krankenhaus.

Genetisch dem Sars-Virus ähnlich: Deutsche Forscher des Robert Koch-Instituts relativieren die länderübergreifende Gefahr durch das neue Virus. Ausserhalb Chinas gebe es bisher keine grossen Infektionsketten. Der Virus ist genetisch dem Sars-Virus ähnlich und wird über die Atemwege verbreitet.

Chinas Massnahmen: Die chinesischen Behörden ordneten landesweite Massnahmen für Züge, Flugzeuge und Busse an. Wie die nationale Gesundheitsbehörde mitteilte, werden im gesamten öffentlichen Verkehr Messstationen eingerichtet.

Für die Behandlung von Kranken soll es Notfallpläne geben. Die chinesische Gesundheitskommission hat mehr als 1680 Ärzte und Pfleger in die betroffene Region entsandt. Sofort nach der Entzifferung der Erbgutsequenz des Virus machten sich Labore weltweit daran, Tests zu entwickeln, mit denen sich der Erreger in Proben von Patienten möglichst sicher nachweisen lässt.

Soldaten prüfen einen Wagen
Legende: Mittlerweile wurden 18 chinesischen Städte hermetisch abgesperrt. 56 Millionen Menschen stehen de facto unter Quarantäne. Keystone

Das Sperrgebiet: Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde in den fünf Städten der öffentliche Verkehr ausgesetzt und der Zugang zu den Autobahnen gesperrt. Damit wurden nun insgesamt 18 Städte im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus isoliert. De facto stehen damit 56 Millionen Menschen unter Quarantäne. Gesperrt wurden auch Teile der Grossen Mauer bei Peking, die Verboten Stadt und das Disneyland in Schanghai.

Auch Schweizer vor Ort: Laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) verzeichnet die Schweizer Botschaft acht angemeldete Schweizer Staatsangehörige in der Provinz Hubei. Diese leben demnach allesamt in der Stadt Wuhan. Ein Schweizer Staatsangehöriger habe sich bei der Botschaft gemeldet. Wie viele Schweizer sich tatsächlich vor Ort befinden, sei nicht klar. Krankheitsfälle unter den Schweizer Staatsangehörigen in China seien keine bekannt

Die wirtschaftlichen Folgen: Direktflüge aus Wuhan zu europäischen Städten gibt es nicht mehr. Zudem wurde der Verkauf von Pauschalreisen ins Ausland und im Land selbst untersagt. Der Schritt ist ein schwerer Schlag für die Tourismusindustrie: Chinesische Touristen haben allein 2018 mehr als 110 Milliarden Euro im Ausland ausgegeben.

FIS-Skiverband erwägt Absage der Rennen in Yanqing

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Der Ski-Weltverband FIS will in den nächsten Tagen Einschätzungen der Teams einholen und dann über eine Durchführung oder Absage der Rennen in Yanqing nahe Peking entscheiden. Dort sind Mitte Februar Skirennen der Herren geplant. Die grösste Sorge bei den Skirennfahrern und Betreuern ist, dass eine Situation eintritt, in der sie das Land nicht mehr verlassen können.

In Melbourne wird zurzeit das Australian Open – ein anderer internationaler Sport-Event – ausgetragen. In der australischen Metropole war eine Corona-Infektion bestätigt worden. Die Bevölkerung deckte sich mit Atem-Masken ein.

Nach McDonald's zieht auch Starbucks Konsequenzen für das eigene Geschäft. Die US-Kaffeehauskette schliesst während der Feiertage zum chinesischen Neujahrsfest sämtliche Filialen in der Provinz Hubei, die im Zentrum des Virus-Ausbruchs steht. Auch der Lieferservice werde gestoppt.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Die Menschheit hat schier jedes Mass der Vernunft und Rücksichtnahme verloren. Umherjeten um jeden Preis. Diesen Preis und andere beginnen wir jetzt zu zahlen...
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    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Die Pest, Herr von Känel kam im 14ten Jahrhundert von Indien her nach Europa und forserte etwa 25 Mio Todesopfer. Damals ist niemand umehergejetet.
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    2. Antwort von Emil Brand  ((Inkognito))
      Die Spanische Grippe hat zw. 1918-1920 min. 50mio. Opfer gefordert. Da waren wir von "umherjetten" noch weit weit weg.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Wichtig bei solchen Situationen:
    Unterscheiden zwischen der Dynamik, der Epidemiologie, den Ursachen und Risikofaktoren und der Erkrankung.
    Jeder virale Infekt kann muss aber nicht Symptome verursachen. Die Epidemiologie und die Ätiologie (Ursachen) zu erkennen ist vor allem Sache bei uns des BAG. Da fände ich es wichtig, dass der Blick weit wird v.a. für menschenverursachte. Mitweltbelastungen. Bei der Therapie ist es an der Zeit, das gesamte Heilspektrum berücksichtigen und anwenden lernen.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Dieses Virus kann eine Lungenentzündung verursachen. Kann muss nicht. Die Panik, die hier gemacht wird, ist weil die Erregerfixierte Medizin mit viralen Infekten seine liebe Not hat. Der Impfstoff ist da die Hauptstrategie. Wobei, dies sei nur nebenbei erwähnt, in einen Organismus mit Virenbfall zu impfen, finde ich fahrlässig. Wesentlich scheint mir bei der Betreuung, Belgleitung aller fieberhafter Infekte gewisse Grundregeln, wie es eben andere Heilmethoden Usus ist, zu beachten.
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    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Wenn man möglichst schnell sterben will, ist das die richtige Taktik und genau darum Frau Kunz, machen wir es anders.
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Welches "WIR" Sie auch immer meinen, Herr Müller? Das mechanistische Weltbild ist wohl kaum geeignet mit den Herausforderungen der aktuellen Zeit zu Gange zu kommen ... Sich mit Evolutionskünstlern und Enhancern anzulegen und zu meinen Strategien aus dem Reduit der Kriegstechnik zu nutzen, können da hilfreich sein .... Das sei denen überlassen die immer noch meinen, Krieg sei eine Form von Friedenssicherung.
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