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China ist immer noch weit weg von Normalität
Aus Tagesschau vom 10.02.2020.
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Corona-Virus grassiert weiter Über 40'000 Erkrankte in China – Zentralbank reagiert

  • Die Zahl neuer Infektionen und Todesfälle durch das Corona-Virus in China ist erneut gestiegen.
  • Landesweit wurden 97 neue Todesfälle bestätigt. Damit sind bislang mehr als 908 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen.
  • Die Zahl der neu nachgewiesenen Erkrankungen stieg um 3062 auf 40'171 Fälle.
  • Die chinesische Zentralbank reagiert derweil auf die Lage und schnürt ein Milliardenpaket zur Bekämpfung des Virus.

Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich in der Stadt Wuhan ausgebrochen war, kamen 2618 Infektionen und 91 Todesfälle hinzu. Ausserhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt mehr als 300 Erkrankungen bestätigt.

In China reisten Tausende zusätzliche Mediziner in die Elf-Millionen-Stadt Wuhan, um bei der Eindämmung der Epidemie zu helfen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurden etwa 6200 medizinische Fachkräfte mit 47 Charterflügen in die Stadt gebracht. Dies sei der vom Umfang her grösste Transport medizinischen Personals seit Ausbruch der neuartigen Lungenerkrankung.

Neun chinesische Fluggesellschaften hätten neben dringend benötigter medizinischer Ausstattung 34 Teams aus mehreren Provinzen befördert.

Zentralbank-Gelder fliessen in zehn Provinzen

Die chinesische Zentralbank will den Kampf gegen das neuartige Corona-Virus mit umgerechnet gut 41 Milliarden Franken unterstützen. Unternehmen, die zur Prävention und Eindämmung der Krankheit beitragen, sollen von kommender Woche an mit Krediten unterstützt werden, wie die Zentralbank am Sonntag mitteilte.

SRF-Korrespondent: «Eine gewisse Normalität kehrt zurück»

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Menschen in der U-Bahn
Legende:Ein Teil der Menschen in Shanghai geht am Montag wieder zur Arbeit.Reuters

Trotz steigender Zahl der Coronavirus-Erkrankten kehrt in der Wirtschaftsmetropole Shanghai am Montag der Alltag zum Teil wieder ein, schildert Nordostasien-Korrespondent Martin Aldrovandi. «Es ist etwas belebter, viele Menschen sind wieder auf den Strassen und der Verkehr hat zugenommen. Viele Leute sind wieder zur Arbeit gekommen. Vor den Bürohochhäusern gab es allerdings lange Schlangen, weil die Körpertemperatur jeder einzelnen Person gemessen wurde.»

Schulen und einige Fabriken bleiben geschlossen

Viele Fabriken seien aber immer noch geschlossen, so Aldrovandi. «Einige Büros haben ihre Angestellten aufgerufen, von zu Hause aus zu arbeiten. Die Leute sind sehr vorsichtig: Ohne Maske darf man sich nicht blicken lassen, geschweige denn ein Gebäude betreten. Wenn die Leute wählen können, bleiben sie zu Hause. Auch die Schulen sind immer noch zu – viele Kinder kommunizieren via der App WeChat mit den Lehrerinnen und Lehrern.»

Das Geld fliesst an landesweit tätige Banken und kleinere Geldinstitute in zehn Provinzen und Städten, die dann über die Vergabe der Darlehen entscheiden sollen.

Kreuzfahrt-Passagiere betroffen

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong durften derweil 3600 Passagieren und Besatzungsmitglieder nach tagelanger Quarantäne am Sonntag ein Kreuzfahrtschiff verlassen. Die «World Dream» war vergangenen Mittwoch in der Finanzmetropole festgesetzt worden, da bei drei früheren Passagieren das Virus nachgewiesen worden war. Zudem litten drei Besatzungsmitglieder an Fieber. Der ursprüngliche Verdacht auf eine Infektion mit der Lungenkrankheit bestätigte sich bei ihnen jedoch nicht.

Weiterhin unter Quarantäne bleiben dagegen die Passagiere der «Diamond Princess». Auf dem Kreuzfahrtschiff, das vor dem japanischen Yokohama liegt, breitete sich das Virus weiter aus. Seit gestern Sonntag seien 65 weitere Personen positiv auf das Virus getestet worden, teilten die Behörden mit. Damit verdoppelte sich in 24 Stunden die Zahl der Ansteckungen beinahe – auf 135 Fälle.

Die 3700 Passagiere und Besatzungsmitglieder müssen bis mindestens am 19. Februar an Bord bleiben. Das Schiff steht seit dem 5. Februar in Japan unter Quarantäne.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Nur Geduld, das ist wie ein Sturm, der tobt sich aus und dann ist Schluss...
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  • Kommentar von Martin H. Meier  (Mahame)
    Es zeichnet sich ab, dass es vor allem zwei Gruppen Leute gibt. Die einen meinen, ist alles gar nicht so schlimm, reine Panikmache!
    Die anderen meinen, ist alles noch viel, viel schlimmer, als uns gesagt wird!
    Beide Gruppen haben kein Vertrauen in die Behörden.
    Wirklich Ahnung haben wenige Leute, und denen glaubt man nicht, weil man es selbst ja so viel besser weiss...
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  • Kommentar von Jonny Berger  (Landkind)
    @Weljaminoff Anscheinend sind unsere Meinunge gar nicht so verschieden. Sie informieren sich halt einfach anderswo als ich, bleiben skeptisch, suchen ihre eigene Meinung, haben aber dennoch vertrauen in bestimmte Newsportale oder Zeitungen (ohne in eine Filterblase zu geraten)! Sogar auf YouTube gibt es sehr fundierte Meinungen + kluge Köpfe. Die zu finden ist aber wie Stecknadeln im Heuhaufen suchen. Und ja, Verschwörungstheorien mag ich auch nicht.
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    1. Antwort von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
      @Berger. Denke ich auch. Mit Youtube bin ich mit Ihnen einer Meinung. Bei unbekannten Quellen bewirkt manchmal das intelligente Einsetzen von Google oder "Whois" Suchen etwas, oder: "Was sind die anderen Themen der Plattform", "Welche anderen Webseiten zitieren sie". Manchmal findet man leider auch ein Art Spinnennetz von sich gegenseitig lobenden Webseiten. Gefahr! . Bei der South China Morning Post aus Hong Kong erstaunt mich die sehr freie Berichterstattung über das "Mutterland" China.
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