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FOKUS: Weniger Neuinfektionen in China
Aus 10vor10 vom 02.03.2020.
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Coronavirus in China 45'000 Menschen sind bereits geheilt

Zwar weist China immer noch rund 30'000 Erkrankte aus, die Anzahl der bestätigten Neuinfektionen sinkt jedoch.

Eine 98-jährige Frau aus China ist geheilt und wurde aus dem Spital entlassen. «Ich bin so alt und bin wieder gesund geworden. Dann schaffen das die doch anderen auch», sagt sie.

Der Sprecher der chinesischen nationalen Gesundheitskommission bestätigt offiziell: «Seit einer Woche haben wir immer mehr Corona-Kranke, die gesund werden. Mittlerweile können in China mehr als 50 Prozent der Corona-Patientinnen und -Patienten als geheilt bezeichnet werden.»

Das zeige, dass sich China bei der Prävention, den Tests und der Behandlung verbessern konnte. Zwar weist China immer noch rund 30'000 Erkrankte aus, die Anzahl der bestätigten Neuinfektionen sinkt jedoch. Insgesamt sind bisher rund 80'000 Menschen in China infiziert worden.

Für den Infektiologen Pietro Vernazza vom Kantonsspital St. Gallen ist diese Heilungsquote nicht überraschend. Man wisse, dass es viele milde Verläufe gebe. «Die Krankheit heilt von selbst ab. Die Leute sind nachher wieder vollständig gesund.»

Fast leeres Notspital in Wuhan

Die chinesische Stadt Wuhan hatte bei Ausbruch der Krankheit keine genügend grosse Infrastruktur, um alle Erkrankten aufzunehmen. Deshalb wurden eilig grossflächig Spitäler eingerichtet, um der Nachfrage gerecht zu werden. Doch mittlerweile stehen tausende der Betten wieder leer.

Das sei aber gut so, sagt der Schweizer Virologe. Denn die Gefahr durch dieses Coronavirus sei noch nicht gebannt. «Diese Krankheit ist neu. Man muss daher immer wieder damit rechnen, dass es Folgewellen geben kann». Man hoffe jedoch, dass man jetzt besser vorbereitet ist.

In China bleiben viele Städte abgeriegelt, ein öffentliches Leben gibt es noch immer nicht. Wann sich der Alltag normalisieren wird, bleibt offen. Die staatlichen Medien feiern die vielen geheilten Menschen, wie SRF-China-Korrespondentin Claudia Stahel sagt. In China sei man auf positive Meldungen angewiesen. Das helfe, von offenen Fragen abzulenken.

Offene Fragen gibt es aber noch viele, nach wie vor sei unklar, wer wann wie viel über das Coronavirus gewusst und nichts unternommen habe. «Damit ist im Kampf gegen das Virus viel Zeit verloren gegangen», sagt Stahel.

Sendebezug: «10vor10», 02.03.2020

srf/lin;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Hug  (AndiHug)
    das ist wie eine feuerwehrübung, zum glück ist das virus nicht sehr gefärlich. ich verstehe ja warum man so vorsichtig ist, weil das virus neu ist und wir keine wirkstoffe dagegen haben. dennoch finde ich das ganze total überrissen. würde man sagen das es sich um eine grippewelle handelt, wären auch die menschen nicht so panisch. wir werden noch lange mit covit19 zu tun haben. will man dann auch so lange auf alle anlässe verzichten? ich spreche hier von 2-5 monaten. bitte nicht!
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    1. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      Rund 20% der Infizierten sind in einem kritischen Zustand und müssten auf einer Intensivstation gepflegt werden. Überlegen Sie mal was passiert wenn sich das Virus unkontrolliert ausbreiten kann. Auf 100'000 Infizierte kommen dann rund 20'000 Intensivstation Patienten. Das würde unsere Schweizer Spitäler schnell überfordern. Und hiervon geht die grösste Gefahr aus. Dass man nicht mehr allen kritischen Fällen helfen kann.
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  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Hoffentlich wird diese Meldung dazu beitragen, dass bei uns wieder einigermassen rationales Denken und Handeln einsetzt und die Panikspitze gebrochen wird. Was ich am Wochenende bei den Detailhändlern gesehen habe hielt ich bis anhin schlicht für unmöglich. Noch nie gesehen, und ich bin nun schon einige Momente auf dieser Welt.
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    1. Antwort von Egon Egici  (egiciegon)
      Das bisschen Pasta- und Konservenkaufen hat doch nichts mit Panik zu tun. Wenn richtige Panik herrscht, sieht das ganz anders aus, glauben Sie mir.

      Im Gegenteil, die Menschen in der Schweiz reagieren sehr besonnen und leben ihr Leben normal weiter.
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  • Kommentar von Ignaz Furger  (Ignatius)
    Ergänzung:
    Dazu gibt es 587 verdachtsfälle (Höchststand dieser Zahl am 8. Februar 2020 mit 28'942 Fällen).
    Das heisst, es gibt in China heute 30'004 aktuell krank gemeldete Personen. Das sind 37.43% der infizierten Fälle.
    (Gleiche Quelle wie oben
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