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Coronavirus unter dem Mikroskop.
Legende: Schön anzusehen, aber lebensgefährlich: das Coronavirus – hier unter dem Elektronenraster-Mikroskop. Keystone
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International Coronavirus ist eine «Gefahr für die ganze Welt»

Es beginnt wie eine Grippe und endet schlimmstenfalls mit dem Tod: eine Infektion mit dem Coronavirus. Der Erreger tritt vor allem im Nahen Osten auf. Reisende haben ihn auch nach Europa eingeschleppt. Die Weltgesundheitsorganisation warnt abermals vor der «grössten Gefahr für die Welt».

Angesichts von mehr als 20 Todesfällen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eindringlich vor dem neuen Coronavirus gewarnt. Unter allen Gesundheitsproblemen mache ihr dieser Erreger «derzeit die grössten Sorgen», erklärte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in Genf.

«Das neue Coronavirus ist eine Gefahr für die ganze Welt.» Es ähnelt dem Sars-Erreger, an dem vor zehn Jahren etwa 800 Menschen starben. Der WHO wurden in den letzten neun Monaten insgesamt 44 Infektionen gemeldet. 23 Patienten starben.

SRF-Wissenschaftsredaktorin Odette Frey relativiert allerdings die Gefahr für die Schweiz: «Wir müssen uns keine Sorgen machen, weil das Virus noch gar nicht hier ist. Zudem ist es nur schwach ansteckend.»

Ansteckungsfälle in Europa nach Reisen

Laut WHO-Statistik wurden vor allem im Nahen Osten Ansteckungen registriert – in Saudi-Arabien, Jordanien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Allein die Gesundheitsbehörden Saudi-Arabiens meldeten demnach 22 Erkrankungen mit zehn Todesfällen. In Deutschland, Frankreich und Grossbritannien seien Fälle von Ansteckungen aufgetreten, die wahrscheinlich im Zusammenhang mit Reisen in den Nahen Osten stehen.

Corona-Opfer in Lille

Erstmals ist auch in Frankreich ein Patient an den Folgen einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben. Das gab die zuständige Gesundheitsbehörde bekannt. Bei dem 65 Jahre alten Patienten in Lille war nach einer Saudi-Arabien-Reise die Infektion festgestellt worden. Er hat möglicherweise einen weiteren Patienten angesteckt.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    Vorsicht vor Verharmlosung: Das Virus könnte auch von Einwanderern aus diesen Ländern eingeschleppt werden. Diese Wahrscheinlichkeit darf nicht verschwiegen werden.
    1. Antwort von A. Vögeli , Birsfelden
      Armselig das wieder auf eine politische Ebene herunterzubrechen...
    2. Antwort von jo term , zürich
      muss ich Ihnen Recht geben , jeglichen Kontakt mit solchen Leuten meiden.
  • Kommentar von Alex Bauert , Köniz
    Die aktuelle Form ist nicht besonders ansteckend. Doch wie viel oder wenig braucht es an Mutationen, die bei Viren häufig sind, bis zur Ansteckbarkeit? Einer der verschiedenen gefährlichen Viren (Sars, etc) wird es irgendwann sein: gefährlich _und_ ansteckend. Es ist seit Millionen von Jahren ein Kopf-an-Kopf-Wettrennen zwischen Tieren und Viren. Bis jetzt haben die aktuell lebenden Arten den Kopf vorne gehabt.
  • Kommentar von Bernadette Oberholzer , Dussnang
    Und was ist mit den Tausenden, die täglich an Hunger sterben?! Aber mit ihnen kann die Pharma-Industrie natürlich weniger verdienen als mit der Warnung vor neuen Viren ...
    1. Antwort von A. Vögeli , Birsfelden
      Es ist niemandem geholfen, ein solch tödliches Virus zu verheimlichen. Auch den Hungernden nicht. Epidemien treffen auch häufig die ärmsten der Armen (siehe HIV und Afrika). Ausserdem können Pharmafirmen an diesem Virus kaum verdienen, da man, wie bei den meisten Viren, gar nichts und nur sehr wenig ausrichten kann und man es möglichst verhindern will, dass sich Menschen damit anstecken --> Wenn niemand krank wird, kann man auch keine teuren Medikamente verkaufen.