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Twitter-Accounts verbreiten Bitcoin-Betrugs-Nachrichten
Aus HeuteMorgen vom 16.07.2020.
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Cyber-Betrüger am Werk Riesiger Twitter-Hack bei US-Prominenten

  • Der Kurznachrichten-Dienst Twitter ist am Mittwochabend einem breit angelegten Hacker-Angriff zum Opfer gefallen.
  • Zu den Betroffenen zählen unter anderem Microsoft-Gründer Bill Gates, der Tesla-Fabrikant Elon Musk und der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden.
  • Twitter bestätigte die Attacke und checkt derzeit die Vorgänge.

Was war geschehen? Auf den Accounts von Prominenten, Firmen und Reichen waren zur selben Zeit Spendenaufrufe mit dem Angebot veröffentlicht worden, jede eingehende Spende zu verdoppeln.

Am späten Mittwochabend wurde etwa auf dem Twitter-Account von Microsoft-Gründer und Milliardär Bill Gates eine ungewöhnliche Nachricht verbreitet: «Alle bitten mich immer, etwas zurückzugeben, und jetzt ist die Zeit dafür gekommen. Ich verdopple alle Zahlungen, die in den nächsten 30 Minuten an meine Bitcoin-Adresse gesendet werden. Sie schicken mir 1000 Dollar, ich schicke Ihnen 2000 Dollar zurück», hiess es dort.

Fast zur selben Zeit war auch auf dem Account von Tesla- und PayPal-Gründer Elon Musk ein ähnlicher Spendenaufruf zu lesen. Wenig später informierte der Krypto-Kursanbieter «Hallo Krypto» darüber, dass dies eine ausgeklügelte Betrugsmasche sei. Denn es sei kaum damit zu rechnen, dass man von den Milliardären Geld zurückbekommen würde. Man solle keinesfalls überweisen.

Unbekannten war es offenbar gelungen, Werbung für diese dubiosen Kryptowährungs-Deals auch über Profile von Prominenten wie Ex-Präsident Barack Obama, US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden und Amazon-Chef Jeff Bezos zu verbreiten. Wie genau das passierte, ist noch unklar.

Viele dieser verifizierten Accounts wurden zeitweise gesperrt und waren kurze Zeit später ohne die zweifelhaften Nachrichten wieder online.

Immer wieder Probleme bei Twitter

Twitter hatte in der Vergangenheit immer wieder mal Probleme mit dem Kapern von Accounts – aber noch nie auf so breiter Front und bei so prominenten Namen. Viele Accounts multinationaler Riesenkonzerne veröffentlichten nahezu identische Kopien der Nachricht: darunter Amazon-Boss Jeff Bezos oder auch die Accounts der Unternehmen Apple und Uber.

Auf ein in den Twitter-Nachrichten genanntes Bitcoin-Konto wurde schnell Kryptowährung im Wert von über 100 000 Dollar eingeschickt.

Im Besitz interner Zugangsdaten?

Nach Ansicht von Beobachtern dürfte es sich um den breitesten Hackerangriff in der Geschichte der Sozialen Medien handeln. Manche Experten vermuten, dass wohl nur jemand mit internen Zugangsadaten zu so einer Cyberattacke fähig sein könnte. Von Twitter selbst gab es mittlerweile eine Bestätigung über den Angriff und den Hinweis, dass man derzeit die Vorgänge untersuche.

«Ein harter Tag für uns bei Twitter»

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  • Nach dem Hack von Twitter-Accounts zahlreicher Prominenter hat der Gründer und Chef des Unternehmens, Jack Dorsey, Aufklärung versprochen.
  • Sobald die Firma «ein besseres Verständnis» von dem habe, was passiert sei, werde man die Öffentlichkeit so ausführlich wie möglich darüber informieren, erklärte er am Mittwochabend.
  • «Wir alle bedauern, dass dies passiert ist», schrieb er. «Ein harter Tag für uns bei Twitter.»

SRF 4 News, 16. Juli 2020, 00:00 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Darum empfinde ich es so herzig, wenn man behauptet das dies alles so sicher ist. Twitter, FB, E-Banking, Corona app, Und und und.
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  • Kommentar von Detlef Brügge  (Useful)
    Wer seine Daten auf den sozialen Netzwerken preisgibt, denunziert sich präziser als jeder Denunziant es jemals könnte. Es wundert einen nur immer wieder, warum sich alle immer wieder wundern.
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  • Kommentar von Leo Nauber  (leo999)
    Schadenfreude und so sind nicht angebracht. Wenn man sieht, wie auch bei uns Gierige auf alles mögliche aufspringen, scheinbar jetzt wieder im Bündnerland vor allem Alte..... Ich habe es während 35 Jahren arbeiten im Börsenumfeld immer wieder gesehen, die steten, geduldigen Anleger in Produkte, die sie auch verstanden, haben nie das grosse Geld gemacht, aber stets verdient, die Gierigen haben meist sogar noch mehr verloren als gewonnen.
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