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Cyberkriminalität bekämpfen Google und Microsoft investieren Milliarden in die Sicherheit

  • Tech-Giganten wie Google und Microsoft wollen nach Angaben des Weissen Hauses im Kampf gegen Cyberkriminalität Milliarden investieren.
  • Cybersicherheit sei für die Regierung ein Gebot der nationalen und wirtschaftlichen Sicherheit.
  • So haben mehrere der grössten Technologieunternehmen der Welt an einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden am Mittwoch zugesagt, mithilfe von Schulungen und optimierten Programmen gegen Cyberkriminalität vorzugehen.
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Archiv: Cybersicherheit bei Schweizer KMU
Aus 10 vor 10 vom 20.05.2021.
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Die Fakten sind bedrohlich: Cyberangriffe in den USA, in Deutschland und vielen anderen Ländern nehmen in einem erschreckenden Ausmass zu. Deshalb nehmen jetzt Google, Microsoft und Co. einiges an Geld in die Hand, um gegen Cyberkriminalität vorzugehen. Nach Angaben des Weissen Hauses wollen die Tech-Giganten Milliarden in dieses Projekt investieren.

Legende: Um künftig fortschrittliche Sicherheitslösungen schneller bereitstellen zu können, will Microsoft 18 Milliarden Franken investieren. keystone

«Die Realität ist, dass die meisten unserer kritischen Infrastrukturen vom privaten Sektor betrieben werden, und die Regierung kann diese Herausforderung nicht allein bewältigen», sagte US-Präsident Joe Biden am Mittwoch in Washington.

Cybersicherheit so wichtig wie nie zuvor

Man räume der Cybersicherheit einen so hohen Stellenwert ein «wie nie zuvor», hiess es weiter aus dem Weissen Haus. In eine Initiative zur Cybersicherheit, die vor allem auf Infrastruktur abzielt, sollen Erdgaspipelines mit aufgenommen werden.

In den USA machte zuletzt ein Cyberangriff auf die Benzin-Pipeline Colonial Schlagzeilen. Der Betreiber der Pipeline überwies den Erpressern umgerechnet vier Millionen Franken, um wieder Kontrolle über das eigene IT-System zu erhalten.

«Die jüngsten Vorfälle im Bereich der Cybersicherheit zeigen, dass sowohl öffentliche als auch private Einrichtungen in den USA zunehmend mit ausgeklügelten bösartigen Cyberaktivitäten konfrontiert sind», erklärte das Weisse Haus nach dem Treffen mit den Konzernlenkern. Mehrere Unternehmen hätten Verpflichtungen und Initiativen zur Bekämpfung der Cyberkriminalität zugesagt.

Kostenlose Sicherheitsschulungen

Apple plant, ein neues Programm zur Verbesserung der Sicherheit in der gesamten Technologie-Lieferkette einzurichten. Der Konzern wolle eng mit seinen Zulieferern zusammenarbeiten und Sicherheitsschulungen sowie die Behebung von Schwachstellen vorantreiben.

Legende: Google will neben finanziellen Investitionen auch in die Schulung von Amerikanerinnen und Amerikanern bezüglich digitalen Fähigkeiten investieren. keystone

Auch Microsoft setzt auf fortschrittlichere Sicherheitslösungen: Der Konzern wolle dafür umgerechnet gar 18 Milliarden Franken in die Hand nehmen. Der US-Regierung zufolge plane auch Google, neun Milliarden Franken in bestimmte Programme zur Cybersicherheit zu investieren. Doch damit nicht genug: Google wolle 100'000 Amerikanerinnen und Amerikanern dabei helfen, von der Industrie anerkannte Zertifikate für digitale Fähigkeiten zu erwerben.

Amazon kündigte daraufhin ebenfalls an, die Sicherheitsschulungen, die das Unternehmen seinen Mitarbeitenden anbietet, auch der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich zu machen. Auch andere Unternehmen wie Microsoft und IBM sollen Zusagen gemacht haben.

SRF 4 News, 26.08.2021, 2 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Hermann Zumstein  (Mänu49)
    Haben unsere Telekom-Anbieter eigentlich keine Möglichkeiten diese Anrufe ““ hello here is “Bubu” from Microsoft”” zu sperren ?
  • Kommentar von Martin Christen  (Provinzbewohner)
    Da wird einem immer wieder eingebläut auf keinen Fall den Erpresser Geld zu zahlen und dann liest man hier, dass die Betreiber der Pipeline den Erpressern umgerechnet vier Millionen Franken überwiesen haben. Damit unterstützen sie selbst weitere Hackerangriffe.
    1. Antwort von Peter Mueller  (Elbrus)
      Wenn Sie jeden Tag 50 Mio verlieren, dann sind 4 Mio. kein Thema mehr. Bei der Pipeline gibt es den Faktor Zeit ganz wesentlich.
      Hätte die Firma nicht das billigst OS von Microsoft wäre dies nie passiert.
  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Um Cybersicherheit (bisher Abwehr gegen Hacker genannt) sicherzustellen oder wenigstens zu verbessern, muss man im Wesentlichen besser im Knacken der Abwehrmassnahmen sein als diejenigen die einem angreifen wollen. Worum geht es wirklich? Nur um besser im Abwehren zu werden, wie hier Absicht dargestellt wird, oder vielleicht als "Nebenprodukt" auch besser im Knacken der Abwehr anderer. Oder vielleicht doch anders herum, im Sinne des alten Sprichworts: Angreifen ist beste Verteidigung.