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Athen will wieder auf eigenen Beinen stehen
Aus Tagesschau vom 25.07.2017.
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Rückkehr auf den Kapitalmarkt Das Ende der griechischen Tragödie?

Jahrelang stand das Land am finanziellen Abgrund. Jetzt wächst die Hoffnung auf einen Neustart. Eine Übersicht.

Rückkehr auf die Finanzmärkte: Seit mehr als sieben Jahren steht Griechenland wie kein anderes Land für die Schuldenkrise in der Eurozone. Nun wächst in Athen der Optimismus, dass man ab 2018 finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen kann: Erstmals seit drei Jahren hat sich die griechische Regierung Geld an den Finanzmärkten geliehen. Nach zuletzt positiven Signalen aus der Wirtschaft sammelte das Land am Dienstag drei Milliarden Euro von privaten Investoren ein.

Erfolg für die Regierung Tsipras: Ministerpräsident Alexis Tsipras kann das Projekt als politischen Erfolg verbuchen, weil die angebotenen Schuldpapiere stark nachgefragt wurden. Im Vergleich mit den Hilfskrediten – rund 250 Milliarden Euro – sind die drei Milliarden zwar verschwindend klein. Gegenüber SRF News spricht Wirtschaftskorrespondent Gerd Höhler von einem symbolischen Akt: «Er soll dafür sorgen, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen und Griechenland Schritt für Schritt den Zugang zum Markt zu ebnen.»

Verlockende Rendite: Zwar musste das Krisenland mit deutlich über vier Prozent wesentlich höhere Zinsen zahlen als stabile Länder wie Deutschland. «Dieser hohe Ertrag (für Anleger) zeigt, dass Griechenland immer noch ein Risiko-Land ist», sagt Höhler. Das Risiko für Anleger ist allerdings begrenzt. Griechenland steht vorderhand unter dem Schutzschirm des Rettungsprogramms: «Und noch sind längst nicht alle Milliarden aufgebraucht. Das könnte eine Art Schutzschild sein und Anleger ermuntern, zuzugreifen.»

Die Aussichten: Das dritte Hilfspaket läuft in einem Jahr aus. Die Rückkehr auf den Kapitalmarkt ist ein Testballon, ob Griechenland bis dahin auf eigenen Beinen stehen kann. «Zinsen in dieser Höhe kann sich kein Euro-Land nachhaltig leisten», sagt Höhler. Aber: Man gehe davon aus, dass die Zinsen zurückgehen würden: «Das hängt aber nicht zuletzt davon ab, wie entschlossen die griechische Regierung das Reformprogramm umsetzt.» Der Staatshaushalt sei zwar «wieder weitgehend in Ordnung», aber «es geht auch darum, die wirtschaftliche Zukunft nachhaltig zu sichern.»

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Manuel Pestalozzi  (M. Pestalozzi)
    Sind das nicht verkappte Eurobontz? Hohe Zinsen, Rückzahlung garantiert durch die anderen EU-Staaten?
  • Kommentar von Ivo Muri  (Ivo Muri)
    Ich erkenne im neuen Schulden machen noch kein Ende der griechischen Tragödie. Warum sollten die griechischen Stimmbürger sich bei Privaten Ausländern verschulden? EURO werden ja Milliardenweise gedruckt. Griechenland braucht Vollgeld.
  • Kommentar von Alex Bauert  (A. Bauert)
    Die Finanzkrise Griechenlands hat verdeutlicht, dass es nie um Menschen geht, sondern nur um das «Kapital». Die sog. «Griechenlandhilfe» ging zu 95 % an Banken. Diese Banken hatten als private Geldinstitute Verträge mit dem griechischen Staat abgeschlossen als sie Kredite gewährten. Sie hatten spekuliert und daneben gegriffen. Hätte man diese Kredite bei den Banken gelassen und diese hätte man auch Pleite gehen lassen sollen. So hätten die Banken gelernt, VOR Kreditvergabe zu denken.
    1. Antwort von Manuel Pestalozzi  (M. Pestalozzi)
      Die Menschen haben die demokratischen Regierungen gewählt, welche die Schulden verursacht hatten.