Zum Inhalt springen

Header

Video
Immigranten in Lampedusa
Aus News-Clip vom 18.12.2013.
abspielen
Inhalt

International Das «Schock-Video von Lampedusa»

Bilder von erniedrigenden Behandlungen von Flüchtlingen schlagen in Italien hohe Wellen. Die Regierung will die Verantwortlichen ausfindig machen.

Eine erniedrigende Behandlung von Flüchtlingen im Aufnahmezentrum der Insel Lampedusa empört Italien. Der staatliche Sender Rai zeigte Bilder von nackten Migranten auf Lampedusa, die in der Kälte im Freien aus hygienischen Gründen mit einem Mittel gegen Krätze abgespritzt werden. Das «Schock-Video von Lampedusa» wird es in den Medien genannt.

Italiens Regierungschef Enrico Letta kritisierte am Dienstagabend diese «schlimmen Bilder» von Lampedusa. Er will klären lassen, wer für das Vorgehen verantwortlich ist. Fehlverhalten werde bestraft, kündigte Innenminister Angelino Alfano an.

Probleme in Lampedusa bekannt

«Ihre 'Schuld' besteht darin, sich die Krätze zugezogen zu haben», kritisierte die rechtsliberale Mailänder Zeitung «Corriere della Sera». Diese respektlose Behandlung der Flüchtlinge sei erniedrigend.

Die permanente Überfüllung des Zentrums sei unhaltbar, das Personal könne trotz aller Bemühungen nur unzulänglich helfen, erklärte das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Seit Jahren sei Rom gebeten, Migranten rascher von Lampedusa zu verlegen.

Die EU untersucht

Box aufklappen Box zuklappen

Die EU-Kommission hat Italien mit rechtlichen Schritten gedroht. Sie prüft, ob die Behandlung von Flüchtlingen den EU-Regelungen entspricht. «Die Bilder, die wir aus dem Lager gesehen haben, waren entsetzlich und nicht hinnehmbar», sagte die EU-Kommissarin für Inneres. Das Thema Flüchtlinge beschäftigt auch den EU-Gipfel vom Donnerstag und Freitag.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Wuhrmann , Amriswil
    De Entlausung / Desinfektion ist sicher richtig - aber wer hat davon ein Video gemacht und es veröffentlicht? Diese Person sollte strafrechtlich erfasst werden!
  • Kommentar von Björn Christen , Bern
    Mein Gott, diese künstliche Medien-Empörung wieder. Flüchtlingslager sind nun einmal keine Luxusherbergen - und jetzt? Das ist doch kein Drama, weil sich Ahmed oder Nouredine kurz vor ein paar anderen Menschen nackig machen müssen, um sich gegen Krätze abgespritzen zu lassen. Hört endlich auf mit diesem Geplärre!
    1. Antwort von M. Haener , Büsserach
      @Björn Christen: Manchmal wünsche ich mir beamen zu können.
    2. Antwort von Björn Christen , Bern
      @Haener - tja, wir alle wünschen uns Dinge, die wir nicht haben können, aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Seien Sie nicht traurig.
    3. Antwort von M. Haener , Büsserach
      @Björn Christen: So lange es sie selbst nicht betrifft.., diese Leier kennen wir schon zur Genüge. Für sie ist nur zu hoffen, dass sie nicht irgendwann in ein anderes Land flüchten müssen.
  • Kommentar von i.b. , Schattdorf
    Diese schlechte Behandlung und Bilder und Zahlen zu Flüchtlingsschiffsunfällen, Warnung vor Schleppern, sollten in den Herkunftsländern der Flüchtlinge verbreitet werden. Dann wäre der Anreiz nach Europa zu fliehen nicht mehr so gross. Die Flüchtlinge werden nämlich in der Heimat angelogen. Ihnen wird ein besseres Leben versprochen.