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Ein Feuerwehrmann untersucht in einem abgebranten Gebäude.
Legende: Bewohner des Hauses berichteten in britischen Medien, es habe in dem Haus keinen Feueralarm gegeben. Keystone
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Brand im Londoner Hochhaus Defekter Kühlschrank löste Unglück aus

  • Der Brand in einem Londoner Hochhaus ist von einem defekten Kühlschrank ausgelöst worden. Es habe sich nicht um Brandstiftung gehandelt, sagte eine Sprecherin der Polizei.
  • Die Gebäudeverkleidung und die Isolierung hätten unterdessen Sicherheitstests nicht bestanden, hiess es weiter. Daher erwägen die Ermittler laut Polizei nun eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung.
  • Beim Brand vor rund einer Woche in London kamen nach offiziellen Angaben mindestens 79 Menschen ums Leben. Es ist wahrscheinlich, dass die Zahl weiter steigen wird.

Die Ermittler beschlagnahmten Unterlagen von mehreren Organisationen. Man sehe sich alle Unternehmen an, die am Bau und an der Sanierung des Grenfell Tower beteiligt gewesen seien. Untersucht werden allgemeine Sicherheitsverstösse und Verstösse gegen den Brandschutz.

Sowohl das zuständige Bauunternehmen als auch die Behörden stehen unter Kritik. Regierungschefin Theresa May wird vorgeworfen, Ratschläge nach einem Brand 2013 ignoriert zu haben.

Zahl der Menschen im Haus unklar

Ungeklärt ist weiterhin, wie viele Menschen sich genau in dem Sozialbau befunden haben. Die gefundenen Leichen seien inzwischen aus dem Gebäude gebracht worden, sagte Fiona McCormack von Scotland Yard.

Die Ermittler befürchten, dass sich weitere Menschen in dem Hochhaus befunden haben könnten, über die nichts bekannt sei. Berichten zufolge sollen möglicherweise zahlreiche Menschen illegal in dem Hochhaus gelebt haben.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert  (A. Bauert)
    Der Kühlschrank löste wohl den Brand aus. Die Katastrophe entstand durch katastrophale Baumaterialien und mangelnde bauliche Brandschutzmassnahmen.
  • Kommentar von Kurt Lyner  (Kurt)
    Geldgier regiert auch die Schweiz. Darum sind solche Baumängel bei uns nicht auszuschliessen.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Gab es in der Schweiz auch schon " solche Baumängel" ?
    2. Antwort von Geneviève Schmid  (Geneviève)
      Auf SRF gab es einen Bericht (Tagesschau?) - hier sind solche Materialien seit langem verboten, die Fassaden zwingend nicht brennbar verkleidet (Stein statt Kunststoff). Die Standards sind sehr hoch und werden jeweils nachgerüstet. Vorschriften, Kontrollen, Druck von Versicherungen sind hier anders - ein grosser Vorteil. https://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/nicht-alle-zuercher-hochhaeuser-sind-auf-dem-neusten-stand
    3. Antwort von Leo Degelo  (Leo Degelo)
      Genau, schon mal gesehen wie eine Styroporisolation brennt? Ein Material mit dem sehr viele Gebäude in der Schweiz isoliert sind und immer noch werden? Nein schreien jetzt die Experten, es brennt nicht! Aber es schmilzt und läuft dann, mehrere 100 Grad heiss über die Fassade runter. Ich will gar nicht wissen wie sich das als betroffener Bewohner anfühlt und wie es sich auswirkt.
  • Kommentar von Lucas Kunz  (L'art pour l'art)
    Alleine die Vorstellung, dass ein Kühlschrankbrand einen Hochhausbrand auslösen kann, übersteigt jeglicher Vorstellungskraft. Dass Brandschutz und entsprechende bauliche Massnahmen offenbar gar nie zur Diskussion standen.
    1. Antwort von Geneviève Schmid  (Geneviève)
      Und dass die Bewohner schon mehrfach schriftlich auf die Gefahr hingewiesen hatten, ohne dass der Eigentümer gesetzlich gezwungen war, etwas zu tun...Alles, was nicht verboten und zwingend umgesetzt werden muss, wird zum Geldverdienen genutzt. Man kann strenge Brandschutzverordnungen nach neuesten Erkenntnissen nur begrüssen.