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Deutschland hat gewählt So lief die Bundestagswahl

Trotz deutlicher Verluste wird die Union von CDU/CSU versuchen, eine Regierung zu bilden. Die Optionen sind beschränkt.

Das Ergebnis: Die Union von CDU/CSU kommt auf 32,8 Prozent der Stimmen – das schwächste Ergebnis seit 1949. Auch die SPD verliert deutlich und erreicht 20,4 Prozent. Neu im Bundestag sitzen die Vertreter der AfD, die auf 13,0 Prozent kommt. Zurück im Parlament ist auch die FDP mit 10,7 Prozent. Auch die Grünen (9,0 Prozent) und die Linken (9,1 Prozent) bleiben im Bundestag vertreten.

Welche Regierungen sind möglich?

Da alle grossen Parteien eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen sind zwei nur zwei Regierungskonstellationen möglich: eine Grosse Koalition aus CDU/CSU und SPD oder eine «Jamaika-Koalition» aus CDU/CSU, FDP und Grünen. Allerdings hat die SPD deutlich gemacht, dass sie für eine Grosse Koalition nicht mehr zur Verfügung stehe. Somit scheint nur «Jamaika-Koalition» realistisch zu sein. Eine solche Regierung wäre ein Novum in der deutschen Geschichte.

Was sagt Angela Merkel? Die deutsche Kanzlerin will ungeachtet der deutlichen Verluste der Unionsparteien CDU und CSU eine Regierung bilden. «Wir haben einen Auftrag, Verantwortung zu übernehmen. Und das werden wir mit aller Kraft und auch in aller Ruhe in Gesprächen mit anderen Partnern dann ins Visier nehmen», so Merkel.

Was sagt Martin Schulz? Der Spitzenkandidat der SPD sprach von einem «schweren und bitteren Tag für die deutsche Sozialdemokratie». Die SPD habe ihr Wahlziel verfehlt. Für eine Regierung stehe man nicht mehr zur Verfügung. Schulz will trotz der historischen Wahlniederlage Parteivorsitzender bleiben und die Sozialdemokraten in die Opposition führen.

Was sagt die AfD? Spitzenkandidat Alexander Gauland wertet das gute Wahlergebnis seiner Partei als Kampfansage an die künftige Regierung: «Sie kann sich warm anziehen. Wir werden sie jagen», so Gauland. «Wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Lothar Fieber (lotvieh)
    Bei so hohen Verlusten müsste sie eigentlich sofort zurücktreten! Aber eben: Anstand und Politik vertragen sich offenbar nicht.... Und ja, das gilt natürlich auch für Schulz!
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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Die Koalitionsverweigerung bereits im Wahlkampf erweist sich gerade in solchen Fällen als Fehler, in denen Newcomer mit polarisierenden Ansichten den Sprung in Parlamente schaffen. Liesse man eine Koalition offen, könnte man in Koalitionsverhandlungen konkrete Einstellungen zu anderen als dem meist einzig wahlentscheidenden abholen und öffentlich machen. Politik besteht nicht aus einem einzigen Themenfeld, sondern ist ein Themenkomplex. Gespräche zu führen ist noch kein Ja zu einer Koalition.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Die gerechte Schlappe ! Wir schaffen das -ab nach Südamerika ins bereitstehende Altersheim .
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