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International Die Lage in der Ostukraine bleibt angespannt

Es gibt leichte Anzeichen von Tauwetter in den Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland. Allerdings wird im Osten der Ukraine weiter heftig gekämpft.

Legende: Video Gewalt in der Ostukraine trotz Gesprächen auf höchster Ebene abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.08.2014.

Gestern hatten sich die Präsidenten Russlands und der Ukraine in Minsk getroffen. Es war das erste Treffen seit fast drei Monaten. Wladimir Putin und Petro Poroschenko bekundeten ihren Willen zur friedlichen Lösung des Konflikts. Die Gespräche zwischen Ukraine und Russland endeten damit mit einer leichten Annäherung. Trotzdem: Die Kämpfe zwischen den pro-russischen Milizen und den ukrainischen Regierungstruppen gehen weiter.

Luftangriffe und Gefechte

Die Separatisten gewannen nach eigener Darstellung in der Stadt Ilowaisk die Oberhand. Die Stadt liegt östlich von Donezk. Bei den Gefechten seien auf beiden Seiten Kämpfer getötet oder verletzt worden. Gekämpft wurde vor allem an der Hauptverbindungsstrasse zwischen Donezk und Russland. Der Sicherheitsrat in Kiew hatte zuvor mitgeteilt, das Militär habe dort Verstärkung erhalten.

Kartenausschnitt, auf dem Donezk und wichtige Strassen in der Region eingezeichnet sind.
Legende: Trotz aller diplomatischen Bemühungen: In der Gegend von Donezk wurde auch am Mittwoch heftig gekämpft. SRF

In der Separatistenhochburg Lugansk berichteten die Aufständischen von Luftangriffen der Armee. Innerhalb von 24 Stunden wurden Angaben aus Kiew zufolge mindestens 13 Soldaten getötet und mehr als 30 verletzt. Im gesamten Osten des Landes sollen rund 200 Separatisten getötet worden sein.

Russland hat zudem über 100 Fahrzeuge in die umkämpfte Ostukraine geschickt. Die Fahrzeuge seien unter russischer Flagge im Donetsker Gebiet unterwegs. Dies teilte ein Armeesprecher der pro-westlichen Regierung in Kiew mit. Die Angaben sind allerdings unbestätigt.

Fakt ist: Kiew hat in der Vergangenheit schon häufiger von eingedrungenen Militärkonvois aus Russland gesprochen. Stichhaltige Beweise wurden aber nie präsentiert.

Enge Zusammenarbeit zugesichert

Angesichts des andauernden Blutvergiessens im Osten der Ukraine beharrt Russland weiter auf einer Waffenruhe. Eine Feuerpause dürfe keine «Geisel» für Verhandlungen werden. Beide Seiten müssten aufhören zu schiessen. Dies sagte Russlands Aussenminister Sergej Lawrow.

Mit Blick auf einen weiteren geplanten Hilfskonvoi aus Moskau sagte Lawrow: «Ich bin sicher, dies wir nicht der letzte Konvoy sein.» Russland sicherte zudem dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sowie der Führung in Kiew erneut eine enge Zusammenarbeit zu. «Die Hilfe wird unter Schirmherrschaft des Roten Kreuzes und in völliger Übereinstimmung mit der ukrainischen Regierung erfolgen», erklärte ein Sprecher des russischen Präsidialamtes in Moskau.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von M.Krebser, BE
    Im Artikel steht: "Russland hat zudem über 100 Fahrzeuge in die umkämpfte Ostukraine geschickt. Die Fahrzeuge seien unter russischer Flagge im Donetsker Gebiet unterwegs. Dies teilte ein Armeesprecher der pro-westlichen Regierung in Kiew mit. Die Angaben sind allerdings unbestätigt." In der Tagesschau wurde es uns als Tatsache dargestellt ohne zu erwähnen dass es noch keine Beweise und Bestätigung vorliegen. Ich finde diese Berichterstattung nicht seriös, wir werden wieder für dumm verkauft....
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    1. Antwort von M.Krebser, BE
      Weiter gibt SRF zu "Fakt ist: Kiew hat in der Vergangenheit schon häufiger von eingedrungenen Militärkonvois aus Russland gesprochen. Stichhaltige Beweise wurden aber nie präsentiert"-das wurde in der Tagesschau auch verschwiegen. Nach sovielen Lügen des Westens und Kievs mit Hilfe der MSM ohne Beweise zu erbringen glauben wir ehrlich gesagt nicht mehr. Bis jetzt wird die Ursache des Boeing777 Absturzes verschwiegen aber wie war es damals: "Mr.Putin bringen sie meine Kinder nach Hause".
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Aber immerhin, wurde der Friedensplan von Poroschenko als dubioser bewertet! Aber wie es ausschaut, wird wohl die Unterstützung der Kanzlerin letzten Freitag nicht so ganz im Sinne der Kiever Regierung ausgefallen sein. Jetzt holt man sich mittels streuen von falschen Gerüchten wieder die Amerikaner an Bord, welche ja momentan im Irak beschäftigt sind. Jetzt haben sie wenigstens wieder die volle Aufmerksamkeit dieser. Kalkül zu Lasten der Bevölkerung. Die muss weiter leiden. Widerwärtig!
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  • Kommentar von A. Schulze, Paderborn
    Es gibt Anzeichen, dass sich das Blatt wendet. Die Frage ist was macht die EU und NATO wenn das ausgerufene "Neurussland" die Gebiete bis auf die alten Grenzen der Oblasten auszudehnen versucht. Lässt man sie gewähren oder schreitet die NATO/EU doch noch ein. Dies könnte dann Russland auf den Plan rufen. Ein Rollentausch. Dieser Konflikt wird vermutlich leider noch den ganzen Winter dauern.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Poroschenko hat ja kurz vor den sogenannten Friedensgesprächen anlässlich der Feier in Kiew die Welt wissen lassen, dass man sich auf einen längeren Konflikt einstellen müsse. Von ihn war wohl das Treffen in Minsk lediglich ein ein "Show-Laufen" auf dem roten Teppich. Damit ja alle im Westen wohlwollend auf ihn schauen mögen. Und zusätzlich noch ein Pflichtprogramm, von der Kanzlerin so angeordnet.
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  • Kommentar von R. Kriemler, Bern
    Russland ist so feige und verlogen dass sogar die eigenen "Söhne" welche im verdeckten Einsatz in der Ukraine sterben vertuscht werden.... Die 76. Luftlandebrigade aus Pskov/RU lässt grüssen. Wie hoch ist wohl das Schweigegeld dass die Hinterbliebenen von Müttercen Russland erhalten? Wie kann man so einer verlogenen Regierung die das eigene Volk verkauft trauen??
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    1. Antwort von M.Krebser, BE
      Beweise für verdeckten Einsatz der 76.Luftlandebrigade? Quelle? Kiever / US Psaki / NATO Quellen und Fakes sind nicht erwünscht.
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    2. Antwort von A. Schulze, Paderborn
      Ich denke/hoffe, dass ist jedem Berufssoldaten klar wenn er den Beruf "Mörder" wählt, dass er auch zum Opfer werden kann. Schlimmer finde ich es wenn Menschen dazu gezwungen werden an die Front zu ziehen, so wie es auf der ukrainischen Seite ist. Andere Frage, wie hoch ist das Schweigegeld, dass ganz Europa nichts mehr von MH17 wissen will und nur Russland ständig danach bohrt?
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    3. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Ah, die USA ist da nicht besser. Im Irak sind sehr viel mehr Amis gefallen als die offiziellen 4800, aber ist ja nichts neues, aus aus dieser Himmelsrichtung nur noch gelogen wird. Und weshalb die toten Söhne Amerikas? Weil irgend ein Depp auf eine Serviette geschrieben hatte: "Irak = Massenvernichtungswaffen". Und gerettet hat es die USA auch nicht. Die wurde von innen auf zerfressen und heute ein totalitärer Staat, wo du schon allein erschossen wirst, wenn du auf einen Polizisten zuläufst...
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