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Die Reaktionen auf Trumps Rede Iran will an Atom-Abkommen festhalten

Auch die europäischen Vertragsparteien wollen nicht zurückweichen. Lob erhält Trump aus Israel.

Legende: Video Sorge und Kritik nach Trump-Brandrede gegen den Iran abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.10.2017.

Iran spricht von «beleidigender Rhetorik»: Der Iran will trotz der Kritik von US-Präsident Donald Trump am Atom-Abkommen mit der internationalen Gemeinschaft festhalten. Präsident Hassan Rohani warf Trump in einer Fernsehansprache am Abend «beleidigende Rhetorik» vor. «Das Abkommen ist solider als dieser Herr denkt», betonte er.

Solange die anderen Verhandlungspartner am Deal festhielten, werde der Iran dies auch tun. Rohani nannte das Wiener Atomabkommen von 2015 einen internationalen Deal, den weder der amerikanische Präsident noch der US-Kongress kippen oder modifizieren können.

Lob aus Israel: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hingegen gratulierte Trump zu dessen Iran-Politik. Trump habe mutig das terroristische Regime des Irans konfrontiert, lobte Netanjahu in einer Video-Botschaft, die kurz nach Trumps Rede veröffentlicht wurde.

«Wenn das Iran-Abkommen unverändert bleibt, ist eines ganz sicher: In ein paar Jahren würde das weltweit führende Terror-Regime Atom-Waffen besitzen und das ist eine gewaltige Gefahr für unsere gemeinsame Zukunft», fügte er hinzu.

Europäer weichen nicht zurück: Deutschland, Frankreich und Grossbritannien versicherten in einer gemeinsamen Erklärung am Abend, sie wollten an dem Abkommen mit Iran festhalten. Die Internationale Atomenergiebehörde habe auf der Grundlage ihrer langfristig angelegten Überprüfungs- und Überwachungsprogramme wiederholt bestätigt, dass der Iran die Bestimmungen des Abkommens einhalte, betonten Angela Merkel, Emmanuel Macron und Theresa May.

EU: «Kein bilaterales Abkommen»: Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini wies Trumps Drohung zur Aufkündigung des Atomabkommens zurück. Es stehe «keinem einzelnen Land zu, es zu beenden», sagte Mogherini. «Das ist kein bilaterales Abkommen, es gehört keinem einzelnen Land.»

Die EU-Aussenbeauftragte machte auch deutlich, dass der Iran die Bestimmungen des Abkommens bislang eingehalten habe. «Wir können es uns als internationale Gemeinschaft nicht leisten, ein Abkommen zu gefährden, das funktioniert und seine Ziele erfüllt», fügte sie hinzu.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Ich kann die Kritik der USA und Israel nicht teilen. Fakt ist das der Iran die Abmachungen eingehalten hat, daran gibt es nichts zu rütteln. Die USA sollte lieber die Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien überdenken. Denn es ist nicht der Iran der die ganze Gegend destabilisiert, sondern Saudi-Arabien. Selbst die Frauen haben im Iran mehr Rechte als in Saudi-Arabien. Saudi-Arabien destabilisiert sogar die ganze Welt mit ihrer Unterstützung einer fanatischen Ausrichtung des Islams, des Wahabitismus.
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  • Kommentar von kurt trionfini (kt)
    1:0 für eine stabilere Welt: Einladung zum Streit ausgeschlagen! Der Kampfhahn bleibt mit geschwelltem Kamm und abgesägten Hosen alleine im Ring stehen. Derweil sich die andern am gemeinsamen Tisch (Augenzwinkernd?) zu prosten. Gerne weiter so!
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  • Kommentar von Klaus Kreuter (PalleKalle)
    Wenn wir nicht mehr an geschlossene Abkommen glaubt und dies auch versuchen einzuhalten, sind wir an einem Punkt an dem es bald nicht mehr weitergeht. ISRAEL-Netanjahu sind in diesem Spiel für mich keine Messstäbe, Netanjahu ist mit seiner aggressiven Politik die schlechteste Wahl überhaupt.
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