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International Die Ukraine feiert ihren 23. Geburtstag

Mit einer Militärparade wurde in Kiew die Loslösung von der Sowjetunion gefeiert. Die Zeremonie stand ganz im Zeichen der Kämpfe in der Ostukraine: Präsident Petro Poroschenko kündigte massiv mehr Mittel für die Armee an – obwohl das Land wirtschaftlich am Abgrund steht.

Legende: Video Militärparade in Kiew abspielen. Laufzeit 0:53 Minuten.
Vom 24.08.2014.

Die Ukraine hat den 23. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit gefeiert. Die Zeremonie stand im Zeichen vom blutigen Konflikt mit den Separatisten im Osten des Landes.

Im Beisein von Oberbefehlshaber und Präsident Petro Poroschenko begann am Morgen in Kiew eine Militärparade. Mindestens 1'500 Soldaten sowie 49 Einheiten schwerer Armeetechnik haben an der Waffenschau im Zentrum der Hauptstadt teilgenommen. In einer kurzen Ansprache sagte Poroschenko, dass die Ukraine keinen Krieg wolle. «Wir wählen den Frieden!», betonte der Staatschef.

«Wir wählen den Frieden!»

Die Parade gilt auch als Demonstration der Stärke im Konflikt der pro-westlichen Regierung mit pro-russischen Aufständischen. Gerade wegen der Kämpfe und der ausgetrockneten Staatskasse ist die Waffenschau jedoch umstritten.

Poroschenko kündigte an, dass das Militär massiv aufgestockt werde. Jedoch hat das Land erhebliche wirtschaftliche Probleme.

Legende: Video SRF-Korrespondent Franzen über den Stellenwert der ukrainischen Armee abspielen. Laufzeit 0:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.08.2014.

«Das geht eigentlich gar nicht zusammen», sagt SRF-Korrespondent Christoph Franzen. Hätte der Internationale Währungsfond diesen Sommer nicht mit einem Kredit von 17 Milliarden Franken ausgeholfen, wäre das Land jetzt bankrott.

«Aber es zeigt halt, dass die Kiewer Regierung offensichtlich die Landesverteidigung prioritär behandelt», so Franzen weiter. Gespart werde in fast allen anderen Bereichen.

Zum Beispiel bei den Schulen: In der Ukraine seien sämtliche Ferien des Jahres auf Dezember und Januar konzentriert worden. «Das heisst, dass die Kinder dann nicht in die Schule müssen. Damit müssen die Schulen nicht geheizt werden und das Land kann so Gas sparen.»

Gelb-Blau soweit das Auge reicht

Der ukrainische Präsident war am Nationalfeiertag aber auch bemüht, die militärischen Absichten nicht zu stark zu betonen. Es handele sich um eine «Geste zur Unterstützung der kämpfenden Einheiten im Osten», nicht um eine Siegesparade, sagte Andrej Lyssenko vom Sicherheitsrat in Kiew.

Die damalige Sowjetrepublik Ukraine hatte am 24. August 1991 ihre Unabhängigkeit von Moskau erklärt. Zahlreiche Zuschauer standen bei Sommerwetter nahe dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan), auf dem es im Winter Demonstrationen für eine Westintegration der Ukraine gegeben hatte. Die Prachtstrasse Kreschtschatik war festlich in den Nationalfarben Gelb und Blau geschmückt.

Neue Gefechte in Donezk

Bei heftigen Gefechten in der Separatistenhochburg Donezk beschädigten Granaten ein Krankenhaus und eine Leichenhalle. Die Zahl der Opfer ist noch unbekannt. Die Aufständischen teilten mit, bei einer Gegenoffensive etwa 5000 Regierungseinheiten und 30 Panzer eingekesselt zu haben. Diese Meldung konnte noch nicht bestätigt werden.

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81 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Oppliger, Walenstadt
    Es ist schon unglaublich,was unsere Verschwörungstheoretiker allen voran @Krebser,Devin Marc und mit Leader Bernoulli uns da wieder alles auftischen.Die Kriegshetze die von dieser Seite kommt ist schier unerträglich.Wenn ihr an die Macht kommen würdet,wäre die Welt am anderen Tag in Schutt und Asche.Herr Bernoulli sind Sie noch bei Sinnen?Die USA würde nie aber auch gar nie wegen der Ukraine und noch viel weniger in der jetztigen Situation einen Krieg gegen Russland anfangen.Einfach Unlogisch !!
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    1. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Die USA sind ökonomisch in einer extrem schwierigen Situation: Schuldenexplosion, soziale Spannungen usw. Investiert haben sie in Aufrüstung und besitzen einen politsch einflussreichen militärindustriellen Komplex. Solche Situationen führen immer wieder zum Versuch, durch Krieg im Ausland die inneren Probleme zu lösen bzw. davor abzulenken. Und nochmals, die Strategen in den USA haben schon gezeigt, wie sie ticken und vor keinem WK zurückschrecken: siehe Operation Northwood.
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    2. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Schauen Sie sich "Jürgen Sholz, Brennpunkt Ukraine". Die USA haben das Problem, dass der $ zunehmend unter Druck gerät, immer mehr Länder wollen nicht mehr in dieser Währung int. Handel betreiben, insbes. RU und China, aber auch Iran, damals Irak usw. Je mehr der $ int. als Weltwährung gemieden wird, desto problematischer wird das für die USA. Es gefährdet ihre ökonomische und politische Machtstellung in hohem Masse, wenn sie nicht mehr für die ganze Welt $ drucken können.
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    3. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      D.h. die USA geben den Staaten zu verstehen, dass eine Abkehr vom $ gefährlich ist. Man kann dies durchaus mit Mafiamethoden vergleichen. Dass die USA vor solchen erpresserischen Methoden nicht zurückschrecken siehe "John Perkins Bekenntnisse eines economic hit man". Bezüglich Ukraine: siehe veröffentlichte Telefonate, in denen die USA diskutieren, wer in die neue Regierung von Kiew gehört und wer nicht -> eindeutiger Hinweis, dass die USA bei der Regierungsbildung in Kiew mitbestimmt haben.
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    4. Antwort von Peter Oppliger, Walenstadt
      @Bernoulli: Sie erzählen hier im Forum eigentlich immer dasselbe, und ihre Begründungen entbehren jeglicher Grundlage. Im Gegenteil bemerkt man in den USA eine eigentliche Kriegsmüdigkeit, und die Kriege sind ja auch nicht immer profitabel(siehe Irakkrieg).Es ist einfach eine naive Ablenkung die Schuld den USA anzulasten, denn ganz klar ist hier der Aggressor Russland,hören Sie endlich auf mit ihren an den Haaren herbeigezogenen Verschwörungstheorien.
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    5. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Ob das, was ich schreibe unter Berücksichtigung der Quellen, welche ich angebe (nur z.T. möglich, nicht alles ist im Internet), an den haaren herbeigezogen ist oder nicht muss jeder selbst beurteilen und wenn Sie dies so sehen, respektiere ich das. Stelle meine Aussagen auch immer wieder in Frage, zwecks Überprüfung. Bezüglich Ukrainekonflikt wie 9/11 scheint mir die Sachlage ziemlich klar, aber eben, man kann fast immer auch mit guten Gründen anderer Meinung sein.
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    6. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Das mit der Kriegsmüdigkeit ist auch wahr. Aber wenn eine Nation wie die USA soviel in die Kriegsindustrie investieren, wollen sie diese Investitionen je nach Situation auch rentabilisieren. Es gibt beide Tendenzen: Kriegsmüdigkeit und kriegerische Vorwärtsstrategie. Die Frage ist, in welcher Richtung die Entwicklung geht. Hellhörig macht auch die Rede von Gorbatschow in München 2011, in der er klar von dem Einfluss des militärindustriellen Komplexes warnt, und auch konkret vor einem 3. WK.
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    7. Antwort von Devin Mark, Zürich
      @Oppliger Erst einmal googeln Sie das Wort Verschwörungstheorie bitte, so verstehen Sie wenigstens was es bedeutet! Das was Herr Bernoulli schreibt ist Fakt Herr Oppliger. Übrigens, viele so genante "Verschwörungstheorien" haben sich im Nachhinein als wahr herausgestellt. Also Vorsicht mit Ihren Unterstellungen.
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    8. Antwort von Peter Oppliger, Walenstadt
      @Devin Mark:Ich weiss sehr wohl was Verschwörungstheorie bedeutet,von daher brauche ich keine Lehrmeistereien von Ihnen.Zudem ist euer Motiv ganz klar ersichtlich,nämlich euer USA-Hass ist die Grundlage für eure abstrusen Verschwörungstheorien.Dieser Hass macht euch dermassen blind,indem Ihr die einfachsten Zusammenhänge nicht mehr erkennen könnt,nämlich dass Russland diesen Krieg ins Leben gerufen hat,und diesen auch nur durch Russland am Leben erhalten wird.
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    9. Antwort von W. Helfer, Zürich
      P. Oppliger. Welche Länder legen FREMDE Länder in Schutt und Asche? Welche Länder hinterlassen Chaos und Elend der Bevölkerung unter dem Deckmantel "wir bringen Frieden und Demokratie"? Warum muss sich die USA auf der ganzen Welt einmischen und IHRE eigenenen Vorstellungen von "Demokratie und Frieden" mit Bomben aufzwingen?
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    10. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      @ P. Oppliger: Sie schreiben ja auch immer wieder vom Agressor RU/Putin. Bis auf die oberflächlichen Fakten und ein paar dünnen Geschichten, spricht wenig für diese Sicht der Dinge. Dass RU/Putin nicht auch die Finger im Spiel haben, würde ich nicht bestreiten, aber von dieser Seite wurde der Konflikt nicht zu dem gemacht, den er heute geworden ist.
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  • Kommentar von S. Keel, Ittigen
    Die Ukraine wird von russischen Terroristen bzw. Soldaten angegriffen, nicht von "pro-russischen Separatisten". Putin respektiert die Souveränität der Ukraine nicht und will das Land unter seine Kontrolle bringen. Präsident Poroschenko muss sein Land verteidigen. Es darf nicht sein, dass ein machtgieriger Diktator seine Nachbarländer angreift. Putin greift mit wirtschaftlicher und psychologischer Kriegsführung die westliche Zivilisation an. Die Schweiz sollte auf der Seite des Westens stehen.
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    1. Antwort von Peter Oppliger, Walenstadt
      @Keel: Danke vielmal Herr Keel, sehr gut auf den Punkt gebracht, kann mich zu 100% anschliessen.Ihr letzter Satz wäre die richtige Antwort auf diesen Konflikt.
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    2. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @S. Keel: Nein, wir waren, sind und werden neutral bleiben. Damit dient die Schweiz der intern. Gemeinschaft am Besten. Wie kann man nur so unsinnig argumentieren. Die Schweiz nach Marignano: "Was gehen uns fremde Händel an...." Man sollte vielleicht die Geschichte ein wenig mehr beherzigen.
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    3. Antwort von N.Belg, Luzern
      "Die Angst hat grosse Augen"
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    4. Antwort von W. Helfer, Zürich
      Ja. Die Kiewer Machthaber u ihre Unterstützer glauben ja auch, dass russisch-stämmige Menschen kein Recht haben in der Ukraine zu leben und aus ihrer Heimat vertrieben werden müssen.
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  • Kommentar von Stanic Drago, Delemont
    Sieht nicht gut für Ukrainer. Diese 5000 eingekesselte sind gesamte 8 Korpus Ukrainische Armee. Dazu kommt noch Einheiten Südlich von Snezno wie auch 80.Brigade Südlich von Luhansk. ANR nutzt Russische Grenze und sind mit kleineren Einheiten bis Asov Meer vorgedrungen. Nachschub Linie von UA werden jetzt schon Täglich angegriffen weit von Front. Statt versuchen Verteidigung Linie aufzubauen verheizt Kiew ihre Truppe mit unsinnigen Aktionen.Reserve werden erst in 2 Woche da sein.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Wenigstens haben wir hier jemanden, der uns direkt von der vordersten Front berichten kann, was dort wirklich geschieht. Nur habe ich bis heute nicht gewusst, dass Delémont in der Ost-Ukraine liegt.
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    2. Antwort von Stanic Drago, Delemont
      Das nennt Mann Internet. Und auch aus Kanton Jura ( Schweiz) kann Mann Nachrichten aus ganze Welt verfolgen.
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