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Such- und Rettungseinsätze auf den Bahamas angelaufen
Aus Tagesschau vom 05.09.2019.
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«Dorian» hinterlässt Chaos 70'000 Menschen brauchen dringend Hilfe

Nach dem verheerenden Hurrikan «Dorian» auf den Bahamas ist die Zahl der Toten auf 20 gestiegen.

Opferzahlen auf den Bahamas: Bei dem Sturm sind laut Gesundheitsminister 20 Personen ums Leben gekommen. Bisher hatte die Regierung von sieben Todesopfern gesprochen. Premierminister Hubert Minnis sagte zuvor bei einer Pressekonferenz, die Bahamas befänden sich «inmitten einer der schwersten Krisen in der Geschichte des Landes».

Evakuierung: Seit Dienstagabend (Ortszeit) sind die Rettungskräfte dabei, Menschen aus den betroffenen Gebieten zu evakuieren. Wegen immer noch starkem Wind, Überschwemmungen und zerstörten Gebäuden haben sie jedoch Probleme, alle zu erreichen. Teile der Inseln sind immer noch von der Aussenwelt abgeschnitten, es gibt keine Stromversorgung mehr und nur noch stark eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten.

Rettungsmassnahmen: Auch Spitäler wurden vom Sturm getroffen und kämpfen damit, die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Nach Angaben der UNO brauchen 70’000 Menschen dringend Hilfe zum Überleben. Die Bevölkerung brauche Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und Notunterkünfte. Die Internationale Rotkreuz-Föderation hat bereits 500’000 Dollar gesprochen, um die erste Welle der Katastrophenhilfe zu gewährleisten. Die UNO und auch die US-Regierung sendeten Hilfskräfte in die Region.

Ausmass der Zerstörung: Hurrikan «Dorian» hat die Bahamas mit der höchsten Windstärke 5 getroffen und verharrte über anderthalb Tage über den Inseln. Das IKRK schätzt, dass 45 Prozent der Häuser auf den Inseln Grand Bahama und Abaco beschädigt oder zerstört worden seien. Die zwei Inseln mit einer Einwohnerzahl von 70’000 wurden am stärksten getroffen. Die mit 250’000 Einwohnern bevölkerungsreichste Insel, New Providence, auf welcher sich auch die Hauptstadt Nassau befindet, wurde weitgehend verschont.

Florida weitgehend verschont: Es wird davon ausgegangen, dass «Dorian» den Bundesstaat Florida nur streift und somit weitgehend verschont. Er befindet sich zurzeit etwa 140 Kilometer von der Küste entfernt. Mittlerweile entwickelt der Hurrikan Windböen der Geschwindigkeit von 185 Kilometern pro Stunde und wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag vom Wirbelsturm der Kategorie 2 auf die Kategorie 3 hochgestuft. Er bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von elf Kilometer pro Stunde in Richtung Nordwesten.

Hurrican_Dorian

Vorbereitungen: Der Hurrikan könnte den Bundesstaaten Georgia, South Carolina und möglicherweise auch North Carolina am Donnerstag und Freitag gefährlich nahe kommen. Denn auch wenn der Sturm nicht direkt auf das Festland trifft, kann er gravierende Sturmfluten und Überschwemmungen auslösen. Bisher wurden über zwei Millionen Menschen aus den kritischen Gebieten entlang der Ostküste evakuiert. Einige Strassen in South Carolina und Georgia wurden in Einbahnstrassen umfunktioniert, um eine raschere Evakuierung zu ermöglichen. Viele Flughäfen in der Region wurden geschlossen und hunderte von Flügen gestrichen. In einigen Städten an der Küste wurde sogar eine Ausgangssperre verhängt.

Hurrikan-Kategorien und deren erwarteten Schäden

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Wie immer sind auch hier wieder die USA am schnellsten und mit der größten Rettungsdelegation vor Ort. Vielen Dank dafür.
    1. Antwort von Reto Blatter  (against mainstream)
      Die Ablehner hätten wohl lieber die Russen oder Chinesen vor Ort gesehen. Nur haben die es nicht so mit humanitären Einsätzen.
    2. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Was nicht sein darf kann nicht sein, das sehen Sie an den Vielen Ablehnern. Schon traurig die ideologische Sichtweise vieler hier.
    3. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Danke für diesen Hinweis. Die Hilfsbereitschaft der Menschen in den USA ist grossartig. Die USA haben auch ihre ganz guten Seiten.
    4. Antwort von Kurt E. Müller  (KEM)
      @Blatter: Die Amis sind ja auch nur 100 km entfernt.
    5. Antwort von Thomas F. Koch  (dopp.ex)
      Es ist positiv, dass die USA Hilfe entsendet, auch unter den Umständen, dass Teile der US-Ostküste als nächstes auf dem Dorians-Weg liegt und die eigene Bevölkerung Hilfe benötigen wird.
      Andererseits, wer sonst hat in der direkten Umgebung der Bahamas diese Infrastruktur und Manpower zur Verfügung, wenn nicht die USA mit ihrer Küstenwache? Wer sonst ist in wenigen Stunden mit dem Schiff und Hubschrauber von einer Millionenmetropole aus in den Bahamas?
  • Kommentar von Enrico Dandolo  (Doge)
    @SRF: Das IKRK hat 50'000 Dollar gesprochen? Sicher, dass nicht ein Paar Nullen fehlen?
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Vielen Dank für den Hinweis. Sie hatten Recht, wir haben die Zahl korrigiert.