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Drohne im Flug
Legende: Todbringende Flugmaschine: Hunderte Zivilisten sollen beim Einsatz von US-Drohnen ums Leben gekommen sein. Reuters/Archiv
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International Drohnenkrieg: USA im Fadenkreuz der Vereinten Nationen

Die Einsätze von US-Drohnen sorgen für Kritik. Die UNO will Washington dabei vermehrt in die Karten gucken: Ein Bericht fordert die Offenlegung der Daten zu Einsätzen unbemannter Kampfflieger.

Die Einbindung des Geheimdienstes CIA in die Kriegsführung mit Drohnen sei ein «unüberbrückbares Hindernis für die Transparenz», erklärte der UNO-Sonderberichterstatter für Terrorbekämpfung, Ben Emmerson.

In seinem Report für die UNO-Vollversammlung kritisiert der Diplomat, dass die Beteiligung der CIA an Drohneneinsätzen es unmöglich mache, die Zahl ziviler Opfer in Pakistan, Somalia, dem Irak und dem Jemen abzuschätzen. «Der Sonderbeauftragte will nicht hinnehmen, dass Erwägungen der nationalen Sicherheit es erlauben, Daten dieser Art zurückzuhalten», heisst es im Bericht.

Hunderte zivile Opfer in Pakistan

Mindestens 400 Zivilisten sind in Pakistan nach Regierungsangaben bei Drohnenangriffen in den vergangenen zehn Jahren getötet worden. Zudem seien 200 weitere Opfer demnach «wahrscheinlich Nichtkombattanten» gewesen, sagte Emmerson.

Er berief sich auf Angaben des pakistanischen Aussenministeriums, dem zufolge es seit 2004 mindestens 330 Angriffe mit ferngesteuerten unbemannten Flugobjekten in den weitgehend gesetzlosen Stammesregionen an der Grenze zu Afghanistan gegeben habe. Insgesamt seien dabei seit 2004 mindestens 2200 Menschen getötet und nicht weniger als 600 ernsthaft verletzt worden.

Video
Der saubere Drohnenkrieg der USA
Aus News-Clip vom 03.07.2013.
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Daten veröffentlichen

Die meisten Drohnenangriffe gehen auf das Konto der USA, die als Teil des Krieges in Afghanistan die pakistanischen Grenzgebiete angreifen, die militanten Muslimen als Rückzugsgebiete dienen.

Emmerson forderte die USA auf, ihre bislang streng geheimgehaltenen Daten zu zivilen Opfern durch Drohnenangriffe öffentlich zu machen. Er forderte auch Grossbritannien und Israel auf, ihre Kriegsführung mit unbemannten Flugkörpern offenzulegen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser , Aeschi
    Naiv zu glauben(NZG)Kameltreiber hättenZugang zuWTCgehabt um Sprengladungen anzubringen.NZGWolkenkratzer könnten in freiem Fall einstürzen,OHNE gesprengt zu werden.TERRORISTENsindDIE, welche Ladungen anbrachten.Medienschaffende des SRF,welche dieseTatsacheBEWUSST unter denTeppich kehren+sich zuKomplizen desSchurkenstaates gesellen,werden NAMENTLICH GENANNT WERDEN.Diese Leute sind ausschliesslich Papierschweizer+werden EIN FURCHTBARES SCHICKSALerleben.Sonst gäbe esKEINE Gerechtigkeit.
  • Kommentar von kari huber , surin
    Natürlich gibt es auf US-Seite unerträgliche Bürokraten, die alles für ihre eigene Karriere und nichts für ihr Land tun. Solche Misfits sind wohl auch für die Mehrzahl der fälschlich erfolgten Angriffe verwantwortlich - werden aber einer solchen Verantwortung mit allen Mitteln zu entgehen versuchen. Diesen Missstand können aber nur die USA beseitigen, keinesfalls eine hilf- und orientierungslose UNO.
  • Kommentar von kari huber , surin
    Welch unglaubliche Naivität! Die Ziele von Drohnenangriffen sind die Unmenschen, welche zigtausende Unschuldige durch ihre Terrorakte töten. Sie verstecken sich unter der Zivilbevölkerung und sind diejenigen, die unschuldige Drohnenopfer tatsächlich verschulden. Ohne verdeckte Kriegsführung hat die zivilisierte Welt gegen die Terroristen und ihre ungebildeten und unzivilisierten Instrumente keine Chance. Auch so noch haben es die Terroristen viel zu leicht.