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International Dutzende Tote bei Luftschlag auf IS-Hochburg

Bei heftigen Luftangriffen auf die nordsyrische IS-Hochburg Al-Rakka sind mindestens 39 Personen ums Leben gekommen. Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Unklar ist, ob russische oder syrische Kampfjets die Angriffe flogen.

Demonstrationszug mit IS-Fahnen.
Legende: Rakka gilt de facto als Hauptstadt des Islamischen Staates (IS). Keystone

In der nordsyrischen Stadt Al-Rakka sind bei Luftangriffen mindestens 44 Menschen getötet worden, die Mehrzahl von ihnen sind Zivilisten. Dies meldet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR). Mindestens 40 Menschen seien verletzt worden.

SOHR-Leiter Rami Abdel Rahman geht davon aus, dass russische Jets die Angriffe flogen. Er habe sichere Erkenntnisse, dass keine Flugzeuge der US-geführten Koalition für die Luftschläge verantwortlich seien. Syriens Luftwaffe sei zu solch heftigen Angriffen nicht fähig. Am Freitag waren bei Luftangriffen auf Al-Rakka 16 Menschen ums Leben gekommen, darunter acht Kinder.

Auch Angriffe auf Palmyra

Russische Kampfflugzeuge haben laut der Beobachtungsstelle die vom IS gehaltene Oasenstadt Palmyra bombardiert. Dabei seien mindesten 18 IS-Kämpfer getötet worden.

Die von der russischen Luftwaffe unterstützte syrische Armee versucht seit Wochen, die rund 200 Kilometer südwestlich von Rakka gelegene Stadt zurückzuerobern. Der IS hatte Palmyra im vergangenen Mai erobert und dort seitdem antike Heiligtümer zerstört, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehörten.

Russland hat zwar in dieser Woche den Grossteil seiner Truppen aus Syrien abgezogen, fliegt aber zur Unterstützung des Regimes weiter Luftangriffe im Bürgerkriegsland. Die vor drei Wochen begonnene Waffenruhe gilt nicht für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Al-Nusra-Front, den syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Andernorts hiess es immer wieder, Russland würde nicht gegen den IS kämpfen. Und nun ist es auch nicht recht... Russland kann machen was es will, die westlichen Medien kritisieren es, während sie auf bleiden Augen blind sind für die Verbrechen der USA und ihrer Verbündeten (Krieg in Jemen z.B. wo der IS dank USA und SA gestärkt wird).
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  • Kommentar von N. Belg (Sinilga)
    Na ja, was die USA Koalition 5 Jahren nicht erreichen konnte gegen IS, hat Russland in 5 Monaten erreicht, IS geschwächt, ihre finance Quellen und Infrastruktur vernichtet. Und Dank Russland zu gezwungene Feuerpause gekommen. Auch viele Tonnen Humanitäre Hilfe. Kein Wunder, wie man reagiert mit inform.
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  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    So züchtet man Terroristen und fördert den Flüchtlingsstrom. Ist doch egal wer die Bomben abwirft, das Verbrechen wird nicht besser. Ob es nun Syrer, Russen, Amis oder wer auch immer zu verantworten hat, IS (evtl.) im Visier, Frauen und Kinder als Opfer. Problemlösung sieht anders aus, ist wohl viel zu spät, um noch eirgendwas zu retten. Und wir jammern hier über die, die flüchten, und verkaufen selbst seelenruhig weiter Waffen in Krisengebiete... Mir geht die Heuchlerei so auf die Nerven.
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