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International Dutzende Tote nach Anschlag in Nordsyrien

Bei einem der schwersten Anschläge seit Monaten in Syrien sind in der kurdischen Stadt Kamischli im Nordosten des Landes mindestens 56 Menschen getötet worden. Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamierte das Attentat für sich.

Bergungsarbeiten bei einem eingestürzten Gebäude in Kamischli.
Legende: Unter den Trümmern wird weiter nach Vermissten gesucht. Reuters

Bei einem schweren Anschlag auf kurdische Sicherheitskräfte im Nordosten Syriens sind mindestens 56 Menschen getötet worden. Mehr als 160 weitere wurden verletzt. Die IS-Propagandaagentur Amak liess verlauten, dass die Terrormiliz Islamischer Staat hinter dem Anschlag stecke.

Viele Menschen seien nach den zwei Explosionen in der Stadt Kamischli noch unter Trümmern begraben, sagte der Direktor des Nationalen Spitals vor Ort, Omar al-Akub.

Vor allem Zivilisten unter den Opfern

Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte explodierte eine Autobombe nahe einer Justizbehörde und einem Gebäude der Sicherheitskräfte. Aktivisten aus der Region berichteten von einem mit Sprengstoff gefüllten Lastwagen, der in die Luft geflogen sei. Es seien vor allem Zivilisten ums Leben gekommen. Einzelheiten zur zweiten Explosion gab es zunächst nicht.

Kamischli liegt in der Provinz Hassaka, die zur autonomen Kurdenregion im Norden und Nordosten Syriens gehört. Den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) gelang es, die IS-Miliz im Norden und Osten Syriens zurückzudrängen, doch die Extremisten reagierten mit einer Serie von Selbstmordattentaten.

Seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien 2011 wurden mehr als 280'000 Menschen getötet, Millionen weitere ergriffen die Flucht.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Gleich, wenn diese Anschlag Serie aufhört, werden sich unsere Presse an Einkesselung von Ost Aleppo stürzen. Schon jetzt haben erste französische und britische Politiker Humanitäre Hilfe für arme eingekasselte Islamisten verlangt. Alles unter Mantel von Menschlichkeit.
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  • Kommentar von Thomas Wieder (Thomas W.)
    Ich wundere mich schon lange: der IS kann ungehindert Propaganda im Internet betreiben. Keiner kann das scheinbar verhindern. Es müssen Milliarden fliessen, keiner kann das scheinbar stoppen. Ich weiss, dass auch unbescholtene Ausländer lieber kein Geld mehr in der Schweiz horten: viel zu kompliziert, zu streng überwacht. Es gibt Staatstroyaner und staatliche Hacker. Da drängt sich doch die Idee einer globalen Verschwörung förmlich auf, oder spinne ich vielleicht?
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Es wäre so einfach Islamisten zu besiegen. Wie jede Terror Organisation auch diese hat Sponsore welche sie finanzieren. Finden wir Sponsoren und haben wir Islamiste besiegt. Wenn sie solche Vorschlag in Frankreich verbreiten, ist grösse wahrscheinlichkeit, dass sie Knast landen. Heutige EU Politiker sind zu scharf auf Investitionen von diesen Sponsoren, dass sie jede weitere Anschlag in kauf nehmen werden.
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