- Ein Tauchsafariboot ist am Freitag vor den Seychellen in Seenot geraten und gesunken.
- Das EDA bestätigt gegenüber SRF, dass sich sieben Schweizer an Bord des Schiffs befanden.
- Zwei Schweizer gelten als vermisst.
Das Tauchsafariboot «Galatea» geriet in den Morgenstunden während einer Fahrt vor Marie-Louise Island in Schwierigkeiten und sank.
Gemäss der Tageszeitung «Seychelles Nation» werden nach wie vor vier Personen vermisst, darunter zwei Schweizer. Ein dritter Schweizer konnte gerettet werden und befindet sich unter den insgesamt zehn Geretteten.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat Kenntnis vom Schiffsunglück und den vermissten zwei Schweizern, wie es SRF bestätigt. Insgesamt haben sich unter den Passagieren sieben Schweizer Staatsangehörige befunden.
«Die restlichen Schweizer Staatsangehörigen sind wohlauf und es geht ihnen den Umständen entsprechend gut», heisst es beim EDA. Aus Daten- und Persönlichkeitsschutzgründen macht das Departement keine weiteren Angaben zu den Betroffenen.
Die Schweizer Vertretung in Madagaskar und das Honorarkonsulat auf den Seychellen stünden in Kontakt mit den zuständigen Behörden vor Ort sowie mit den betroffenen Schweizer Staatsangehörigen.
Kapitän ist in Gewahrsam
Christian Lionnet, stellvertretender CEO der Islands Development Company (IDC), erklärte an einer Medienkonferenz, dass die geretteten Personen noch unter Schock stünden, aber gesundheitlich stabil seien. «Vorsorglich müssen jedoch die notwendigen medizinischen Untersuchungen durchgeführt werden, bevor die erforderlichen Befragungen stattfinden.»
Laut Polizeikommissar Godfra Hermitte dauern die Ermittlungen und Befragungen noch an. Der Kapitän des Schiffes befinde sich in Polizeigewahrsam.
Der «Blick» hatte zuerst über das Ereignis berichtet. Das untergegangene Schiff diente laut Webseiten von Reiseanbietern als Basis für Tauchgänge. Die Seychellen im Indischen Ozean gelten als Tauch- und Schnorchel-Paradies.