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G7-Gipfel auf Sizilien Eine Enttäuschung

Viel hatte man vom G7-Gipfel nicht erwartet. Doch selbst diese tiefen Erwartungen wurden enttäuscht. Eine Einschätzung.

Legende: Video Die Einschätzung von SRF-Korrespondent Philipp Zahn abspielen. Laufzeit 1:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.05.2017.

Die Hoffnung, dass es in Taormina zum grossen Schulterschluss der G7-Staaten kommt, hatten nur die Wenigsten – insbesondere nach den Äusserungen von US-Präsident Donald Trump zu den Themen Handel und Klima im Vorfeld des Treffens. Dass die Ergebnisse aber derart dürftig ausfallen, das ist schon enttäuschend.

Beispiel Welthandel: Trump will weiterhin bilaterale Abkommen. Die Europäer pochen jedoch auf ein globales System, das den EU-Mitgliedstaaten die Tür zum Welthandel offen hält. Auch beim Thema Klima gibt es keine Einigung – es wird wahrscheinlich nicht einmal im Abschlussprotokoll vorkommen.

Dass die Atmosphäre am G7-Gipfel nicht gut ist, scheint vor allem mit der Person von Donald Trump zusammenzuhängen. Er fühlt sich an diesem Treffen überhaupt nicht wohl.

Auch die anderen Gipfelteilnehmer machen keinen begeisterten Eindruck. Es wirkt, als wäre Trumps Vorgänger Barack Obama immer noch präsent. Er hatte jeweils versucht, zumindest in der Öffentlichkeit Einigkeit zu demonstrieren.

Trump ist dagegen schroff und abweisend. Das hatte man bereits am Donnerstag in Brüssel gesehen. Es scheint, als wolle der US-Präsident seine Aussenseiterrolle auch öffentlich kultivieren.

Philipp Zahn

Philipp Zahn

Philipp Zahn berichtet für SRF aus Italien und dem Vatikan. Er lebt seit 1995 in Rom. Zahn studierte Geschichte, Volkswirtschaft und Philosophie in Berlin und Siena.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Dass sich Herr Trump nicht wohlfühlt ist verständlich, denn er hat einfach das Wissen nicht, das es in einem Amt als Präsident der USA braucht. Dieser Mann ist nicht am richtigen Platz auch hat er anscheinend Berater, welche auch keine Ahnung von Politik haben.
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Ausser Spesen nichts gewesen. Die USA kann und will mit ihrem Präsi keine großen außenpolitischen Würfe machen. Einerseits will und kann er alle anderen Mentalitäten als die ami nicht verstehen. Zum anderen muss man auch verstehen das er keine Ahnung von Politik (geschweige der Außenpolitik) hat außer seiner eigenen Methode. Insgeheim würde er nachträglich lieber die ganze Bürde die er sich da eingehandelt hat sein lassen und zum alten Geschäft zurückkehren-W. für alle besser wäre.
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  • Kommentar von Walter Eiselen (W.E.)
    Ja, pleite sind die USA schon lange. Neuestes Beispiel: Ihr Suchtmittel Öl müssen sie den Saudis mit Waffen bezahlen, weil sie sonst noch mehr Dollars drucken müssten. Trump ist nun das Aushängeschild für den rapiden Abstieg, für Dekadenz und Menschenverachtung der einstigen Supermacht USA.
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    1. Antwort von Roland Gadient (Roland Gadient)
      Dann müssen die EU auch nennen, sie war Pleite als sie schon gegrüsst wurde
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