In den USA sorgen einmal mehr Posts von Präsident Donald Trump für Gesprächsstoff: Kurz vor der Präsidentenwahl in Honduras verspricht Trump dem mittelamerikanischen Staat die Unterstützung der USA, falls der rechte Kandidat Nasry «Tito» Asfura gewählt wird.
Zudem kündigte Trump die Begnadigung des rechtsgerichteten honduranischen Ex-Präsidenten Juan Orlando Hernandéz an, der in den USA eine langjährige Strafe wegen Drogenhandels absitzt.
Trump will «kein Geld verschwenden»
Werde Nasry «Tito» Asfura, der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Tegucigalpa, gewählt, dann könne Honduras auf die Unterstützung der USA setzen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Wenn nicht, werde Washington «kein Geld verschwenden», so Trump weiter.
Im mittelamerikanischen Land Honduras mit elf Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen gibt es drei aussichtsreiche Hauptbewerber für die Präsidentschaft: Für die linke Regierungspartei Libre tritt die frühere Finanz- und Verteidigungsministerin Rixi Moncada an. Die aussichtsreichsten Oppositionskandidaten sind Nasry «Tito» Asfura, der für die Nationalpartei von Ex-Präsident Hernández antritt sowie Salvador Nasralla von der Liberalen Partei.
Trump schrieb weiter, «Tito und ich können gemeinsam gegen die Narco-Kommunisten kämpfen und den Menschen in Honduras die dringend benötigte Hilfe zukommen lassen. Mit Moncada und den Kommunisten kann ich nicht zusammenarbeiten. Nasralla ist kein verlässlicher Partner für die Freiheit und nicht vertrauenswürdig.»
Ex-Präsident zu 45 Jahren Gefängnis verurteilt
Der in den USA im Gefängnis sitzende Juan Orlando Hernández war zwischen 2014 und 2022 Präsident von Honduras. Kurz nach Ende seiner Amtszeit wurde er an die USA ausgeliefert.
Dort wurde er am 8. März 2024 von einem Geschworenengericht in Manhattan, New York, des illegalen Drogen- und Waffenhandels schuldig gesprochen. Er wurde zu einer 45-jährigen Haftstrafe und zu einer Geldstrafe von acht Millionen Dollar verurteilt. Die Berufung gegen das Urteil ist noch hängig.
Der konservative Politiker soll Drogenschmugglern – darunter auch dem inzwischen in den USA in Haft sitzenden mexikanischen Ex-Kartellchef Joaquín «El Chapo» Guzmán – geholfen haben, tonnenweise Kokain über Honduras in Richtung USA zu schleusen.
Trump gegen Maduro – angeblich wegen Drogenhandels
Trump, der erst gerade Venezuela ins Visier genommen hat, weil er Präsident Nicolás Maduro Drogengeschäfte vorwirft, schrieb weiter, Hernandéz sei nach Meinung vieler Menschen, die er sehr schätze, «sehr hart und unfair behandelt» worden. Deshalb werde er ihm eine vollständige und umfassende Begnadigung gewähren.
Das US-Justizministerium hatte während der Amtszeit Präsident Joe Biden nach der Verurteilung von Hernandéz geschrieben, als Präsident von Honduras habe dieser seine Macht missbraucht. Hernandéz habe eine der grössten und gewalttätigsten Verschwörungen im Bereich des Drogenhandels weltweit unterstützt. Die Folgen hätten Menschen in Honduras und in den Vereinigten Staaten zu tragen gehabt.
Die Präsidentschaftswahl in Honduras findet morgen Sonntag statt.