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Einschränkungen im Schneechaos Nach Wintereinbruch starten erste Flüge in Wien wieder

  • Wegen heftigen Schneefalls musste der Flughafen Wien-Schwechat seinen Betrieb am Freitagmorgen vorübergehend einstellen.
  • Mehr als 150 Flüge wurden nach Angaben des Airports gestrichen.
  • Gegen Freitagmittag konnten erste Flugzeuge dann wieder abheben, teilte der Flughafen mit.
  • Auch auf den Autobahnen rund um Wien und im Tirol gab es grosse Probleme.

Rund 13'000 Passagiere seien am Flughafen Wien betroffen gewesen, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft Austrian Airlines. Ankommende Langstrecken-Maschinen seien auf umliegende Airports umgeleitet worden. Auch für den Rest des Tages seien Verspätungen und weitere Streichungen nicht ganz auszuschliessen, hiess es.

Auch der Münchner Flughafen versinkt im Schnee

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Auch in der süddeutschen Grossstadt München kam es auf dem Flughafen München Franz Josef Strauss zu Störungen des Flugebtriebs. Starts und Landungen könnten sich wegen der starken Schneefälle verspäten oder ganz ausfallen, teilte der Flughafen auf seiner Webseite mit.

Passagieren, die am Freitag von München abfliegen wollen, wurde geraten, sich frühzeitig mit ihrer Fluglinie in Verbindung zu setzen und sich über den Status ihres Fluges zu erkundigen.

In der Nacht waren rund 20 Zentimeter Schnee gefallen. Der Winterdienst sei seit Donnerstagabend durchgehend im Einsatz, hiess es am Morgen. Etwa 1000 Lastwagen-Ladungen mit insgesamt rund 15'000 Tonnen Schnee seien bisher beseitigt worden.

Bus wurde von Lawine von der Strasse geschoben

Auch der Strassenverkehr war beeinträchtigt: Eine wichtige Schnellstrasse am Rand der österreichischen Hauptstadt war zeitweise gesperrt. Viele höher gelegene Strassen waren ebenfalls nicht mehr befahrbar.

In Tirol wurde ein Bus, der Firmenangestellte zu ihrem Unternehmen brachte, von einer Lawine erfasst und von der Strasse geschoben. Keiner der zwölf Insassen sei verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Schneebedeckte Fahrräder vor verschneiten Bäumen.
Legende: Der Osten Österreichs versinkt im Schnee. Es kam zu Störungen auf den Strassen und auf dem Flughafen Wien. REUTERS/Elisabeth Mandl

Bei Sölden kollidierte ein Autofahrer mit einem Räumfahrzeug und stürzte anschliessend 30 Meter ein steiles Gelände herab. Der Fahrer wurde schwer verletzt und seine Tochter leicht. Obwohl bei schneebedeckter Strasse auf der Route Schneeketten Pflicht seien, seien beim Unfallfahrzeug keine montiert gewesen, teilte die örtliche Polizei mit.

Nach Schneefall deutlicher Temperaturanstieg

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste waren im Dauereinsatz. Viele Bäume stürzten wegen der Schneelast auf die Strassen.

Fünf Tote durch Lawinen

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Fünf Personen sind in Österreich durch Lawinen ums Leben gekommen. In St. Anton am Arlberg konnten zwei Menschen nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden, teilte ein Polizeisprecher mit. Von den drei zunächst verletzt geborgenen Personen starb am Abend eine im Spital, wie die Polizei sagte. Angaben zu Herkunft und Alter konnten die Behörden zunächst nicht machen.

In Klösterle im Bundesland Vorarlberg kam ein 39-jähriger Schweizer ums Leben. Er fuhr auf einem Snowboard einen 40 Grad steilen Hang hinab. Dabei löste der 39-Jährige ein Schneebrett aus, wurde etwa 250 Meter mitgerissen und vollständig verschüttet.

Zuvor war im Tiroler Skigebiet Nauders ein 42-jähriger deutscher Skifahrer abseits der Piste von einer Lawine erfasst und getötet worden. Sein 16-jähriger Sohn habe schwer verletzt überlebt, teilte die Polizei mit.

In der Steiermark waren rund 30'000 Haushalte ohne Strom. Dort waren nach einer Störungsübersicht der Energienetze Steiermark viele Trafo-Stationen ausgefallen.

SRF4 News, 20.02.26, 9 Uhr ; 

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