- Er galt als mächtigster Drogenboss von Mexiko – nun ist Nemesio Oseguera Cervantes, auch genannt «El Mencho», tot.
- Das teilt das mexikanische Verteidigungsministerium mit. Er sei von Sicherheitskräften getötet worden.
- Cervantes hatte 2011 das Drogenkartell «Jalisco Nueva Generacion» gegründet.
«El Mencho» wurde bei der Operation schwer verletzt und starb, als er auf dem Luftweg nach Mexiko-Stadt transportiert wurde, hiess es in der offiziellen Mitteilung. Bei dem Einsatz in der Gemeinde Tapalpa im westlichen Bundesstaat Jalisco seien zudem zwei mutmassliche Mitglieder des Kartells Jalisco Nueva Generación festgenommen worden. Drei Soldaten wurden demnach verletzt und mussten dringend in ein Krankenhaus gebracht werden.
Die Operation löste eine starke Reaktion von mutmasslichen Bandenmitgliedern aus, wie der Gouverneur des Bundesstaates Jalisco auf X mitteilte. In mehreren Bundesstaaten, darunter in Michoacán, Aguascalientes, Tamaulipas und Guanajuato, wurden Strassen mit brennenden Autos, Lastwagen und Bussen gesperrt.
Auch wurden Feuer in Apotheken und kleinen Einzelhandelsgeschäften gelegt. In der von Touristen beliebten Stadt Puerto Vallarta an der Pazifikküste waren in Videos brennende Autos und grosse schwarze Rauchwolken zu sehen, die zwischen den Gebäuden aufstiegen. Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.
USA hatten eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar ausgesetzt
Die US-Regierung hatte das extrem gewalttätige Drogenkartell von «El Mencho» als ausländische Terrororganisation eingestuft. Das von ihm geführte Verbrechersyndikat ist nach Angaben der US-Behörden eine transnationale Organisation mit Verbindungen bis nach China und Australien. Neben dem Handel mit Fentanyl ist sie demnach auch in Erpressung, Schleusung von Migranten, Diebstahl von Öl und Mineralien sowie Waffenhandel verwickelt.
Washington hatte eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar (rund 11,6 Mio. Schweizer Franken) auf «El Mencho» ausgesetzt. Die US-Regierung reagierte auf die Nachricht seiner Tötung über den stellvertretenden US-Aussenminister Christopher Landau. Einer der «blutigsten und rücksichtslosesten Drogenbosse» sei getötet worden, schrieb er auf der Plattform X. «Das ist eine grossartige Entwicklung für Mexiko, die USA, Lateinamerika und die ganze Welt. Die Guten sind stärker als die Bösen